Selbsthilfe oder Propaganda? Über Schleichwege des Pharma-Marketings

Positive bloggen – immer mehr. Ein erfreulicher Trend, denn auch auf diesem Weg werden immer mehr Stimmen sicht- und lesbar, die aus der Vielfalt des Lebens mit HIV und Aids berichten. Allerdings gibt es Stimmen, die nachdenklich stimmen, bei denen ein Blick lohnt à la „guck mal wer da spricht“. Ein ‚Blog‘, eine Site, bei denen unklar ist, ob ‚HIV-positiv‘ oder nicht vielmehr ‚Pharma‘ drin ist, Marketing eines Pharmakonzerns …

Jo bloggt, Marcel bloggte, Termabox bloggt, Diego neuerdings auch, und Kalle sowieso, Alive n Kickin auch, und Desmond. Desmond? Ja, Desmond.
Desmond wirbt auch für sein Blog, zum Beispiel auf Facebook:

„Hallo Leute,
ich bin Desmond, 30 Jahre alt, komme aus Köln und bin HIV-positiv. In meinem Blog spreche ich über mich, meine Musik, die Mode und das Bloggen. Außerdem schreibe ich über meine Gedanken und was mich in meinem Leben bewegt. Das hilft mir, mit HIV umzugehen und ich hoffe, dass es anderen hilft, denen es genauso geht. Drückt oben auf den Button „Gefällt mir“, um an meinem Leben teilzuhaben.
Ich freue mich über jeden „Zuhörer“… ;-)))))
Desmond“

Das klingt zunächst interessant. Desmond, HIV-positiv, schriebt über sein leben. Etwas jedoch sagt Desmond nicht. Wer auf den Link klickt, der zu Desmonds Blog führt, landet auf einer aufwendig gestalteten Seite. Liest viel über Desmond und sein Leben …
…und erfährt höchstens, wenn er ganz unten an Ende der Seite auf „Impressum“ klickt, wer denn dieses Angebot betreibt:

„Diensteanbieter: Abbott GmbH & Co. KG“
und
„Realisierung: Allround Team GmbH … Redaktion: Christian Lang, Fabienne Nawrat“

Über das „Allround Team“, zuständig für Abbotts „Infotainment-Angebot“ und „Community-Website“ namens ‚Garten der Lüste‘,  ist auf dessen Internetsite zu erfahren

„Allround: Das bedeutet für uns vielseitig begabt, universell tätig und überall einsetzbar zu sein. Spezialisiert sind wir auf Agenturdienstleistungen, Verlagswesen, Sprachdienste und Usability-Studien, stehen Ihnen aber mit unserer langjährigen Erfahrung und unseren frischen Ideen auch in jedem anderen Aufgabenfeld zur Verfügung.“

Technisch wird ‚Desmonds Blog‘ realisiert von ‚Medienhof‘ – einer Agentur, die sich selbst im Untertitel bezeichnet als

„Agentur für Unternehmenskommunikation“.

Desmonds Blog – also nicht ‚irgendein‘ HIV-positives Blog. Ein Blog auf einer Marketing-Plattform, und zwar eines Pharmakonzerns, eines Konzerns der Aids-Medikamente herstellt. Ein kleiner, ein wichtiger Unterschied.

Nun mag ein HIV-Positiver sich vielleicht durchaus entscheiden, sich bei einem Pharmakonzern zu verdingen, dort sein Blog professionell ‚betreuen‘ zu lassen (was auch immer ‚betreuen‘ dann meinen mag).

Allein – die ‚Kommunikation‘ von Pharmakonzernen mit Patienten ist immer einen besonderen Blick wert. Nicht umsonst gilt das Direktwerbeverbot des Heilmittelwerbegesetzes:

„Für verschreibungspflichtige Arzneimittel darf nur bei Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten, Apothekern und Personen, die mit diesen Arzneimitteln erlaubterweise Handel treiben, geworben werden.“ (Volltext: Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens, dort §10)

Nicht nur, dass die Site ‚Garten der Lüste‘ von Abbott betrieben wird, dort wird auch -ohne Nennung von Produktnamen- über die HIV-Medikamente des Konzerns berichtet, werden Broschüren angeboten, die bestimmte Technologien des Konzerns für HIV-Medikamente lobpreisen, wird auf andere konzerneigene HIV-Sites verlinkt.

Wenn dann auch noch die Verquickung von ‚Stimme aus dem HIV-positiven Leben‘ und Pharma-Marketing nicht (wie z.B. beim Facebook-Auftritt) oder kaum sichtbar (wie auf der Site) erwähnt wird, wirft dies weitere Fragen auf.

Worum geht es?

„Unternehmenskommunikation“ – dieser Begriff (den die realisierende Agentur im Untertitel führt) weist wohl in die Richtung, um die es im ‚Garten der Lüste‘ gehen dürfte. Und vermutlich auch auf ‚Desmonds Blog‘? Die Kommunikation eines Unternehmens, das einer der großen Player auf dem Gebiet der HIV-Medikamente ist. Und einer der sehr umstrittenen Player.

Denn Abbott hat eine bewegte Geschichte auf dem Aids-Markt. Eine Geschichte voll von Problemen und Eigenartigkeiten. Eine kleine Auswahl: Der Konzern plante eigenen Unterlagen zufolge, ein lebenswichtiges Aids-Medikament vom Markt zu nehmen, was die eigene Marktposition im Vergleich zu Wettbewerbern befördert hätte. Um die eigenen Gewinne zu erhöhen, wurde in den USA der Preis dieses Aids-Medikaments verfünffacht. Immer wieder auch gerät Abbott in die Kritik aufgrund seines Umgangs mit Patentrechten. Erst jüngst versuchte ein Abbott-Pharmareferent in Costa Rica Presseberichten zufolge, HIV-Positive davon zu überzeugen sich einer Klage gegen eine generische Version von Lopinavir> anzuschließen. Kritik wird nicht gern gesehen – Abbott klagte gegen ACT UP . In den USA wurde jüngst Abbott abgemahnt – wegen Werbung, die die Wirkung für ein Aids-Medikament übertreibt und Nebenwirkungen verharmlost.

Sieht so die Aids-Politik eines Unternehmens aus, in dessen Gesellschaft man sich befinden möchte als HIV-positiver Blogger? Diese Frage muss jeder Blogger für sich selbst entscheiden. Aber die Verbindungen zum Konzern sollten für jeden und jederzeit offen ersichtlich sein.

So bleibt letztlich die Frage nach dem Zweck des Ganzen. Sind ‚Garten der Lüste‘ und vielleicht auch ‚Desmonds Blog‘ wirklich mehr als nur der immer wieder erneuerte Versuch von Pharmakonzernen, sich über das aus guten Gründen bestehende Direktwerbeverbot hinweg zu setzen?

Wird hier das Image eines ‚Blogs eines HIV-Positiven‘ benutzt, instrumentalisiert, um über immer neue Wege direkten Zugang zu Patienten zu bekommen?

Positive Stimme? Oder schnödes Marketing, im Interesse des Unternehmens?

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Nebenbei, der ‚Garten der Lüste‘ ist eines der bekanntesten Triptychen von Hieronymus Bosch. Der eigentliche ‚Garten der Lüste‘, dargestellt im  Mittelteil dieses Triptychons, wurde lange Zeit als Warnung vor der Todsünde der Wollust gedeutet. Inzwischen wird es auch als Darstellung eines utopischen Liebes-Paradieses gesehen, als ‚Garten der Liebe‘. Abbott wirbt für seine Kampagne mit dem Slogan „Augen auf im Garten der Lüste – Kondome schützen“. Ob Abbott dieses Spannungsfeld der Interpretationen des Bosch-Triptychons  bei der Wahl des Namens ihrer Patienten-Marketing-Kampagne bewusst war?

siehe auch:
stationäre aufnahme 11.07.2010: Abbott schickt bei Facebook HIV-Infizierten vor
Bildblog 12.07.2010
medizynicus 20.07.2010: Kann man Bloggern trauen? Oder: Desmond, die Krankheit und die Pharmaindustrie
Reaktion von Desmond auf die Artikel in Desmonds Blog am 23.07.2010 [Artikel dort nicht einzeln verlinkbar]
medizynicus 23.07.2010: Desmond lebt!

brandeins 07/2010: Mein Patient, mein Partner
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„Blogs sind mehr Demokratie“ – Heribert Prantl

„Blogs sind mehr Demokratie“, schreibt Heribert Prantl in den “Blättern für deutsche und internationale Politik”. Das neue Parlament heiße Internet.

In seinem Artikel „Das tägliche Brot der Demokratie – Was Wissenschaft, Publizistik und Politik miteinander zu tun haben“ erinnert Prantl an die Anfangsjahre der deutschen Demokratie (1848/49), Pressefreiheit und die damalige Bedeutung des Journalismus – und blickt dann in die Gegenwart, das Verhältnis von Wissenschaft, Publizistik und Politik heute.

Und über „Das digitale Parlament und die Pressefreiheit“. Das Internet sei nicht Gefahr, sondern Chance:

„Wir erleben wieder eine Kommunikationsrevolution wie 1848/49. Mich erinnern die Blogger von heute an die politisierten Bürger von 1848/49 – Blogs sind mehr Demokratie. Soll da wirklich der professionelle Journalismus die Nase hochziehen, so wie es vor 160 Jahren die etablierten fürstlichen Herrschaften und die monarchischen Potentaten getan haben? Aber: Die neue Kommunikationsrevolution braucht professionelle Begleitung, sie braucht einen publizistisch-gelehrten Kern. Es gibt ein neues, ganz anderes Professoren-Parlament: Es heißt Internet. Dieses digitale Parlament braucht, wie das damals in der Frankfurter Paulskirche, Führung und Sachverstand.“

Prantl ist Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung.

weitere Informationen:
Heribert Prantl: „Das tägliche Brot der Demokratie – Was Wissenschaft, Publizistik und Politik miteinander zu tun haben“, in: Blätter für deutsche und internationale Politik
[via netzrecherche]

Bemerkenswerte Gedanken von Herrn Prantl.
Ob Blogger „Führung“ benötigen? Nun, das sollten Blogger lieber selbst entscheiden, denke ich.

Sachverstand allerdings – ja, mir drängt sich der Eindruck auf, hier gäbe es Dinge zu verbessern. Nahezu alle Blogger im schwulen wie auch im HIV-Bereich sind meines Wissens journalistische Laien. Darin liegt viel Kraft und Potential – aber ein wenig (?) mehr ‚Professionalismus‘, ein wenig mehr Verständnis zum Beispiel bei Recherche oder Grundsätzen des Journalismus, ihre Bedeutung und Umsetzung würde uns, unserer Reichweite, unserer Wirkung gut tun.
Hier Kompetenzen und Fähigkeiten bei interessierten Bloggern und anderen Internet-Aktiven zu erhöhen, könnte (auch im Sinn gemeinsamer verbesserter Wirksamkeit) ein lohnenswertes Aufgabenfeld für die Aidshilfe oder auch den LSVD sein.
Oder?

Gewalt und Freiheit – wenn Angst zur Waffe wird

Ein Blog stellt seinen Dienst ein. „Samstag ist ein guter Tag“ verkündet(e) das Ende – wegen des Eindrucks wiederholter persönlicher Bedrohungen.

Ein Blogger schreibt einen Artikel. Dieser findet nicht die Zustimmung einer Person, die mit den im Artikel beschriebenen Vorgängen verbunden ist. Drohungen sollen ausgesprochen worden sein, Drohungen auch persönlicher Art. Der Blogger nimmt seinen Artikel aus seinem Blog. Stellt ihn nach Überlegen und Rücksprachen in Teilen später wieder online, mit Kommentar, der auf die empfundenen Drohungen verweist. Reaktionen folgen, die als erneute Drohungen empfunden werden. Und heute die Ankündigung: das Blog wird eingestellt. Der Artikel befindet sich nicht mehr online.
Die beteiligte Person bestreitete die Drohungen, sprach von Demagogie und stellte ein Ultimatum.

Nachtrag 12.03.2010 12:00:
Das „Aus“ für’s Blog ist als Post wieder off – und das Blog „Samstag ist ein guter Tag“ bis auf weiteres online. Bis auf den Artikel über …

Kommentar:
Es ist bestürzend zu erleben, wie ein Blogger und Freund unter Druck gesetzt wird, sich persönlich bedroht fühlt – aufgrund eines Artikels, der als mißliebig empfunden wird. Das alles statt einer Auseinandersetzung um Ideen und Konzepte, statt einer Auseinandersetzung mit (sachlichen) Worten.

Und falls Äußerungen als Drohungen empfunden werden, ohne als solche gemeint zu sein, und der Äußernde um die Wirkung seiner Worte weiß – schiene dann nicht ein klärendes Wort, ein „so habe ich das nicht gemeint“, ein „es geht mir um das Problem…“ wünschenswert?

Wenn Angst zur Waffe gemacht wird, nicht nur gegen einen Artikel, eine Idee, sondern gegen einen Menschen – dann ist es höchste Zeit zu fragen wie weit darf man gehen.

Ich bin entsetzt, dass solches innerhalb schwuler Szene, zwischen gebildeten Menschen, zwischen Erwachsenen möglich ist.

Und ich hoffe, dass „Samstag ist ein guter Tag“ vielleicht eine Pause zum Luftholen einlegt, als Blog aber weiter existiert, und irgendwann auch nicht nur als Archiv, sondern auch mit vielen neuen überlegten Berichten.

siehe auch
alivenkickin 12.03.2010: Meinungsfreiheit . . . ist Manchem ein Dorn im Auge
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TIMM über schwule Blogger (am 26.2. um 19:55 Uhr)

Schwule Blogs, schwule Blogger – noch eher eine Seltenheit – bald mehr? Timm berichtet demnächst …

TIMM, der schwule Fernsehsender, berichtet demnächst in seinem abendlichen Magazin TIMM today über schwule Blogs. Und hat sich dazu u.a. palisadesberlin und ondamaris als Beispiel ausgesucht. Am Freitag (20.2.) wurde für den Beitrag gedreht:

PS: ob die Bezeichnungen „boulevardesk“ (für palisadesberlin) „hochspezialisiert“ (für ondamaris) zutreffen? Urteile selbst – was meinst du?

Verdeckte Werbung der Pharma-Industrie

Macht die Pharmaindustrie in Blogs und Foren verdeckt Werbung für ihre Produkte? Hinter manchem Forums-Beitrag könnte sich ein PR-Mitarbeiter verbergen …

In den USA soll die direkt an Verbraucher gerichtete Werbung von Pharmaunternehmen eingeschränkt werden. Ganz anders in Europa – hier wird auf bestreben von EU-Kommissar Günther Verheugen vermutlich zukünftig das so genannte „direct-to-consumer-advertising“ (dtca) zugelassen. Seitens der Pharmaindustrie vermutlich ‚verbrauchergerichtete Information‘ genannt.

Welche Wege die Pharmaindustrie derzeit schon geht, um verdeckt Werbung für ihre Produkte zu machen, zeigt folgendes Zitat:

„In Blogs und Foren von Patientenorganisationen wirbt die Pharmaindustrie verdeckt für ihre Produkte. PR-Mitarbeiter melden sich dort als Betroffene an und berichten von ihren guten Erfahrungen mit den Medikamenten ihrer Auftraggeber. Für echte Patienten ist dies nicht transparent. Obwohl das Sponsoring von Selbsthilfegruppen vor einigen Jahren Medienthema war, wird diese neue Dimension von schmutzigem Marketing nicht thematisiert.“

berichtet Christiane Schulzki-Haddouti auf koop-tech unter dem Titel ‚10+ vernachlässigte Themen des jahres 2008‚ über die Initiative Nachrichtenaufklärung und ihre Auswahl der am meisten vernachlässigten Themen.

Für Betreiber von Blogs und Foren sollte dies erneuter Hinweis und Ansporn sein, zurückhaltend mit Kommentaren und Forums-Beiträgen umzugehen, bei denen einzelne Produkte gelobt werden.
Dass offen gelegt werden sollte, wenn ein Blog-Betreiber oder -Autor Verbindungen mit der Pharma-Industrie hat, sollte sich von selbst verstehen.
Lesern von Blogs und Foren sollte bewusst sein,  dass auch in Foren, die „für uns“ gemacht sind / scheinen, durchaus hinter so manchem Beitrag ein ökonomisches Interesse stecken kann, vielleicht statt eines Mit-Patienten in Wirklichkeit ein Marketing-Mitarbeiter.

Schwule und lesbische Medien – Zukunft nur auf neuen Wegen?

Wohin entwickelt sich schwul-lesbischer Journalismus, Blogger, generell schwul-lesbische Medien? Brauchen wir neue Formen der Zusammenarbeit? Neue Formen schwuler und lesbischer Medien?

Quo vadis – wohin geht der Weg der schwulen Medien? In große Leere, in ein Nichts, wenn sich nichts ändert, wenn nicht schwule und lesbische Blogger und Journalisten bald zu einer Form von Zusammenarbeit finden, einen neuen Online-Journalismus ‚erfinden‘.

Zu diesem Resüme kommt Wayne Besen in seinem Kommentar „Anything but Straight: the Future of Gay News“, auf den ein Freund mich aufmerksam macht.

Besen bezieht sich auf die US-Situation, die gerade in jüngster Zeit von der Einstellung vieler kleinerer (und inzwischen auch größerer) Homo-Medien geprägt ist (siehe auch die Schließung des ältesten schwulen Buchlandes der Welt).

Und hierzulande?
Der Zustand der Medien für Schwule und Lesben ist auch in Deutschland eh schon eher beklagenswert. Sicher, mit TIMM ist jüngst ein TV-Sender für Schwule und Lesben an den Start gegangen.
Aber wenn man sich die Printmedien anschaut – es könnte einem das Grauen kommen. So manches homosexuelles ‚Stadtmagazin‘ besticht einzig durch seine bunten Bilder, Füllmaterial und Begleitmusik für Anzeigenkunden, schlimmstenfalls gar durch Pressetexte der Pharmaindustrie, die ohne Hinweise abgedruckt werden. Von Journalismus, Recherche gar, weitgehend keine Spur.
Und im Internet? Auch nicht viel besser – vereinzelte Sites, die sich mehr oder  minder erfolgreich bemühen, Nachrichten aus der Welt der Homosexualitäten zu bringen. Anspruchsvoller Journalismus? Auch hier weitgehend Fehlanzeige.

Und warum, mag man sich fragen?
Eine der meist gestellten Diagnosen auf diese Fragen lautet „kein Bedarf“, oder ‚höflicher‘ formuliert „wir drucken, was die Leser wünschen“.

Bestätigt werden derartige Analysen -scheinbar?- dadurch, dass eine nennenswerte Zahl ambitionierterer Projekte, die auch auf qualitativ hochwertigere Inhalte setzten, sich in den vergangenen Jahren als ökonomisch nicht tragfähig erwiesen.

Bekommen wir also, was wir ‚verdienen‘, was wir ‚wollen‘?
Es sieht so aus.

Wären wir bereit, für schwule und lesbische Medien (mehr) zu zahlen – es gäbe sicherlich Journalisten genug, auch ‚unter uns‘, die in der Lage wären, auch hochwertigere Inhalte zu produzieren.

Besen bezieht in seine Analyse auch die Homo-Blogger mit ein. Die schwul-lesbische Blogger-Szene in den USA mag ausgefeilter, weiter entwickelt sein als die hiesige, seine Gedanken scheinen dennoch interessant auch für die Situation hierzulande:

„It is disgraceful that some of our leading lights are posting during lunch breaks at their day jobs. … Imagine how much better most blogs would be if the writers had another 8-10 hours a day to conduct research? The products would be infinitely superior and be of greater value.“

Wohin das führen könnte?

„People must also realize that the status quo will soon lead to burnout among the best bloggers. Without a financial incentive commensurate with their work, don’t be surprised when your favorite bloggers choose relationships over readership. If you don’t pay, many will fade away.“

Besen skizziert auch einen weg, der in eine neue Zukunft schwul-lesbischen Journalismus‘ und schwul-lesbischer Medien weisen könnte:

„In order for this business model to work, the leading bloggers, gossip sites and journalists will have to create a new type of union“

Wie die aussehen sollte? Dazu bezieht sich Besen auf einen Artikel von Walter Isaacson im Time Magazine:

„Isaacson says the way to save the news business is to move to a paradigm where newspapers go completely digital and readers pay directly for online content.“

Die Bereitschaft, für gute Inhalte auch angemessen zu zahlen, sowie neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Journalisten – Wege aus der Krise schwul-lesbischer Medien?

Was denkst du?
Wärest du bereit, für hochwertigen Inhalt zu zahlen?
Welche Visionen hast du für die Zukunft schwul-lesbischer Medien?
Und für die Arbeit von Journalisten, von Bloggern?
Blogger und Journalisten – getrennte Welten? Oder zwei Kulturen, die zusammenfinden könnten? Auch im Bereich der Homo-Medien?

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Lesenswert:
Wayne Besen „Anything but Straight: the Future of Gay News“
spannende neue Wege der Vernetzung von Print- und Online-Journalismus, der Kombination von Journalisten und Bloggern geht derzeit die Wochenzeitung „Freitag“
neue Wege geht auch eines der Flagschiffe des US-Journalismus: „New York Times und die Revolution im Internet“
Versuche mit der Krise umzugehen auch in Frankreich: Tetu hat einen Relaunch und stürzt sich noch mehr auf Kultur und Lifestyle, berichtet e-illico. Nachrichten und Informationen sind in ein beigelegtes Extra-Heft auf kostengünstigerem Papier ‚ausgelagert‘.
Indiskretion Ehrensache: Warum Paid Content für Zeitungen nicht funktioniert
Washington Post 24.02.2009: Gay Blogger’s Voices Rise in Chorus of Growing Political Influence
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chinamaris? – domain scam à la China

Da schaltet man morgens den PC ein, geht die Mails durch – und bekommt einen Schreck. Will mir da jemand den Domain-Namen streitig machen?

„Dear CEO,
We are HONGKONG CNBC IT Co.,Ltd, which is the domain name registration organization in China, which mainly deal with international company’s in china. We have something important need to confirm with your company.
On the October 22, 2008, we received an application formally. One company named “ gangfeng Investment Co., Ltd“ applied for the Internet brand keywords „ondamaris“ and the Domain names „ondamaris.cn“ „ondamaris.asia“ etc. . which involve internet intellectual property right of your company.
These days we are dealing with it. In order to deal with this issue better, Please contact me by telephone or email as soon as possible.
Best Regards, xxxxxx
HONGKONG xxxxxxxxxxxxx Co.,Ltd, Tel:+86-1111111111, Fax:+86-111111111, www.xxxxxxx.org.c“

Nach einigen Irritationen erweist es sich als eine (schon seit längerem bekannte) Abzock-Masche. Das Ziel ist, irgendwelche asiatischen Domians und vor allem Sub-Domains und vermeintliche „internet brand keywords“ zu verkaufen.

Das Thema Domain Scams ist schon länger präsent. In Foren ist aktuell zu finden, dass derartige Mails gerade wieder vermehrt auftreten (yet another scam …), und diverse Blogger berichten aktuell, auch mit Auflistung identifizierter Fake-Unternehmensnamen.

Wie gut, dass es delete-Tasten gibt – und: Dank (erneut) an Stefan 😉

Termabox

Einer der früheren weltaidstag.de – Blogger ist seit heute „zurück“ – Termabox.

Wir erinnern uns – einst, es ist nicht so arg lange her, gab es ein Blog zu HIV/Aids, auf einem Internetangebot, das gemeinsam von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Deutsche Aids-Hilfe (DAH) und Deutsche Aids-Stiftung herausgegeben wird, auf weltaidstag.de.

Spannende Beiträge standen dort zum Teil zu lesen, bewegend, persönliche Eindrücke, Gedanken und Nachdenklichkeiten, Meinung.

Wohl zu viel der Meinung, mehr jedenfalls, als scheinbar aus dem Trägerkreis der Site heraus zu tragen (oder: erträglich?) war.
Ganz ohne Vorankündigung, geschweige denn vorherige Absprache, wurde der Blog abgeschaltet, die auf einzelne Beiträge zeigenden Links führten auf eine langweilige Startseite. Einfach nur Respektlosigkeit den eigenen Authoren gegenüber? Oder ein Akt von Willkür? Gar von Zensur? Ausdruck einer Unfähigkeit, freie auch kritische Meinungsäußerung auszuhalten? Wer weiß,  die eigentlichen Gründe der Abschaltung bleiben bisher im Dunkel …

Doch einer der Autoren ist seit heute erfreulicherweise zurück, und auch mit einem Archiv seiner früheren Beiträge: Termabox nennt sich sein Blog (die tieferen Hintergründe des Namens wird er sicher noch erläutern).

Termabox – willkommen zurück in der Welt der Blogs über das Leben mit HIV!
Klicken, anschauen, lesen 🙂

Bloggen ist gesund …

Wussten wir’s doch gleich – Bloggen ist gesund. Nun auch wissenschaftlich ‚bewiesen‘ …

„Blogging – It’s good for you“ schreibt der Scientific American.

Schreiben diene nicht nur als Mechanismus um mit Stress umzugehen. Expressives Schreiben habe auch physiologischen Nutzen. Es sei bekannt, dass es Gedächtnis und Schlaf verbessert, die Aktivität der Immunzellen steigert und bei Aids-Patienten (gemeint wohl: HIV-Positiven) die HIV-Viruslast senkt.

Nun wollen Forscher die neurologischen Grundlagen hinter diesen Phänomenen erforschen … und die starke Zunahme der Blogger-Szene solle dabei besondere Berücksichtigung finden …

Bloggen biete ohne Zweifel ähnliche Vorteile, wie sie schon von expressivem Schreiben bekannt seien …

Beruhigend immerhin, nachdem zu Jahresanfang die New York Times noch vor den gesundheitlichen gefahren des Bloggens hatte …

[via stationäre aufnahme]

Blogs über das Leben mit HIV (akt.)

Schwule Blogs gibt es in deutscher Sprache reihenweise im Netzt, zu allen möglichen Themen und Vorlieben. Aber – wie sieht es mit Blogs zu HIV und Aids aus, mit Blogs von Positiven?

Positive bloggen – wo?

Deutschsprachige Blogs über das Leben mit HIV und Aids … in alphabetischer Reihenfolge …

eintagpositiv – Ray Allen schreibt über seinen Beginn des Bloggens „Mein Name ist Ray, ich bin (jetzt gerade) 30 Jahre alt und lebe in München. Seit einem Jahr wohne ich mit meinem Freund zusammen. Es ging alles sehr schnell, aber es funktioniert und wir lieben uns. Vor zwei Tagen war der erste Tag unseres zweiten, gemeinsamen Jahres, und der Tag an dem wir erfuhren, das er HIV+ ist. Irgendwo wollte ich mit meinen Gedanken hin, und so landete ich hier.“
Nach langer Pause (letzter Post am 14. Mai 2008) wieder da mit neuen Posts ….

hivblog – Der Blogger schreibt selbst über sich: „Ich weiß seit dem 20. Juli 2005, dass ich HIV positiv bin. Ein Jahr später sind die Werte bereits so schlecht, dass ich im August 2006 mit der Kombitherapie beginnen musste. … Mit diesem Blog möchte ich hautnah und direkt zeigen, was es heute heißt, mit HIV zu leben. … Ich will nicht moralisieren noch jemandem vorschreiben, was er zu tun hat. Und dennoch habe ich eine Botschaft. Ich will durch die Dokumentation meiner Erfahrungen belegen, warum es keine Alternative zu Schutz und Vorsorge gibt.“
Das Blog ist leider ebenfalls nicht ganz aktuell (letzter Post vom 19.2.2008).

Kalle bloggt / positivegefuehle – Kalle sagt selbst über sein Blog „“kein reines Hiv-Blog, sondern eine ‚krude Mischung‘ aus Hiv & Aids, Schwulsein, Behinderung, Blumen und Garten, Privates usw.. Diese Mischung wird hauptsächlich von Frauen gelesen, weniger von Schwulen oder Positiven, doch finde ich dies wichtig, da ich sie als Mutiplikatoren für mehr Akzeptanz gegenüber Minderheiten betrachte.“

Posithiv – ein junger Mann, der seit dem 9. Juli 2008 bloggt. Er schreibt selbst über sich und sein Blog: „Ich bin ein 28-jähriger (Stand: Mitte 2008), schwuler, verheirateter, HIV-positiver Mann in einer deutschen Großstadt. Ich weiß seit dem 25. Juni 2008 von meiner HIV Infektion. Mit diesem Blog möchte ich den Infektions- und Behandlungsverlauf bei mir und auch bei meinem Mann dokumentieren. Sowohl als Informationsquelle für meine Freunde und Bekannte, als auch für alle anderen Interessierten.“

posithiv (2) – der Name scheint beliebt zu sein, liegt er doch ein wenig auf der Hand. Kein eigentliches Blog, mehr eine Homepage. Der Autor schreibt „über das was ich als HIV positiver erleben durfte: Wer bin ich, was habe ich für Ängste, gibt es Hoffnungen? Wie habe ich mein AIDS Test erlebt und wie habe ich mich überhaupt infiziert.“

regenbogen – Blog auf der Site weltaidstag.com des Saarbrücker Vereins Regenbogen e.V. Viele Posts u.a. von Uwe Görke.

schwul-hep-c – Blog eines schwulen, HIV-infizierten Mannes, der mit Hepatitis C ko-infiziert ist und plante, über seine Hep-C-Therapie zu berichten. Leider bisher nur ein Post.

uwegoerke – Langzeit-‚Privat-Aktivist‘ Uwe Goerke. Ebenfalls kein eigentliches Blog, auf seiner Site ist neben zahlreichen weiteren Informationen allerdings auch ein Tagebuch zu finden. Parallel bloggt Görke unter dem Titel ‚mein Leben mit HIV‘.

weltaidstag.de/blog – die offizielle Site von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutscher Aids-Hilfe und Deutscher Aids-Stiftung enthielt bisher ein Blog. Dieser fiel jedoch der Neugestaltung zum Opfer … der Blog ist seit Mitte Juli (einschließlich der früheren Beiträge) abgeschaltet, die Blog-Beiträge sind nicht erreichbar. Zu viel Gedankenfreiheit?

In einigen (wenigen) anderen Blogs sind HIV und Aids gelegentlich Thema, sie haben dies jedoch nicht zum Schwerpunkt – oder behandeln es nicht aus der Perspektive eines HIV-positiv lebenden Menschen.

Nachtrag:
21.9.2008: ein der der früheren weltaidstag.de – Blogger ist erfreulicherweise zurück, mit eigener Seite: Termabox – willkommen!
Unter den Namen „nubilum – Irgendeine Umnebelung ist vorhanden, die geradezu auf alle einwirkt“ schreibt seit Ende 2008 Andreas sein Blog.

27.04.2009: Unter dem Titel „Jos Blog“ berichten Jo und Steffan seit Januar 2009 „Ein bisschen schräg, ein bisschen schwul, ein bisschen positiv“

22.11.2009: ein junger HIV-positiver Mann bloggt -leider seit November 2010 nicht mehr- unter http://www.marceldams.blog.de/ – mit dem Untertitel „HIV – Selbstbewusstsein ist das beste Accessoir“

Dein Blog fehlt hier? Du kennst ein Blog, das hier aufgenommen werden sollte? Mail an ondamaris !

Trotz einiger Recherchen in Blogverzeichnissen, schwulen Webrings usw. – bisher sind scheinbar nur auffallend wenige Blogs in der deutschen Blogger-Landschaft zu finden, in denen das Leben mit HIV thematisiert wird. Blogs von (als solchen erkennbaren) HIV-Positiven sind eine noch größere Rarität

Und, bemerkenswert, die Mehrzahl der genannten Blogs ist in irgend einer Form ‚anonym‘ (sei es fremdgehostet, fehlendes Impressum o.ä.). Als HIV-Positiver offen, unter eigenem Namen zu schrieben ist immer noch ein Ausnahmefall. Ein weiteres Indiz, dass das Leben mit HIV, das Leben als Positiver immer noch wiet davon entfernt ist, diskriminierungsfrei zu sein?

Creative Commons 3.0

Creative Commons goes 3.0 – auch in der deutschen Version, mit einer Update-Party heute Abend in Berlin.

Creative Commons ist ein System von Verträgen zur Regelung von Urheberrechten, das weit feinere Verteilungen von Rechten ermöglicht als nur das bekannte ©: „Creative Commons entwickelt Musterlizenzverträge, mit deren Hilfe Urheber ihren Schöpfungen auch Freiheiten mitgeben können: ‚manche Rechte vorbehalten‘ statt ‚alle Rechte vorbehalten'“.

Die Creative Commons – Lizenzen (CCL) sind nun auch in Deutschland an neue urheberrechtliche Entwicklungen angepasst worden und in der Version 3.0 erschienen:

“’Die Arbeit hat sich gelohnt‘, so John Weitzmann zum fertig gestellten deutschen Lizenzenset, ‚denn nun stehen auch den CC-Begeisterten hierzulande wieder Lizenzen zur Verfügung, die auf der Höhe der nationalen Rechtslage und dem letzten Stand der internationalen Weiterentwicklung der CCPL sind.‘ Die Version 3.0 ist eine komplette Neuübersetzung der US-Originale.“

Die neuen Lizenzen werden gefeiert – heute (25.7.2008) mit einer Update-Party in Berlin.

PS: Auch onadamaris steht -sofern nicht anders genannt- unter CCL 3.0, genauer der Lizenz by-nc-sa

Wie bloggen andere?

Wer an einer Blogparade teilnimmt, sollte auch über die Ergebnisse berichten …

Hier also die 100 (!) Teilnehmer der vom Webmaster Watchblog veranstalteten Blogparade „Wie bloggt ihr?“ … Viel Spaß beim Stöbern … die Ergebnisse komprimiert als Charts gibt’s hier.

  1. Blog-Parade: So bloggt der Netgestalter – Netgestalter Blog
  2. Blog-Parade: So bloggt Norman – Normans Blog – Sex, IT, Fun, no money & Hirndung
  3. { stylish & co }: Blogparade
  4. sam online: Blog-Parade: So blogge ich! – Wie bloggt Ihr?
  5. Lupe, der Satire-Blog: Blogspot vs WordPress
  6. Blog-Parade: Wie bloggst du? | YochitosWay.de – Kino, Musik, Web
  7. In eigener Sache … | complexcity
  8. Blogparade Wie blogge ich?
  9. Goggiblog: So blogge ich! wie bloggt Ihr?
  10. Monsieur Fischer: Ich blogge, du bloggst, er bloggt..
  11. notes – so blogge ich.
  12. Chaotische Wollberge – Blogparade
  13. Bolzmann: Blogparade bei Webmaster Watchblog
  14. h725.de – So blogge ich und nicht anderst
  15. BlogSprache.de – Wie blog ich?
  16. Blogparade: Wie bloggt ihr? » Webmasterwatchblog, Blog-Parade, Start, Teilnehmer, Fragen, Dasein » Blogschrott.net – Web 2.0 – Yannick Eckl
  17. WebmasterWatchBlog Blogparade: Wie bloggt ihr? | JKW-Media.de
  18. Noch eine Blogparade
  19. lens-flare.de Blog
  20. BlogTopf.de – von Paul Neumann
  21. Wie blogge ich? – Wieso, weshalb, warum … » Das Ebesucher Magazin
  22. incomment.net/blog » Blogparade: Wie bloggt ihr? » blogparade
  23. Blogparade
  24. So blogge ich!
  25. Blog-Parade – So blogge ich! – Wie bloggt ihr? » Beitrag » drumba.de – braucht kein Mensch
  26. tunefish | fish du travail
  27. Blog Parade So blogge ich
  28. So blogge ich! – Wie bloggt Ihr? | eliwagar
  29. Blog-Parade: So blogge ich! auf Apfelknacker
  30. Programmieren macht Sexy » Blogparade: So blogge ich! – Wie bloggt ihr?
  31. WebmasterWatchBlog Blog-Parade: Wie bloggt ihr? – Von Vincent Vallo – Tag, Ich, Wie, WordPress – vVallo.com – Web 2.0 & mehr
  32. alles was bewegt » Blog-Parade: So blogge ich!
  33. Sollzustand » Blog-Parade: Wie bloggt ihr? Gute Frage. Und ich? So!
  34. Get Your Own Style
  35. mlogger » Blog-Parade: So blogge ich!
  36. unblogable » Blog Archive » Blogparade #1
  37. Bis einer weint…
  38. Wie bloggt ihr? – Blogparade | Feedweiser
  39. mkellenberger[blog] » Beitrag » Blog-Parade: So blogge ich! – Wie bloggt ihr?
  40. wie blogge ich als wow blogger — Gnome an die Macht
  41. Blog-Parade: So blogge ich! :: cimddwc
  42. Blogparade: So blogge ich! – Wie bloggt ihr? »» Blogs und Blogging »» webbloggers.de
  43. Warum WordPress als Software fürs Blog? » miradlo bloggt
  44. Matthias Lehming » Blog Archive » Blog-Parade: So blogge ich
  45. PatJe.de » Blog-Parade: So blogge ich!
  46. Boje online
  47. chili*it
  48. Blog-Parade: So blogge ich! – Wie bloggt ihr? | Blog von Kim (Mupfel) Huebel
  49. Eine Blogparade wie ich blogge
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  100. picspack Blog

Forum neu da

Das Forum ist derzeit aus Sicherheitsgründen deaktiviert – sorry.
Sobald der vermutete Bug im Plugin behoben oder geklärt ist, geht’s wieder online

Ich habe aus Sicherheitsgründen eine neue Foren-Software installiert (danke an Stefan für den Hinweis!). Die Anzeige ist noch nicht optimal (ich arbeite dran), der Funktionsumfang dafür deutlich besser …

Nachtrag 27.6.2008: Forum abgeschaltet

Wie ondamaris bloggt?

Nun gut, machen wir mal bei einer Blog-Parade zu Blog-Software mit.

1. Welche Blogsoftware verwendet ihr bzw. bei welchen Bloganbieter seid ihr angemeldet?
Nach einigen ersten Monaten auf Blogger bin ich bald auf ein WordPress auf eigener Domain gewechselt. Zu viel Frust mit Blogger, zu wenig Flexibilität.

2. Wie seid ihr auf die Blogsoftware/den Anbieter gestoßen?
Befreundete Internauten & Blogger

3. Welche Vorteile hat ihre Blogsoftware/ihr Anbieter?
Wesentlich größere Flexibilität, u.a. durch Themes und PlugIns

4. Welche Nachteile sind euch aufgefallen?
Die recht häufigen Updates nerven schon (puuh, gottseidank fällt Release 2.4 aus …)

5. Wie viel Zeit investiert ihr ins Bloggen pro Tag?
Schwankend, da einige Beiträge spontan entstehen, andere längere Zeit recherchiert werden. Zwei Stunden pro Tag dürften’s in den letzten Monaten wohl schon sein durchschnittlich …

6. Wie viele Besucher habt ihr pro Tag durchschnittlich?
Erfreulich viele … aber natürlich nie genug 😉

7. Wie viel verdient ihr pro Monat mit eurem Blog?
NIX – ich blogge nicht zum Geldverdienen. Komische Idee, das …

Blog Action Day – der schwule Mann in seiner Umwelt

15. Oktober. Blog Action Day.
Blog – was?
Blog Action Day.
Eine Initiative dreier ‚Profi-Blogger‘ mit dem Ziel, dass weltweit an einem Tag möglichst viele Blogs zu einem Thema berichten. In diesem Jahr: Umwelt.

Eine der subkulturellen Errungenschaften von Schwulen ist neben der Klappe der Park. Was Otto Normalverbraucher und seine Erika Mustermann tagsüber zum Spazierengehen, Sich-Zeigen und maximal Händchenhalten benutzen, verwandelt sich mancherorts mit aufkommender Dunkelheit in ein kleines Eldorado schwuler Sex-Glücksritter.

Seltener finden Parks ihre ’schwule Nutzung‘ sogar schon vor Einbruch der Dunkelheit. Was nicht nur an der Scheu vieler männerliebender Herren liegen mag – sondern vielleicht auch daran, in welch jämmerlichem Zustand diese Ecken oftmals sind.

Denn so ausgeprägt das nächtliche Orientierungs- und Paarungsvermögen zu sein scheinen, mit dem Umweltbewusstsein scheint es doch deutlich zu hapern.

Spuren nächtlicher Aktivitäten wie Kondome und Papiertaschentücher mögen erfreuliche Hinweise auf ein zumindest in Teilen praktiziertes Safer-Sex Verhalten sein. Drapierte Pillendosen als dezente individuelle ‚Park-Prävention‚ verschönern nicht gerade.

ParkPraevention
Ein schöner Anblick sind all diese Ecken tagsüber nicht. Immerhin, Kondome und Papiertaschentücher verrotten nach einigen Tagen und Regenfällen.

Aber längst geht ‚mann‘ ja auch nachts nicht ohne Energiedrink und sonstige Zutaten aus.
Und so reihen sich an manchen Stellen, je frequentierter desto intensiver, wahre Müllhaufen an einander, Zigarettenschachteln, Bierflaschen, Getränkedosen und-Flaschen usw. Eine Schnitzeljagd postkoitaler Vermüllung …

Und – dieses Müll-Verhalten ist inzwischen so zuverlässig, dass orts- (oder auch nur Park-) fremde Besucher sie zur zuverlässigen Orientierung benutzen. Frei nach dem Motto, wo so viele Papiertaschentücher rumliegen, da MUSS doch nachts was los sein …

Haben wir eigentlich keinerlei Sinn für eigenen Umweltschutz? Ist es so viel Arbeit, eben schnell die (nicht verrottende) Kondom-Tüte mitzunehmen, das Taschentuch einzustecken und in den nächsten Mülleimer zu werfen? Und Zigarettenschachteln, Dosen und Flaschen gleich dazu?

Abgesehen davon, wie unsere eigene kleine Umwelt morgens oft aussieht – ich zumindest schäme mich oftmals, wenn ich ansehen muss, wie Ein-Euro-Kräfte morgens die Hinterlassenschaften ereignisreicher Nächte zusammenräumen müssen, damit zumindest die sichtbaren Bereiche des Parks wieder benutzbar werden. Während die weniger leicht zugänglichen Ecken langsam vor sich hin gammeln, bis sie zur wahren Kippe verkommen sind …

Schwule, ihrer Parks und deren oftmals besch… Zustand.
Der an uns selbst liegt.
Nicht die große Klima-Katastrophe, aber Umwelt im Kleinen…

Nachtrag 28.10.07: es geht auch anders … Schwule putzen Crusing-Park


Blog-Parade

Nun denn, die Idee ist nicht neu – aber ein gewisses Alter macht sie auch nicht schlechter. Dann greife ich Stefan Grafs Idee einer Blog-Parade einmal auf. Neun Feeds, die ich besonders gerne lese? Voila, hier ist ein Auszug meiner persönlichen Hitliste.

  • Aegis HIV/Aids News – dieser Newsfeed ist eine sehr gute Möglichkeit, zu HIV und Aids ‚auf dem laufenden‘ zu bleiben (auch wenn die europäische Perspektive bei der Nachrichten-Auswahl leider recht kurz kommt)
  • GNP+ – der Feed zum weltweiten Netzwerk der Menschen mit HIV und Aids
  • netzpolitik.org – ob zu online-Durchsuchungen und Bundestrojaner oder Standardisierungen neuer Dateiformate, eine exzellente Informationsquelle zu Netzpolitik
  • Regenb(l)ogen-Frauen – News aus lesbischer Perspektive – wo erfährt man sonst schon etwas über ‚Harry Potter und die Lesben‘?Taurin, Magazin der jungen Europäer – erfrischend lebendige Artikel rund um eine pro-europäische Perspektive – leider mit zu seltenen Posts
  • Lysis – was auch immer er mit dem Titel meinen mag, ob platonischen Dialog, eine sich auflösende Zelle oder gar eine abklingende Krankheit – ein sehr lesens- und denkenswerter Blog
  • Antiteilchen -kann man sich in fremden Blogs zuhause fühlen? Ich in diesem gelegentlich … (ab und an ist er auch auf dem Hauptstadtblog zu lesen …)
  • Petrelis Files – schwulenpolitischer Blog des Langzeit-Aktivisten Michael Petrelis. Ab und an ein wenig, nun ja, ‚amerikanisch‘, manchmal ein wenig zu aufgeregt, aber ein anderer Blickwinkel auf Nachrichten, die hier zudem oft untergehen
  • Upload, Blog Diskussionsforum und seit Sommer auch pdf-Magazin aus Schwerin rund ums Bloggen


PS: Insgesamt lese ich derzeit 64 Feeds regelmäßig, thematisch sortiert, via Bloglines. Die Zahl schwankt, einige neue kommen hinzu, seltener fliegt mal einer raus.

Noch’n PS: Es gibt ein nettes Tool namens Feedbuddy – das versucht Ähnliches wie Grafs Blogparade, nämlich Netzwerke zu bilden zwischen Lesern gleicher Feeds. Eine automatische Synchronisation mit Feedreadern wie Bloglines oder Google Feedfetcher ist möglich.
Interessant, welche Verbindungen sich so ergeben …