Denkmal: was wird realisiert?

Neues im Streit um das Denkmal: der LSVD Berlin-Brandenburg fordert die Realisierung entsprechend dem Entwurf der Künstler.

Denkmal 01 In Berlin wird ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen geplant. Über die konkrete Form der Realisierung hatte es zuletzt heftigen Streit gegeben.

Die Mitgliederversammlung des LSVD Berlin-Brandenburg hat am 28.10.2006 eine Resolution beschlossen. In ihr wird gefordert, das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Sinne des Bundestagsbeschlusses und in Form des preisgekrönten Entwurfs des Künstler-Duos Elmgreen/Dragset zu realisieren.

Unter den Erstunterzeichnern der Resolution finden sich nur Personen männlichen Vornamens. Über eine Berücksichtigung irgendwelcher bei der Diskussion am 29.8. vorgebrachten Argumente oder ebenfalls diskutierter Lösungsmöglichkeiten enthält die Rersolution keine Angaben.

5 Gedanken zu „Denkmal: was wird realisiert?“

  1. http://www.etuxx.com bietet eine interessante debatte zu diesem thema.
    ein widerspruch wäre es, den bundestagsbeschluß einhalten zu wollen und zugleich den prämierten entwurf ohne änderung umzusetzen…

  2. @ etuxx:
    Ja, ich verfolge gelegentlich die diskussionen bei euch 😉
    am frappierendsten fiunde ich ja, erst eine große diskussionsvernatsaltung abzuziehen – und dann eine resolution zu verabschieden, die diese diskussionen aber auch so gar nicht berücksichtigt. schein-demokratie?
    lg ulli

  3. um fair zu bleiben – feine (oder auch unfeine!) unterschiede zwischen lsvd-national und (l)svd-berlin(-brdbg.):
    die männlichen wadenbeißer von der berliner ebene, die auch schon einbürgerungstests (wie in ba-wü im frühjahr geplant) forderten, waren nicht die veranstalterInnen, die erklärung von der bundesebene liest sich folglich etwas differenzierter (vgl. etuxx-debatte)…

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