9 Gedanken zu „Perlen der Alltagskultur 7“

  1. oh ja, dies foto ist ein guter beweis für freundlichkeit gegenüber radfahrenden!! – zwar nicht die berlins, sondern nur die (durch wahlperioden begrenzte) der bezirkspolitisch verantwortlichen in tempelhof-schöneberg, aber nicht minder erfreulich! – warum? ganz einfach: radwege gaukeln sicherheit vor, werden aber insbesondere an jeder kreuzung zu riskanten gefahrenquellen – und dadurch lästigen bremsfaktoren! sicherer ist es – wie im ergebnis auch an dieser stelle erlaubt – gut sichtbar am rechten straßenrand zu fahren (und dies auch zu dürfen), am besten allerdings auf speziell dafür einzurichtenden radspuren: die fehlen leider nicht nur an dieser stelle noch!!

  2. hi edith,
    na das Bizarre ist ja – hier gibt es vor und hinter der Sperre einen benutzbaren (und benutzten) Radweg – und eine Sperre ohne jeglichen Grund …
    und bei der Berliner Fahrweise zieh ich ja Radwege doch der Fahrbahn (zumindest wenn ohne Radspur) vor
    lg ulli

  3. Für Edith ist Bremsen also ein lästiger Faktor, damit bringt sie das Problem „Fahrradfahrer“ auf den Punkt. Diese wollen immer nur mit konstanter hoher Geschwindigkeit fahren, da stört so ziemlich alles was einem vor das Rad kommt. Sei es eine rote Ampel, Fußgänger oder Menschen die gerade aus einem Bus aussteigen.
    PS: ich tauche im Berliner Verkehr sowohl als Fußgänger, Autofahrer und Fahrradfahrer auf, damit es keine Missverständnisse gibt.
    Es gibt für alle Teilnehmer gute und schlechte Bedingungen.

  4. @Stefan:
    na ja, diesen Fall finde ich auch schon etwas krass – eine Sperre mitten auf dem radweg, der dahinter jedoch weitergeht…
    inzwischen hab ich den (vermutlichen) Grund erfahren: da stand eins dieser Einstein-Denkmale zum Einstein-Jahr. Die Sperre sollte einen Zusammnenprall von Radlern und Einstein verhindern. Dummerweise hat der Bezirk vergessen, nach Einsteins Abbau auch die Sperre zu räumen… 🙁

  5. tja, stefan, bremsen ist wohl immer ein lästiger faktor – jedenfalls für die bremsende person -, und da ist es egal, wie sie unterwegs ist.
    ein spezielles „problem fahrradfahrender“ kann ich darin beim besten willen nicht erkennen – sofern sie denn bremsen, wo es nötig ist!
    das tun automobilistInnen leider oft genug nicht oder zu spät oder nicht stark genug – verkehrsunfälle gerade beim rechtsabbiegen sind eine gefährliche, oft tödliche folge -, und die trifft sowohl menschen zu fuß als auch radfahrende, und zwar speziell die auf schlecht einsehbaren radwegen kommenden.
    drum ist es eben sicherer – auch wenn es sich subjektiv nicht so anfühlen mag – am rechten fahrbahnrand und damit jederzeit gut sichtbar zu fahren, als auf radwegen.
    und daher bin ich froh über jede noch so alberne sperre, die mir die benutzung der fahrbahn erlaubt (was inzwischen aus besagten gründen für jeden „radweg“ gilt, der nicht als solcher beschildert ist – und also gar keiner ist – auch wenn er so aussehen mag)!
    natürlich sind radspuren noch besser, aber die verfehlte, jahrzehnte lang autoorientierte verkehrspolitik in berlin hat noch sehr viel nach zu holen – denn nicht für alle gibt es gleich „gute und schlechte Bedingungen“, wie du, stefan, offenbar glauben möchtest!
    ich sehe auch gar nicht ein, warum die benutzung eines umweltfreundlichen und vergleichsweise ungefährlichen fahrrades durch bremsen und neues beschleunigen an jeder kreuzung bestraft werden soll, während autofahrende, die nur bequem das gas durchtreten, das eben nicht immer nur geradeaus tun…

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