Udo Walz erklärt: Schwulsein nix Analverkehr
20. September 2006 | Von ondamaris | Kategorie: HomosexualitätenIch gestehe, das vierbuchstabige Revolverblatt gehört nicht zu meiner Pflicht-Lektüre, nicht einmal wenn’s irgendwo eh rumliegt. Das mit der Enteignung hat ja damals nicht geklappt…
Aber heute musste ich einem Link ja doch folgen, wollte die Story einfach nicht glauben. Die ominöse ‘Zeitung’ „fragte den prominenten Homosexuellen, Star-Figaro Udo Walz“. Ah ja, wir sind gespannt was folgt.
Jetzt werden also schon gewisse unangenehme Berliner Friseusen Experten in Sachen Homo-Aufklärung…
Aber, das Würgen geht noch weiter:
Walz erklärt in dem Artikel, er möge das Wort „schwul“ nicht, das klinge doch so vulgär. Um uns anschließend wörtlich aufzuklären „Die meisten denken dann gleich an Darkrooms und Analverkehr. Und ich kann Ihnen versichern, dass Homosexualität damit nichts – ausschließlich – zu tun hat.“
Ah ja!
Nicht mehr steigerungsfähig?
Aber natürlich doch!
Ob er denn verstehen könne, wenn Leute sich auch heute noch, auch in der Großstadt, darüber aufregen, wenn zwei Männer sich küssen, fragt natürlich ganz ohne böse Absicht die ‘Redakteurin’.
Und Walz antwortet brav, wie bestellt, „Ja, das stört mich nämlich auch.“
Und, fährt er bei der nächsten Gelegenheit fort, was er noch nicht mag, diese „speziellen Einrichtungen“, er meint für sexuelle Abenteuer.
Wie ekelig, sich küssende Männer. Und dann auch noch Analverkehr. Und Darkrooms, igitt igitt.
Aber, was ist denn Herr Walz, wenn er sich als schwul bezeichnet?
Na ja, eigentlich will ich das gar nicht wissen. Ich will nicht wissen, was Herr Walz wählt, wem er die Haare schneidet, und was er im Bett treibt.
Wie beunruhigend allerdings, dass Walz auch noch betont, er sei „ein sehr maskuliner Mann“. Ach, tatsächlich?
Wer’s nicht glauben will und die Würgegefühle nicht scheut: hier der Link .
Und wer nicht weiß, wer Herr Walz ist – seien Sie froh, muss man nicht wissen…
Und: DANKE an Nobbis Blog für den Hinweis…
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· gelesen: 2230 · heute: 4 · zuletzt: 2. September 2010
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Ach wie furchtbar! Da kann man mal sehen, was das permanente Inhalieren von Haarspray anrichten kann. Bedauernswert.
@ alf:
tja … schien ein klassischer fall von wahrnehmungsstörungen zu sein …