Bayern: JVA verweigert HIV-positivem Häftling Fortsetzung der Methadon-Therapie – Gericht: zurecht

Zahlreiche Medien greifen (erneut) das Thema Methadon-Vergabe in bayrischen haftanstalten auf. In der JVA Kaishaim wird einem HIV-positive Insassen von der Anstaltsleitung eine Fortsetzung seiner Methadon-Therapie verweigert. Die Verweigerung sei rechtens, entschied das Landgericht Augsburg auf Klage des Betroffenen. Rechtsbeschwerde ist eingelegt.

Die deutsche Aids-Hilfe hatte schon früher betont

„Die Substitution mit Ersatzstoffen wie Methadon wird in bayerischen Haftanstalten den meisten Häftlingen vorenthalten. Damit verstößt Bayern gegen die entsprechenden Richtlinien der Bundesärztekammer sowie gegen das Bayerische Strafvollzugsgesetz, nach dem Gefangene eine genauso gute Gesundheitsversorgung erhalten müssen wie Menschen in Freiheit.“

SZ 06.06.2012: Schwaben JVA verweigert Süchtigem den Drogenersatz
ondamaris 23.04.201: Deutsche AIDS-Hilfe: Bayern missachtet Rechte Gefangener

1 Gedanke zu „Bayern: JVA verweigert HIV-positivem Häftling Fortsetzung der Methadon-Therapie – Gericht: zurecht“

  1. Was soll man sonst anderes aus BAYERN erwarten. Da regieren ja auch schon seit Urzeiten ewig gestrige. Fortschritt gibt es halt wenn überhaupt sehr langsam, solange es nicht der Wirtschaft dient.
    Es erstaunt fast dass in Bayern Frauen wählen dürfen ;-(

Kommentare sind geschlossen.