Positive gehen mit Polizei gegen Positiven vor

Zu einem bemerkenswerten Polizei-Einsatz gegen einen HIV-Positiven in Berlin heute ein Gast-Kommentar von Michael:

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Positive gehen mit Polizei gegen Positiven vor

Am 20.06. 11.07.2011 fand im Café PositHiv das Positivenplenum der Berliner Aids-Hilfe (BAH) statt, besucht von fast 40 Mitgliedern und Nutzern von Angeboten der BAH.

In der Pause, zwischen einem Vortrag von Renate Künast und versuchter (aber mangels erzielter Mehrheiten gescheiterter) Neuwahl der Positivensprecher, tauchten 3 Polizisten am Versammlungsort auf. Sie waren herbeigerufen worden – vom wem? Vom teils persönlich anwesenden BAH-Vorstand ?, vom ebenfalls anwesenden HIV-Referenten der BAH ?, oder von einem der Betreiber des Café PositHiv ?

Diese drei Polizisten waren gerufen worden, um ein Hausverbot gegen einen auf diesem Positivenplenum anwesenden HIV-Positiven und ehemaligen Positivensprecher durchsetzen. Und dies taten sie auch. Er, der bis zu diesem Zeitpunkt an diesem Plenum ohne Störungen und friedlich teilgenommen hatte, ging erst, nachdem die Polizisten ihm Gewalt angedroht hatten. Der Großteil der Anwesenden kümmerte sich überhaupt nicht darum und benahm sich so, als sei ein solcher Vorgang ganz normal.

Dieser Positive wurde letztes Jahr vom Plenum der Berliner HIV-Positiven zum Positivensprecher gewählt. Er wurde dann aber nach wenigen Wochen Tätigkeit als Positivensprecher aus der BAH ausgeschlossen, weil – wie ich hörte – er unter seinem Pseudonym Mitglied wurde und der Vorstand sich getäuscht fühlte.So jedenfalls sei die offizielle Begründung. Dieser ehemalige Positivensprecher erhielt daraufhin sogar Hausverbot für die BAH. Dieses Hausverbot wurde nun wohl im Café PositiHiv (einer Einrichtung der BAH) mit Hilfe der Polizei durchgesetzt.

Ein Vorgang, den ich als Skandal empfinde.

Erstens sollte sich jeder Positive schämen, der Polizei gegen einen anderen Positiven einsetzen läßt. Diese Polizei hat schon Positive verhaftet, weil sie angeblich willentlich andere infiziert hätten. Eine solche Kraft hat in Versammlungen von Positiven positiv nichts zu suchen.

Zweitens, ist es Ausdruck der – auch von uns selbst – so oft eingeforderten Solidarität, einen von uns, einen HIV-Positiven aus einen Positiven-Plenum auszuschließen? Wie geht das zusammen? Wie viel Kritik und andere Meinung halten wir aus? (Zumal die betreffende Person sich während des Plenums völlig friedfertig verhielt).

Als skandalös empfinde ich auch, dass der Großteil der Anwesenden einfach herum stand, alles geschehen ließ und nicht eingriff. Als nach der Pause ein Anwesender ironisch dazu aufrief, einfach einen der Polizisten zum Versammlungsleiter zu machen, gab es auch dazu keine Reaktion.

Die betreffende Person hatte Hausverbot, war aus dem Verein ausgeschlossen worden. Zu dem Plenum haben auch Nicht-Mitglieder Zutritt, bleibt also das Haus-Verbot. Was für mich die Frage aufwirft: was berechtigt eine Organisation, die für Menschen mit HIV arbeitet und sich einsetzt, einem solchen Hausverbot zu erteilen? Hat er „goldene Löffel geklaut“? Ich glaube kaum. Hat er Gewalt in der BAH ausgeübt, sich sexistisch, nazistisch verhalten? Soweit ich weiß, auch nicht.
Ich höre, er habe ein Pseudonym benutzt im Mitgliedsantrag, dies sei der Grund des Ausschlusses. Nun, sollte nicht jede/r Positive wissen, in welchem ‚diskriminierungsfreundlichen‘ Land er/sie hier lebt? Kann ein Pseudonym nicht ein legitimes Mittel sein, sich zu schützen? Stand nicht bisher auch Aidshilfe oft ein für das Recht auf Anonymität?
Oder gab es ganz andere Gründe hinter dem Hausverbot? Ich höre Gerüchte, er sei halt sehr aktiv gewesen, habe sich mit möglichen Durchstechereien und Vetternwirtschaft auseinander gesetzt. Nun, Transparenz – hatten wir sie nicht selbst immer wieder gefordert?

Was ist mit einer AIDShilfe los, die mit Polizei gegen einen Positiven vorgeht?
Kann es ein Positiven-Plenum hinnehmen, dass gegen eines ihrer eigenen Mitglieder mit Polizei vorgegangen wird?
Ich frage mich, wenn wir dieses hinnehmen, wird dann bald auch die Polizei ins Positivenplenum gerufen, um nichtdeutsche Positive ohne Papiere abschieben zu lassen?

Ich empfinde dies alles als einen äußerst abstoßenden Vorgang.
Und das bisherige weitestgehende Schweigen der Positiven hierüber bedrückt mich.

Mir stellt sich hier die Frage: Was soll überhaupt noch ein Positivenplenum dieser Art? Welche Interessen vertritt es?

Sehr zornig

Michael

59 Gedanken zu „Positive gehen mit Polizei gegen Positiven vor“

  1. Wie wärs, wenn man richtig recherchieren würde? Meines Wissens war das Pseudonym nicht der einzige Grund für das Hausverbot. Hier würde ich mich eine Stellungnahme des BAH-Vorstands wünschen.

  2. wo ist der skandal? gerüchte, vermutungen, hörensagen…bild könnte das nicht besser aufbauschen.

  3. Wo der Skandal ist???
    Der Skandal ist, dass die BAH den vom Plenum der Berliner HIV-Positiven gewählten Positivensprecher ausschließt. Wie ist das mit dem Selbstverständnis der Aidshilfen als SELBSTHILFEORGANISATION in Übereinstimmung zu bringen.
    Der Skandal ist, dass die BAH bis heute für ihr Verhalten keinen wirklich nachvollziehbare Begründung geliefert hat.
    Der Skandal ist, dass die Berliner HIV-Positiven (vertreten durch das Plenum) sich dermaßen von der (eigentlich) sie vertretenden Organisation bevormunden und abwatschen lässt.
    Der Skandal ist, dass Menschen einen Polizeieinsatz gegen einen sich friedlich verhaltenden Mitmanschen ohne mit der Wimper zu zucken hinnehmen.
    Der Skandal ist, das Leute sich nicht entblöden zu fragen, wo der Skandal ist.

  4. es macht einem sprachlos und wütend.
    was sollen wir mit so einer aidshilfe noch gemeinsam haben.
    selbst wenn alles nur gerüchte sind,ich sehe die polizeinicht als meinen freund.
    die polizei hat in den räumen der aidshilfe und in positivencafe´s nichts zu suchen.
    „komm zur selbsthilfe,dort werde sie geholfen und wenn´s mit polizeigewalt ist“
    lg O.

  5. Lieber Michael,
    Du hast Recht, es gibt mehr als einen Grund bei dieser Geschichte empört zu sein.
    Nur: warum veröffentlichst Du einen Text voller Vermutungen, Annahmen, Eventualitäten?
    Ich bin sicher, dass Du es gut gemeint hast – es klingt in Deinen Zeilen durch.
    Nur: mit solchen vagen Details wirst Du der Geschichte nicht gerecht und schon garnicht der Sache die Du, mit Recht, verteidigst. War es so schwer, dies in Klare, Gültige, zu übertragen? Das Ungefähre ist, einmal geschrieben, immer gefährlich.

    Darf ich an eine Binsenwahrheit erinnern:
    solange wir uns bei Dingen , die uns betreffen, nicht klar, deutlich und überzeugend ausdrücken und handfeste Mitteilungen weitergeben, schneiden wir uns ins eigene Fleisch.
    Nicht böse sein für diese gut gemeinten Worte. Und; vielleicht gestattet Ulli eine spätere Klarstellung?

  6. lieber michael,
    auch ich habe am 11.7. (nicht 20.6.) den vorgang erlebt. ich habe freund_innen darauf aufmerksam gemacht, aber mich nicht eingemischt. warum?
    offenkundig gibt es eine vorgeschichte. der bah-vorstand hat die gründe für sein hausverbot nicht öffentlich dokumentiert – das ist misslich (ich persönlich halte das hausverbot für überzogen, aber um meine ansicht geht es hier nicht).
    die davon betroffene person hat aber auch wenig (oder gar nichts?) unternommen, zur transparenz der gründe beizutragen. angebote zur unterstützung seitens der danach neu gewählten bah-posisprecher_innen u. a. wurden ausgeschlagen, kommunikation mit immer mehr – gerade auch bah-kritischen – menschen abgebrochen bzw. verweigert. für mich ist aktuell nicht erkennbar, dass das erscheinen zum posiplenum einer teilnahme oder gar konstruktiven mitwirkung dient – ich habe den eindruck, es geht um das erzielte ergebnis: die exekutierung des hausverbots, z. b. zwecks öffentlicher vorführung derjenigen, die mitwirken. insofern interessiert mich der vorgang nicht – und die rolle der polizei möchte ich auch nicht an einem derart ungeeigneten beispiel problematisieren, sondern in wirklich wichtigen fällen („wehret den anfängen“ finde ich hier nicht passend!).
    du fragst nach solidarität? dazu sagt michèle meyer auf ondamaris:
    „Solidarität verlangt Empathie und vielleicht auch immer wieder gemeinsames Aushandeln von Zielen und Haltungen. Ob uns das fehlt?“
    das gemeinsame aushandeln von zielen und haltungen wäre an dem von dir geschilderten beispiel möglich, aber die vom hausverbot betroffene person verweigert die mitwirkung an solchen prozessen – wie nun verfahren? ich weiss dafür keine lösung.
    natürlich ist das hausverbot ein skandal, ebenso vieles weitere an und in der bah, wie der – leider gescheiterte – versuch einer wirksamen selbstorganisation und interessenvertretung von menschen mit hiv in und mit der bah seit 2009 zeigte. das ist ein generelles und viel größeres problem als einzelne erscheinungszeichen wie ein hausverbot – doch die meisten nutzer_innen von bah-angeboten ziehen es vor, sich mit derart unappetitlicher machtpolitik in- und außerhalb des vereins möglichst wenig zu beschäftigen.
    du fragst, welche interessen das bah-posiplenum vertritt? das ist jeweils abhängig von den mitwirkenden: nachdem sich immer mehr menschen unzufrieden oder voll ekel abgewendet haben, wird es wohl künftig kaum noch etwas anderes vertreten, als dem bah-vorstand genehm ist – eine alibifunktion also. und wer dazu bereit ist, zeigt natürlich auch keinen widerspruch gegen dessen hausverbote. das stück vom 11.7. könnte also künftig – mitwirkung beider beteiligten seiten – weiterhin aufgeführt werden.
    so berechtigt auch alle weiteren deiner fragen mir erscheinen – ich halte das hausverbotsthema für keinen geeigneten aufhänger, interne diskussionen unter uns positiven voranzutreiben, sorry!

  7. Anmerkung ondamaris zum Kommentar # 8

    Ich habe aus dem Kommentar einige Passagen entfernen müssen. Die entsprechenden Stellen sind durch [ … Passage entfernt, ondamaris] gekennzeichnet. Diese enthielten Behauptungen, die für mich nicht verifizierbar sind, jedoch potentiell strafrechtlich relevant sein können oder mich als Herausgeber in Konflikt mit dem Medienrecht bringen können.

    Ich weise darauf hin, dass ondamaris nicht für Inhalte externer Links haftet.

    Rückfragen zu Kommentar #8 bitte direkt an den Autor des Kommentars.

    Ulrich Würdemann

    Ergänzung 13.04.2013:
    auf Bitten der betreffenden Person die Ihren Namen nicht mehr genannt haben möchte habe ich heute mehrere ihrer Kommentare aus diesem Thread entfernt
    UW

  8. da scheint es eine band zwischen vorstand und geschäftsführung zu geben das sich gegenseitig bedingt. kommt mir bekannt vor . . .hier wo ich wohne ist es ähnlich.

    der vorstand ist geschäftsführer genehm und vice versa. unter dem strich heißt das . . . .
    das erst mal alle kritischen hintregragstellenden mitglieder mittlerweile aus dem verein gegangen – auch worden – sind mit dem ergebnis das jetzt nur noch die nicker da sitzen.

    ich meine man muß das mal profilneurotisch sehen . . . der vorstand „hier kommt kurt. . . i am a really something“ und die geschäftsführung“ stößchen prößterchen stößchen“ bauchmiezeln sich nicht nur gegenseitig sondern sie lieben es sich in ihrer position – in ihrem status zu sonnen . . .

    das der inhalt – die aufgaben einer ah wie s mal angedacht war reduziert, auf ein minimum beschränkt oder gar nicht mehr wahrgenommen wird is da nur die folge.

    wo frage ich würde die eine oder andere geschäftsführung so n geiles gehalt bekommen? von nem job wenn man sie gehen würde ganz zu schweigen. ich hatte mal n kollegen in der bank der war der hammer:
    Look wichtig do nothing . .

    das dann menschen mit hiv die auf hilfe im alltag angewiesen sind auf der strecke bleiben . . . who the fuck cares . . .

  9. in Kommentar #8 ist die AGB+ angesprochen.

    In diesem Kontext vielleicht für Interessierte die Information, dass die AGB+ (Arbeitsgemeinschaft Berliner Positiver), wie zu hören ist, am
    30. August 2011
    um 19:00 Uhr
    im Café PositHiv (Berlin)
    zu einem Arbeitstreffen zusammen kommt. Diskutiert werden solle, welche Form es in Zukunft für die Interessenvertretung HIV-Positiver in Berlin geben solle.

  10. Das ThemaSolidarität und besonders dieser Satz “Solidarität verlangt Empathie und vielleicht auch immer wieder gemeinsames Aushandeln von Zielen und Haltungen. Ob uns das fehlt?” geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

    „gemeinsames Aushandeln . . . . .GEMEINSAM . . . Was heißt gemeinsam? Eine Anzahl von Menschen setzen sich zusammen um zusammen – gemeinsam . . . Alle Menschen – HIV Positive? oder nur ein par wenige die sich treffenumf für ALLE ? etwas auszuhandeln? zusammen etwas besprechen?

    Tut mir leid liebe Leute aber so langsam bekomme ich das schlichte kotzen. Manchmal frage ich mich auf welcher Ebene da gedacht – kommuniziert wird?

    Die Nida Rümelins und Sloterdijks wälzen da auf einer hoch intellektuellen Ebene philosophische Konzepte während Einzelne HIV Positive zu Hause sitzen und nicht wissen wie sie ihren Einkauf oder den Gang zum Arzt geregelt bekommen weil sie keine Treppen mehr mehr steigen können, nicht die 3 Stufen in einen Zug einsteigen können um zum nächsten Arzttermin zu fahren. AIDS Hilfen ziehen sich aus der praktischen Arbeit raus oder selektieren wer Ihnen genehm ist oder nicht, entscheiden wer ein guter Nicker äh HIV Positiver ist und wer nicht.

    Sowas kotzt mich dermaßen an das könnt ihr Euch nicht vorstellen.

  11. Schaon mal drüber nachgedacht, dass es auch HIV- positive Polizisten geben könnte, in diesem unserem Lande?
    Sollen diese sich dann an eine eigene Polizisten-Aidshilfe wenden oder wie darf ich Sätze wie diesen hier verstehen: „Erstens sollte sich jeder Positive schämen, der Polizei gegen einen anderen Positiven einsetzen läßt. Diese Polizei hat schon Positive verhaftet, weil sie angeblich willentlich andere infiziert hätten. Eine solche Kraft hat in Versammlungen von Positiven positiv nichts zu suchen.“
    Mag ja sein, dass in diesem Fall die Benachrichtigung der Polizei weder geschickt noch nötig gewesen war (ich habe keinerlei Ahnung von den Zusammenhängen, sie sind mir im Übrigen auch nicht durch die Stellungnahme des Herrn Xxxxxx deulich geworden, doch das ist eine andere Geschichte.)
    Doch derart feindlich gegen eine Berufsgrupe vorzugehen, als Menschen die doch so viel Wert auf ach so viel Gleichberechtigung und Tolleranz legen, halte ich weiß Gott für mehr als vermessen.

    Wer mir nun sagen will, ich hätte schließlich nie erlebt, wie heftig der ein oder andere Polizist in der Lage ist seine „Pflicht“ zu erfüllen, dem soll gesagt sein: „Ich habe mehr als so mach einer Grund, Polizisten eher zu meiden oder zumindest kritisch zu begenen, doch ich möchte schließlich auch nicht, dass allen Drogenabhängigen, Schwulen oder schlicht allen HIV-Kranken mit Vorurteilen begegnet wird!“

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  12. Die Haltung der Berliner Aids-Hilfe zum „Fall Dan Wertheim“ zeigt eindeutig, wie sehr sie an ihre Grenze gestoßen ist. Wohlbemerkt Grenzen, die seit Jahren immer enger gezogen wurden und offensichtlich nun keinen Raum mehr für aktive und innovative Ideen von außen hat. Da wird verklientilisiert und „diagnostisch“ argumentiert und erklärt warum alles so ist wie es ist, was das Zeug hält.
    Und sind wir Positiven besser? Alle die sich Aktivist/innen nennen, wollen (vielleicht) auch eine bessere Welt für uns. Wir alle reden immer von politischer Teilhabe! Es klappt ja schon nicht mal untereinander. Da werden Mißtrauensvoten ausgesprochen, abgewählt, rausgemoppt, und keiner traut dem anderen! So sind wir untereinander uneins und jede Gruppe, die die Veränderungen nicht mehr hinnehmen wollen, kochen ihr eigenes Süppchen. Macht uns das jetzt besser als die BAH, die Hausverbote ausspricht, die nicht nachvollziehbar sind? Nein! ! „Dan“ wurde von den eigenen Leuten gechasst, indem sie ihn erst in seiner Meinung ein Pseudonym zu benutzen unterstützten und später so taten als hätten sie von nichts gewußt! Wunderbar! Da verlasse ich mich doch lieber auf mich und vertrete mich selbst.

  13. betrifft.11.6.2011 im caffe positiv.
    ich war besucher mit weiteren 4 freunden an diesem abend.das mit der polizei ist ja schon der hammer aber wer hat den danach nochmitbekommen was dann noch abging.
    ich scheme mich so dort gewehsen zu sein.und habe mich bei meinen freunden entschuldiegt das ich sie gebeten habe mit zukommen.
    nicht nur das mann sich gegenseitieg die polizei auf den hals schicken wollte,wurde noch so laut geredet das,es selbst auf dem innenhof zuhören war.und die wörter möchte ich hir nicht wiederhollen.
    selbst ein vorstand mitglied der BAH greift nicht ein,sondern mann hört auf dem hof „das nächste mal schaffen wir das“
    ich als betroffener kann nur sagen,das vertrauen und die glaubwürdiegkeit der leute von der BAH(die anwesend waren)ist dahin.und das schlimme ist,die wollen positivensprecher werden und das schon x mal .
    schade um die verschwändeten tausende subwensionsgelder.

  14. @ fallada:
    Ich bin generell gegen Polizeipräsenz bei Selbsthilfeorganisationen.(Polizei als Organisation).
    Das hat nichts damit zu tun, daß positive Polizisten als Positive, nicht als Polizisten, zur AIDS-Hilfe gehen.
    @Manfred: Das, was ich selbst gesehen habe, steht im Indikativ. Alles Andere finde ich schwer nachzuvollziehen, weil mir immer noch viele Informationen fehlen. Darum und auch aus Rücksicht auf den Herausgeber habe ich vorsichtig formuliert.
    @Dieter: Es gibt prinzipielle Fragen und Grundsätze. Für mich ist keine Polizeipräsenz im oben beschriebenen Sinne ein Grundsatz, der nicht aus taktischen Überlegungen ( Jörg ist/war unkooperativ etc,)über Bord geworfen werden darf. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob man/frau Jörgs Auffassungen in dieser oder jener oder allen oder keiner Frage teilt. Nicht Jörg hat die Polizei gerufen, sondern ein Vertreter der BAH.

  15. Es hilft sicherlich nicht weiter, die Durchsetzung des Hausverbots zu skandalisieren. Es ist selbstverständlich das Recht der BAH, Hausverbote zu erteilen und durchzusetzen. Geschickter wäre es sicherlich, die Gründe zu benennen. Wobei ich nicht weiß, ob das nicht längst geschehen ist.
    Die obigen Beiträge machen aber deutlich, wie zerrissen und unsolidarisch sich das Plenum an diesem Abend darstellte. Ein wirklich lausiges Bild. Zwei unversöhnlich sich neutralisierende Gruppen, die keine Diskussionsebene mehr finden. Dabei habe ich die Inhalte vermisst. Nicht zum ersten Mal. Vielmehr scheint es um einen Machtkampf gegen die BAH zu gehen, wobei die gewetzten Messer offen auf dem Tisch liegen.
    So wird das nichts. Gefordert ist eine konstruktive Auseinandersetzung mit offenem Ausgang (auch mit den Akteuren der BAH!). Vielleicht sogar eine Konsensbildung. Davon scheint das Plenum weit entfernt.
    Ein (selbst-)kritischer Diskurs der Teilnehmenden über Inhalt und Ziele des Plenums tut NOT.

  16. @ Michael:Nun, ich bin ein Kind der Siebziger und habe daher sozusagen mit der Muttermilch eine Antipatie gegen die Polizei als Organisation eingeflößt bekommen. Doch im Laufe der Jahre begann ich mich zu fragen, was denn wäre ohne solch eine Organisation, die selbst das Recht seine Meinung, gegen sie selbst, kund zu tun vertritt!?
    In den letzten Jahren jedoch merke ich, dass noch immer, ähnlich wie zu Zeiten der raf, das Feindbild „Polizei“ geschürt wird. Offenbar haben nicht alle eine Entwicklung mitgemacht oder es ist einfacher in den alten Denkstrukturen verhaftet zu bleiben?
    Dabei gibt es dort doch ebensolche gutmütigen wie auch böswilligen Trottel wie in den „Führungsliegen“ der AIDS-, Drogen- oder anderer (Selbst) -hilfen. Ich möchte es mir und anderen einfach nicht mehr so leicht machen sich eines wie auch immer gearteten Feindbildes zu bedienen.

    Xxxxx: Ich kann mir durchaus vorstellen, wie machtlos man sich in einer solchen Situation fühlt, zumal es eine völlig überzogene Maßnahme wäre, einem Menschen, der sich unter einem Pseudonym wählen lässt, nicht nur des „Postens“ zu entheben, sondern auch noch „Hausverbot“ gegen ihn zu verhängen.
    Sollte es zutreffen, dass dies der einzige Grund und nichts anderes vorgefallen war, wie beispielsweise heftige verbale Attaken oder Handgreiflichkeiten, so frage ich mich ernsthaft, inwieweit solch eine Vorgehensweise von einem gemeinnützigen Verein, der durch Steuergelder mitgetragen wird, rechtens ist .

    Und selbst wenn es rechtens war, so lag es doch in der Macht des Vorstands, es an diesem Tag nicht durchzusetzen, schon gar nicht mit dem (scheinbar) überzogenen Ruf nach der Polizei…

    Allerdings muss ich Ihnen in einem Punkt widersprechen:
    „Der Tatbestand eines Hausfriedenbruchs wäre auch nicht erfüllt gewesen, da ich keinen Widerstand geleistet habe.“
    Dies stimmt so nicht ganz. Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs war in dem Moment erfüllt, in dem sie das Eigentum der BHA betreten haben.

    Doch das tut nicht wirklich was zur Sache. Man könnte höchtens eine klitze-ize-kleine positive Geste der BHA herauslesen, Sie letzendlich nicht angezeigt zu haben. *bitterlach

    alivenkickn: „Die (…) wälzen da auf einer hoch intellektuellen Ebene philosophische Konzepte während Einzelne HIV Positive zu Hause sitzen und nicht wissen wie sie ihren Einkauf oder den Gang zum Arzt geregelt bekommen weil sie keine Treppen mehr mehr steigen können, nicht die 3 Stufen in einen Zug einsteigen können um zum nächsten Arzttermin zu fahren. AIDS Hilfen ziehen sich aus der praktischen Arbeit raus oder selektieren wer Ihnen genehm ist oder nicht“
    Das möchte ich von ganzem Herzen unterstreichen.

    Mich stört außerdem, dass sich offensichtlich einige Leute dazu berufen fühlen, sich gegenseitig intellektuell zu übertreffen. Was ist das Ganze, ein Club gescheiterter (oder auch nicht) Akademiker? Oder eine Hilfe für ALLE HIV-Positiven?
    Wenn es Zweiteres sein soll, so muss man sich fragen, was der normalgebildete, zudem oft kranke Mensch in der Lage ist zu lesen und zu verstehen, und sich nicht darin versuchen zu übertreffen, wissenschaftliche Themen oder Diskussionen auf hochintellektueller Ebene zu führen.
    So manch kluger Mensch würde sich wundern, WIE schwer es ist, Sätze einmal (wieder) so zu formulieren, dass sie selbst ein Mensch ohne Schulabschluss verstehen kann.

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  17. Xxxxx:
    Wenn ich versuche den link zu lesen, erscheint ein Hinweiß der besagt:
    —>“ Die eingebette Schrift „Syntax-Roman “ kann nur in Teilen wiedergegeben werden“.
    Dies ist gelinde gesagt untertrieben, denn alles was ich sehen kann, sind verschieden große Pünktchen^^

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  18. Hallo,

    ich bin seit 2 1/2 Jahren Betreiberin im Café PositHiv und habe noch am gleichen Tag/in der gleichen Nacht erfahren, was bei besagtem PosiPlenum bei uns im Haus los war.

    Wenn ich die Überschrift lese, wird mir schlecht. Das ist so eine aufgebauschte BILD-Scheiße (sorry), da kommt mir echt alles hoch. Soll das nun heißen, dass der positive Nachbar seinen anderen positiven Nachbarn nicht anzeigen darf, wenn dieser seine Fußmatte anzündet? Weil man als Positiver nun mal nicht gegen Positive vorgeht? Aber Negative dürfen gegen Negative vorgehen? Oder aber ist es nur den Positiven erlaubt, gegen Negative vorzugehen, weil Negative, die gegen Positive vorgingen, Diskriminierung wären?

    Wenn man sich für ein Ehrenamt bei der BAH entscheidet, wird man in einem groß angesetzten „Basistraining“ unter anderem über das Leitbild und die Regeln, Rechte und Pflichten der BAH informiert. Abschließend erklärt man sich per Unterschrift mit diesem Leitbild einverstanden und versichert, in seinem Ehrenamt nach diesem Leitbild zu arbeiten. Das haben auch wir alle vom Café PositHiv getan.
    Wenn nun die BAH ein Hausverbot erteilt, warum auch immer und an wen auch immer, dann müssen wir als Betreiber uns daran halten, Person XY nicht ins Haus zu lassen und, wenn sie sich dem widersetzt, die Polizei zu rufen. Im Beispiel: Würde die BAH meinem besten Freund ein Hausverbot erteilen, er würde trotzdem ins Café kommen und auf meine Bitte, das Haus zu verlassen, nicht reagieren, dann würde ich die Polizei rufen, auch, wenn es mir Leid oder weh täte und ich sicherlich einen so guten Freund nicht in die Pfanne hauen möchte.
    Wir werden von der BAH mitfinanziert, wir sind ein Teil der BAH, das haben sich die „Gründerväter des Café PositHiv“ so ausgesucht und diese Zusammenarbeit funktioniert. Seit über 20 Jahren gibt es das Café und wir arbeiten alle ehrenamtlich und gern dort, wir verdienen keinen einzigen Cent damit, wir kriegen nicht mal eine Aufwandsentschädigung, wie es andere Ehrenamtler bekämen, aber niemand beklagt sich, denn wir machen es freiwillig und gern.
    Mir ist bekannt, dass das Café nicht den besten Ruf hat. Das hat verschiedene Gründe und basiert wohl hauptsächlich aus Gerüchten, die in die Welt gesetzt und dann aufgebauscht wurden. Ich kann euch nur sagen, dass ich mich im Café sehr wohl fühle, das ich dort mehr als gern arbeite und auch unsere Gäste sich gern im Café aufhalten. Wir bieten Getränke und frisch gekochte Speisen zu einem kleinen Preis an, damit jeder es sich leisten kann. Wir bemühen uns um einen abwechslungsreichen Speiseplan und jeder Betreiber bringt mit seinem Dienst eine persönliche Note mit ein. Der eine macht eine besondere Musik an, der nächste dekoriert den Laden mit Kerzen und Blumen und wieder ein anderer besticht vielleicht durch seinen besonderen Charme. Wir alle legen Herzblut in die Sache und es tut weh, zu lesen oder zu hören, wie über das Café hergezogen wird, vor allem, wenn es so falsch ist wie diese Geschichte hier.
    Mein Kollege hat die Polizei gerufen, weil er musste und nicht, weil er wollte. Es ging hier nicht um Jörg persönlich, sondern allein darum, dass jemand ein Hausverbot gebrochen hat.
    Dass es so dargestellt wird, als sei ein Positiver aus dem Café PositHiv geworfen worden, mit Polizeigewalt, von einem Positiven aus dem Café-Team, finde ich unter aller Sau. Ich hätte gerne mal eure Überschrift gesehen, wenn ich die Polizei gerufen hätte. Ich bin nämlich negativ bzw ungetestet und hätte („trotzdem“) die Polizei gerufen, um jemanden, der ein Hausverbot bricht, entfernen zu lassen.

    Das Ganze sollte eine Sache zwischen Jörg und der BAH sein, aber es wird auf dem Rücken des Café PositHiv ausgetragen. Das finde ich einfach nicht fair.

    Danke fürs zu“hören“,

    Claudia, Café PositHiv Berlin

  19. @Claudia
    Es tut gut, in diesem „Diskurs“ eine vernünftige Stimme zu hören!
    Das Café ind dieser Weise anzugehen ist unverschämt.
    Gleiches gilt auch für die Mitarbeiter/innen der BAH, die alle gleich mit von den aufgebrachten Vollzeitpositiven in Sippenhaft genommen werden.
    Und richtig: Positive sind nicht besser aber auch nicht schlechter als alle Anderen. Es gibt keinen sachlichen Grund für jedes Verhalten Positiver eine Entschuldigung gleich mitzuliefern.
    Soziale Kompetenz scheint für einige (übrigens auch hier Aktive) im Planum keine Rolle zu spielen. Vielmehr wird es als Podium für ungezügelte Agressionen genutzt.
    Sehr schade.
    Ich wünsche euch einen gewaltfreien Tag!

  20. Ich kenne leider die genauen Hintergründe des vorangegangen Konfliktes nicht. Ich muß allerdings einfach feststellen, dass die Verantwortlichen der BAH offensichtlich nicht Willens oder in der Lage sind, Konflikte verbal zu lösen. Jemanden anderer Meinung mit einem Hausverbot abzustrafen ist unter aller Sau! So wie ich es verstanden habe, hat der Betreffende nicht randaliert oder andere bösartige Dinge veranstaltet. Einen Positiven auf einer Positivenveranstaltung von der Polizei rausschmeissen zu lassen ist für mich als Betroffener allerunterste Schublade…um nicht zu sagen….unterirdisch. Zum Glück funktioniert meine AH da wesentlich besser. In der Berliner AH scheint ein Sumpf trocken gelegt werden zu müssen!

    Ich kann nur sagen, dass ich mich für die Herrschaften schäme!

  21. Vielleicht ist Michael etwas emotional an die Sache herangegangen, ich weiß es nicht. Ich war weder dabei noch bin ich oft Gast im Hause der BAH. Doch einen nicht ausgebildeten Schreiberling einen „Bild Zeitungs -Stil „vorzuwerfen, finde ich nicht fair.
    Mag sein, dass er über das Ziel hinausgeschossen ist und ich teile seine Ansicht auch nicht, als Positiver generell nicht gegen Positive mit Hilfe von Polizeigewalt vorgehen zu dürfen, (wäre ja der Hit, wenn ich nicht die Polzei holen dürfte, nur weil mir eben ein Positiver statt eines Negativen Gewalt angetan hat^^ Unter Zusammenhalt verstehe ich wahrlich anderes) doch jeder schreibt eben so, wie er / sie es vermag. Darauf kann man eingehen, es zerpflücken oder ignorieren, doch nicht generell Meinungsmache auf Boulevardzeitungsebene unterstellen.
    Schließlich hat er von Anfang an klar gemacht, vieles nur „gehört“ zu haben.
    Ich halte das für legitim, auch weil es eine Diskussion auslöst, die ansonsten nur als eine Art „Tratsch“ stattgefunden hätte.
    Es puplik zu machen gibt jedem die Möglichkeit, (auch jedem der Betoffenen), sich hierzu zu äußern. Es ist ein kleiner Anfang der eingefordeten „Transparenz“.

    Dass es nicht angenehm ist, sich für andere einzusetzen und schließlich den schwarzen Peter statt Anerkennung zugeschanzt zu bekommen, ist nachvollziehbar. Keiner bezweifelt, dass die Mitarbeiter des Cafes ihr Bestes geben und ich für meinen Teil weis ehrenamtliche Arbeit sehr zu schätzen. Ich leiste sie selbst , bin auch enttäuscht, wenn mein „Projekt“ Kritik erfährt.
    Andererseits wird man in einer Gruppe, egal welcher Couleur, schnell auch mal betriebsblind…

    Wenn Xxxxxxx gebeten wurde zu gehen und er dieser Aufforderung nicht nachkam, hätte es keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit dem Vorstand gegeben, der das Hausverbot erwirkt hat? Hätte man nicht noch einmal nachfragen können, ob es denn noch immer-selbst mit Polizeigewalt-durchgesetzt werden soll?
    Ich kann verstehen, dass man die Wünsche des Hausherrn umsetzen muss, wenn man „nur“ Angestellter ist, doch ich möchte bezweifeln, dass einem „guten Freund“ dies SO passiert wäre.
    Denn man hinterfragt ja noch (so hoffe ich^^), warum etwas so Drastisches erwirkt worden ist, und setzt nicht stupide alles um, was solch eine Leitung beschließt.

    Für mich stellt sich nun noch immer die Frage, ob das Hausverbot tatsächlich NUR wegen des Benutzen eines Pseudonyms erwirkt worden ist.

    Wenn ich versuche J.Ps link anzuklicken bekomme ich noch immer die gleiche Fehlermeldung, so dass es mir nicht möglich ist, mir eine objektivere Meinung zu bilden.

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  22. na ja die möglichkeit es bewußt auf das herbeirufen der polizei ankommen zu lassen damit diese ein hausverbot krfat ihrer polizeilichen legitimation umsetzen können – müssen das ist mit sicherheit nicht von der hand zu weisen. die wahrscheinlichkeit das dies so sein könnte liegt imo in der tatsache brgündet das da jamen anonym sich als sprecher hat aufstellen lassen.

    warum man diesen weg gewählt hat – und hier liegt das eigentliche problem – dürfte in mangelnder transparenz bzw bereitschft zur tranparenz/kommunkation seitens der bah zu finden sein.

    das claudia die contenance verliert is klar . . . eine krähe hackt der anderen kein auge aus . . . schließlich wer sie ex und wech würde sie kritik an ihrem arbeitgeber der bah üben. denn das so scheint es mir mag er nicht.

    in einem hat sie allerdings recht. hiv positiv zu sein sein ist kein freifahrtschein für irgendwas. ein arschloch zu sein ist nicht nur krankheitsunabhängig sondern bleibt und ist eines auch wenn er/sie hiv + ist.

  23. Hallo Claudia,
    Ich lese aus deinen Kommentaren viel Verletzheit. Verstehe aber nicht ganz warum.
    Ja, das ganze hat nun mal im Café stattgefunden, dann muss man das doch erwähnen,oder?
    Und der Titel, dermag ja ein wenig scharf formuliert sein, aber könnten damit nicht auch andere Beteiligte gemeint sein, nicht nur ihr Betreiber vom Café? Ich jedenfalls hab den Text bisher gar nicht als gegen das Café gerichtet empfunden.

  24. Zitat Fallada: „Doch einen nicht ausgebildeten Schreiberling einen “Bild Zeitungs -Stil “vorzuwerfen, finde ich nicht fair.“

    Der Titel „Positive gehen mit Polizei gegen Positiven vor“ ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen, hat nichts mit dem eigentlichen Konflikt zutun und stellt zudem alle beteiligten Akteure in ein Licht, in das sie nicht gehören! Und ich möchte es nochmals erwähnen, wir haben auch negative Betreiber im Team, ich gehöre dazu, und jeder der negativen Betreiber hätte auch die Polizei gerufen!

    Zitat Fallada: „Wenn Xxxxx gebeten wurde zu gehen und er dieser Aufforderung nicht nachkam, hätte es keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit dem Vorstand gegeben, der das Hausverbot erwirkt hat? Hätte man nicht noch einmal nachfragen können, ob es denn noch immer-selbst mit Polizeigewalt-durchgesetzt werden soll?“

    Der Betreiber hat Rücksprache mit Ulli Meurer gehalten, bevor er die Polizei gerufen hat. Ich verstehe nicht, warum du die Links nicht öffnen kannst, ich kann das ohne Probleme. Aus der Stellungnahme der BAH geht hervor, dass sie sich getäuscht fühlen und das Gefühl hatten, belegt durch diverse Beispiele, dass sie bewusst angegangen und in ein schlechtes, falsches Licht gerückt werden sollten. Wenn bei uns einer gegen das Team oder gegen das Café arbeitet, dann werfen wir ihn auch aus dem Team. Das ist überall so: Betriebsschädigendes Verhalten führt zur Kündigunug/Ausschluss.
    Wenn also die BAH so empfindet und deswegen ein Hausverbot aussprechen möchte, dann haben sie das Recht dazu und haben es in ihrer Stellungnahme ausreichend begründet. Davon kann der einzelne halten was er will, aber es ist nun mal so. Und wir vom Café PositHiv haben dieses Hausverbot mitzutragen, ob uns das passt oder nicht.
    In der Vergangenheit kam es immer mal wieder vor, dass jemand in den Räumlichkeiten der BAH Hausverbot bekam. Nicht häufig und ich habe es bisher einmal selbst miterlebt. Dieses Hausverbot haben wir im Team beschlossen und so etwas geschieht niemals willkürlich. Wenn jemand sich in unseren Räumen nicht an unsere Regeln hält, respektlos gegenüber dem Personal ist, mit Drogen dealt, Naziparolen singt oder oder oder, dann haben wir das Recht, ihm Hausverbot zu erteilen und ihm unser Angebot zu verwehren, obwohl er positiv ist und wir ein Team ua aus Positiven für Positive sind. Wir müssen uns nicht aus lauter Solidarität und Toleranz alles gefallen lassen, oder sehe ich das falsch?
    Nun hat Herr Xxxxx nichts getan, was für das Café schädlich gewesen wäre – jedenfalls nicht direkt – und es gäbe für uns als Team keinen Grund, ihm den Zutritt zu verwehren. Da wir aber zur BAH gehören und die Räumlichkeiten des Café PositHiv nun mal zur BAH gehören, gilt dieses von der BAH auferlegte Hausverbot nun mal auch bei uns.
    Dass die Polizei gerufen wurde ist der normale Gang, den man geht, wenn jemand sich gegen ein Hausverbot widersetzt und auch nach Aufforderung das Haus nicht verlassen möchte. Das ist bei uns so, bei McDonald’s, bei Aldi, im Karstadt und im Pornokino. Warum also diese Aufregung, dass die Polizei gerufen wurde? Was soll hier aufgebauscht werden? Wie brutal die BAH/das Café PositHiv zu armen hilfebedürftigen Positiven ist? Soll damit ein Negativbild verfestigt werden, welches der Wahrheit so nicht entspricht?

    Und immer wieder zu erwähnen, unser Sprecher hätte die Polizei gerufen: Das ist so richtig, er tat dies aber nicht in seiner Funktion als Sprecher, sondern als Betreiber. Jeder andere Betreiber „ohne Funktion“ hätte genauso gehandelt wie er. Unser Café hat keinen Chef oder Hauptamtler, aber wir wählen als Team einen Sprecher und einen Stellvertreter. Dieser Sprecher fungiert als Kommunikationsorgan zwischen BAH und Café, er trägt der BAH unsere Anliegen vor und umgekehrt. Dass Person X an diesem Tag anwesend war und die Polizei gerufen hat, hat, ich möchte es nochmals betonen, NICHTS damit zu tun, dass er Cafésprecher ist!

    Ich habe nichts gegen Jörg als Person und ich möchte auch nicht bewerten, wie ich empfinde, was da alles zwischen ihm und der BAH passiert. Ich finde es einfach gemein, unfair und falsch, dass das Café so unter diesem Kleinkrieg leiden muss. Wir haben Jörg nichts getan, er hat uns nichts getan, wir wollen ihm sicherlich nichts böses und die Polizei zu rufen war das letzte Mittel, das blieb, nachdem er freiwillig das Haus nicht verlassen wollte. Keiner von uns ist in der Position, sich gegen diese Vorschrift aufzulehnen, selbst, wenn das geschlossen mit allen Betreibern vom Café geschehen wäre und es hätte nichts daran geändert, dass die Polizei gerufen worden wäre. Das hätte dann wohl jemand aus der BAH getan.

    Ich finde es lachhaft, ein Fass aufzumachen, weil ein Positiver gegen einen Positiven die Polizei gerufen hat. So ist nunmal die Rechtslage bei Hausfriedensbruch und hat nichts mit Herkunft, Serostatus, Geschlecht, Alter oder Sexualität zu tun.

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  25. Nachtrag @alivenkickn: Ich habe keinesfalls die Contenance verloren sondern finde es schlichtweg unfair, dass ein Krieg zwischen Xxxxx und der BAH – und er hat ja nichts gegen das Café, sondern gegen die BAH! – auf dem Rücken des Café PositHiv ausgefochten wird.

    Hätte dieses PosiPlenum, so wie das kommende, in den Räumen des Mutterhauses stattgefunden, wäre er dort des Hauses verwiesen worden, notfalls eben auch mit Polizei“gewalt“, und niemand hätte das Café angesprochen. So sind nun wir vom Café die Bösen, die Positive aus unserem Haus mit der Polizei holen lassen. Sorry, aber: geht’s noch?

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  26. Wie unerträglich ist das denn? Erst seitenweise Rechtfertigungen zusammentexten warum jemand von der Polizei rausgeworfen wurde, um dann mit „wir waren das aber nicht“ das Gerechtfertigte abzustreiten.
    Aber gut zu wissen, dass sich das Cafe PositHiv mittlerweile mit seinem Angebot zwischen McDonalds und Pornokinos positioniert hat.

    Es ist nun schon bald Jahrzehnte her, dass sich Gründer und Mitarbeiter des Cafe PositHiv unter meinen Saufkumpanen befanden, aber Kommentare, wie die von Claudia, wären in den 90ern vollkommen unmöglich gewesen. Aber das Bürgertum war schon immer unerbittlich, wenn es darum ging, Opposition auszuschalten.
    Hauptsache Recht und Ordnung!

    “ … Er, der bis zu diesem Zeitpunkt an diesem Plenum ohne Störungen und friedlich teilgenommen hatte, … “

    “ … BILD-Scheiße … Fußmatte anzündet … Betriebsschädigendes Verhalten … respektlos … mit Drogen dealt … Naziparolen … “ uswusf

    Stonewall was a Riot!

    Der Grund für die Zurückweisung von Denunzition findet sich in der Geschichte der Homosexuellenverfolgung in der BRD. Google bietet dazu eine reiche Auswahl an Quellen. Und für die sichtlich geschichtsvergessenen Kommentatoren in Bezug auf Recht und Ordnung, auch wenn das Ansinnen des Bürgerlichen heute konträr dazu steht

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam

  27. LOL

    Es ist natürlich die Denunziation die zurückgewiesen wird. Nicht das sich noch etwaige mitlesende Theologen angesprochen fühlen.

  28. @Loellie: Findest du dich witzig?

    Unser Angebot ist weitaus umfangreicher, gesünder und frischer als das von McD, kannst gerne mal auf nen Dienstag vorbeikommen und dir das ansehen, da koche ich höchst selbst. Oder jetzt am Freitag vielleicht zum Abendessen? Da stehe ich zufällig auch in der Küche. ;o)

    Alles, was ich klarstellen will, ist, dass wir natürlich jeden bei uns herzlich willkommen heißen und nicht einfach so die Polizei rufen. Dieser Einsatz hatte seinen Grund.
    Wenn jemand ein Hausverbot hat, kann er so friedlich sein, wie er will. Er wurde gebeten, zu gehen, es hat sich widersetzt, die Polizei kam. Aber wenn du so engstirnig sein möchtest und dich auf eine Seite versteifen willst, weil sich in die alles gegen die BAH sträubt, dann bitte sehr, niemand zwingt dich, Angebote der BAH oder des Café PositHiv in Anspruch zu nehmen. Jedem steht es frei, auch zu Pluspunkt oä zu gehen, wenn ihm/ihr die BAH nicht passt.

    Jeder will hier ein kleiner Held sein und unbedingt einen Missstand aufdecken. Wenn ihr eine „schönere“, „bessere“ Aids-Hilfe haben wollt, dann hebt eure Hintern und engagiert euch. Vom Rumsitzen und Meckern, wie böse und doof doch die Welt ist, hat sich noch nichts verändert.

  29. So wie ich das es sehe, geht es bei der Diskussion gar nicht darum, dass die Polizei gerufen wurde, sondern dass die BAH ein Hausverbot erteilt hat. Das ist der eigentliche Stein des Anstoßes und ich finde, dass auch nur das dann Gegenstand der Diskussion sein sollte. Es sei dahin gestellt, ob der Blog von Ulli dafür den passenden Rahmen bietet.

    Beim Lesen der Kommentare verstehe ich einiges nicht. Einerseits wird ein Zusammenhalt zwischen Positiven angesprochen, andererseits schließen die zwei ehemaligen Positivensprecher eine Zusammenarbeit kategorisch aus. Der Titel lässt ein Ereignis ahnen, das so nicht statt gefunden hat. Es wird das Ausbleiben von Kommunikation beklagt, obwohl diese statt gefunden hat. Jörg wurde höflich aufgefordert zu gehen und er hat es verweigert. Er wusste von dem Hausverbot und hat die Situation eskalieren lassen. Und jetzt ist die BAH das Böse? Das verstehe ich nicht ganz und bei allem Respekt vor Aktivismus habe ich gelegentlich den Eindruck, dass einigen die Feindbilder ausgegangen sind und sich die überschüssige Energie in der einen oder anderen Fehlzündung entlädt.
    Dann wird Unverständnis darüber ausgedrückt, dass es bei dem Hausverbot um Unterdrückung eines Kritikers geht. Gleichzeitig werden die Passagen, in denen relevante Punkte dargestellt sind, von Ulli zensiert, weil sie möglicherweise strafrechtliche Relevanz haben. Wenn die BAH willkürlich handelt, warum muss Jörgs Eigendarstellung dann zensiert werden? Das einzige Dokument in dem Zusammenhang, das mir einen objektiven Blick ermöglicht, ist die Stellungnahme der DAH. Dort lese ich, dass sich jemand unter einem falschen Namen Zugang zu vertraulichen Daten verschafft hat. Das erweckt nicht grade mein Vertrauen.

    Zu Claudia: Vielen Dank für Deinen Einsatz :-)) Ich finde es toll, wie Du Dich engagierst und lass es Dir nicht madig machen 🙂
    Ich bin selbst bei der Frankfurter AIDS-Hilfe aktiv und sollte ich mit der Problematik konfrontiert sein, dass ein Gast sich während meines Dienstes nicht an die Hausordnung hält, gutes Zureden und höfliche Bitten nicht helfen, dann würde ich auch die Polizei um Unterstützung bitten. So wie ich es in jedem anderen Beruf, in dem ich Hausrecht oder eine Fürsorgepflicht ausübe, auch tun muss.

    Bei mir bleibt nach dem Lesen der bisherigen (und sicher auch der folgenden) Kommentare ein Geschmäckle hängen. Wieder mal. Leider.

    Lieben Gruß
    Oliver

  30. Ich finde mich nicht witzig sondern bin zutiefst erschüttert, und frage mich gerade, wie es mir gelungen ist, 25 Jahre Kneipe zu überleben, ohne auch nur ein einziges mal die Polizei rufen zu müssen.
    Und ich bitte um Verständnis, dass ich Ihre Einladug ausschlage, wenn Sie schon androhen, selbst bei besten Freunden in den Terminatormodus zu wechseln, will ich nicht wissen, zu was Sie bei Wildfremden fähig sind.
    Ausserdem, müsste ich, wollte ich Ihrer Einladung nachkommen, eine erhebliche Distanz überbrücken. Ich war Ende der 90er geistesgegenwärtig genug Berlin zu verlassen, um der sich anbahnenden Verbürgerlichung noch rechtzeitig zu entgehen.

    Engstirnig ist im Rahmen dieser Diskussion ein interessantes Adjektiv.

    „So ist nunmal die Rechtslage“

  31. Zitat Loellie: „Ich finde mich nicht witzig sondern bin zutiefst erschüttert, und frage mich gerade, wie es mir gelungen ist, 25 Jahre Kneipe zu überleben, ohne auch nur ein einziges mal die Polizei rufen zu müssen.
    Und ich bitte um Verständnis, dass ich Ihre Einladug ausschlage, wenn Sie schon androhen, selbst bei besten Freunden in den Terminatormodus zu wechseln, will ich nicht wissen, zu was Sie bei Wildfremden fähig sind.
    Ausserdem, müsste ich, wollte ich Ihrer Einladung nachkommen, eine erhebliche Distanz überbrücken. Ich war Ende der 90er geistesgegenwärtig genug Berlin zu verlassen, um der sich anbahnenden Verbürgerlichung noch rechtzeitig zu entgehen.“

    Das finde ich aber schade, dass ich dir Angst gemacht habe. Kommt nicht oft vor, dass jemand vor meiner 1,64m großen, 25jährigen Pracht Angst hat. Komisches neues Gefühl. ;o)

    Terminatormodus ist eine völlige Überspitzung dessen, was ich geschrieben und habe und aussagen wollte, das ist dir ganz sicherlich bewusst und ich lasse mich davon nicht provozieren. Es gibt Menschen, Tiere, Dinge, Belanglosigkeiten, die meine Aufmerksamkeit mehr fordern als das.

    Mit Berlin ist es ein bisschen so wie New York: „If I can make it there I’ll make it anywhere.“ Und wenn man es dort eben nicht schafft… na ja, den Umkehrschluss kriegst du sicherlich allein hin. ;o)

    @Oliver: Vielen vielen Dank für deinen Kommentar! Endlich habe ich hier mal das Gefühl, von einem intelligenten Menschen zu lesen, der nicht blind vor allem anderen nur auf die BAH hacken will, weil man etwas zum draufhacken haben will. Sollte es Missstände in unserem Mutterhaus geben und jemand hätte diese aufgedeckt, so möge er sich damit doch bitte auch an die entsprechenden Stellen wenden und so etwas dagegen unternehmen, anstatt haltlose Gerüchte über das Internet zu verstreuen. Anders ausgedrückt: Wenn ich sehe, dass Herr XY ein Auto aufbricht, rufe ich die Polizei und verbreite nicht im Internet, was Herr XY für ein böser böser Mann ist.

    Kindergarten… leider immer wieder Kindergarten.

    Ich verabschiede mich für heute ins Bett und werde mir die Nacht mit dem Gedanken vertreiben, wie ein hochwertiges Blog wie ondamaris, welches sogar prämiert wurde, dazu gekommen ist, so einen hetzerischen Müll zu verbreiten, basierend auf Vermutungen, Hörensagen und offenen Fragen. Wird dem Anspruch der Seite leider null gerecht.

    Gute Nacht! =)

  32. Das Nachtgebet für alle Gläubigen sei Besagten ans Herz gelegt

    Aids Hilfe die Du bist auf Erden,
    gepriesen sei Dein Tun.
    Dein Wort ist Gesetz.
    Dein Wille geschehe,
    In Berlin wie auch an anderen Orten.
    Und vergib uns unsere Unwissenheit,
    sei gnädig wenn wir murren.
    Befreie uns von Unserer Unwissenheit
    und beglücke uns mit Eurer Weisheit.
    Denn Ihr seid Allmächtig, Allwissend oh Herrlichkeit in Ewigkeit.

    ZifixLuja sag i

  33. Es ist immer ein Skandal, wenn weggeschaut wird, egal wo, wann und warum es passiert!
    Es ist für mich aber auch nicht in Ordnung, wenn sich jemand um das (Ehren-) Amt des Positivensprechers in einer Aidshilfe (sollte das in einer Aidshilfe nicht überflüssig sein?) unter einem Pseusonym verbirgt. Was hat er denn zu verbergen gehabt??? Nur seinen wahren Namen? Als Positivensprecher hat er auch eine Funktion, in der AH wie in der Öffentlichkeit. Und er hat grundsätzlich auch das Vertrauen der Wählenden verdient. Das aber nur, wenn er selber sich nicht versteckt (Pseudonym).

  34. Auch ich danke Claudia, für ihren Einsatz, von dem ich ausgehe, dass er sehr zeitaufwändig und anstrengend ist. Andererseits bekommt man auch eine Menge zurück, meiner Erfahrung nach.
    Was ich nicht verstehe ist ihre Agression, wo es doch im Grunde gar nicht um sie und ihr vorgehen geht. Doch wenn wir DARÜBER diskutieren wollen, so bin ich noch immer der Meinung, dass ihr sehr wohl eine Wahl blieb. Schließlich hat J.P wohl eben nicht gegen Richtlinien verstoßen, die ein unbedingtes halndeln erforderlich machten, weil Leib und Leben oder Ehre der Anwesenden gefärdet, durch Drogenverstöße, Naziparolen oder Respektlosigkeit gegenüber dem Personal.
    Auch das ehrenamtliche Arbeiten in einer Selbsthilfeorganisation ist gerade Grund genau hinzuschaun, wenn Einzelne ausgeschlossen werden, es könnte evt. einen selbst auch treffen.
    Äußerungen wie: Geht’s noch?!“ lassen mich stutzig werden. Wieso so agressiv Claudia? Ich habe nur Fragen gestellt, wenn du mir sagt, es sei nicht möglich gewesen, oder aus Deiner Sicht nicht nötig, nochmal drüber nachzudenken und anders zu handeln, dann muss ich das so hinnehmen.

    Ein kleinwenig Einlenken, ein kleinwenig Selbstkritik würde jedem von uns gutun. Mehr wird auch von der BAH hier nicht gefordert, soweit ich dies erkennen konnte.
    Und um gleich damit zu beginnen: Ich bin eine rechte Niete was den Umgang mit PCs anbelangt, mag sein, dass es an Einstellungen meines PCs liegt, den link von Jörg P. nicht öffnen zu können

    @Oliver“So wie ich das es sehe, geht es bei der Diskussion gar nicht darum, dass die Polizei gerufen wurde, sondern dass die BAH ein Hausverbot erteilt hat. Das ist der eigentliche Stein des Anstoßes und ich finde, dass auch nur das dann Gegenstand der Diskussion sein sollte. Es sei dahin gestellt, ob der Blog von Ulli dafür den passenden Rahmen bietet.“
    Warum nicht? Einige positive Mitmenschen sind aus unterschiedlichen Gründen schlecht in der Lage zu Veranstaltungen zu gehen. Sie sind durch solche Blogs und Diskussionen zumindest nicht ausgeschlossen 😉

  35. Ups, etwas früh abgeschickt, bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen…*hüstel

    Ziatat @ Claudia: „Kindergarten… leider immer wieder Kindergarten.“…dazu trägst du leider maßgeblich bei, indem du verbal zynisch und ironisch um dich schlägt. DAS wird dieser Seite in der Tat nicht gerecht und lässt auch nicht gerade auf erwachsenes Verhalten schließen.
    Sry, bei allem Rspekt gegenüber Deiner Arbeit!

  36. Ich sage nicht, dass die BAH frei von Fehlern ist. Ich sage auch nicht, dass man die Augen und Ohren verschließen soll, wenn etwas falsch läuft und ich bin die letzte, die jemandem den Mund verbieten will, der seine Meinung äußert.

    Aber erklärt mir: Warum werden diese Meinungen und Vorwürfe nicht direkt an die BAH gerichtet, sondern im Internet breitgetreten? Warum informiert man sich nicht selbst direkt bei der BAH, sondern stützt sich lieber auf Erzählungen und Behauptungen anderer? Warum zeigt man aufgedeckte Missstände in Datenschutz oder Veruntreuung von Geldern nicht bei der Polizei an, wenn man meint, so etwas aufgedeckt zu haben?

    Ich kann euch das beantworten: Weil es immer leichter ist und mehr Spaß macht, auf anderen rumzuhacken. Das ist etwas, was ich häufig beobachte: Immer auf die anderen drauf, weil es schön von den eigenen Fehlern ablenkt.

    Natürlich hätte ich, wäre ich dort gewesen, eine Wahl gehabt. Polizei rufen oder nicht rufen. Letzteres hätte dazu geführt, dass ich aus der BAH und dem Café-Team geflogen wäre. Bumms. Und das soll ich riskieren, für jemanden, den ich kaum kenne, von dem ich nicht genau weiß, was er denn nun wirklich getan hat, bei dem ich mir nicht sicher bin, was von ihm wirklich „herausgefunden“ wurde und was nur dazu dient, irgendeine Hetze anzutreiben, um die BAH in ein schlechtes Licht zu stellen, vielleicht sogar zu zerstören? Ich schätze Jörg und er hat mir versucht, vieles nahe zu bringen, zu erklären. Darum habe ich ihn gebeten und ich bin ihm dankbar für Informationen und offene Worte. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich für ihn nicht in die Schlacht springen werde. Das ist nicht meine Schlacht.

    Die BAH fühlt sich getäuscht, ausspioniert, betrogen, ihre Arbeit wurde blockiert, unmöglich gemacht, durch das agieren einer einzigen Person. Dass sie so etwas nicht dulden wollen, ist sicherlich nachvollziehbar. Natürlich muss eine Aids-Hilfe sich Kritik anhören und sich dieser stellen, aber das muss man nicht mit so einem Krieg tun. Wer schreit hat Recht?

    Ihr wollt, dass die BAH für euch da ist, sich um eure Belange kümmert, den Positiven hilft, so, wie es mal gedacht war? Dann hört auf, gegen die BAH zu kämpfen, sondern bemüht euch für ein Miteinander. Das bringt einen weiter, als immer nur nach den Fehlern des Gegenübers zu suchen und zu versuchen, ihn damit auszustechen. Das bringt wirklich niemanden weiter.

    Positive soll(t)en zusammenhalten, aber wäre ich positiv, ich würde mich aus so einem „Sauhaufen“ raushalten. Zu so einer Gemeinschaft von Positiven würde ich mich nicht zugehörig fühlen.

    Was hätte euch gefallen? Dass Jörg, friedlich wie ein grasendes Lamm, dem PosiPlenum beiwohnen darf, einen Sprecher wählen und seine Meinung sagen darf? Gut. Aber welchen Zweck hätte das gehabt? Er hat sich dazu entschlossen, mit der BAH nicht einverstanden zu sein, mit ihrer Art, wie sie arbeitet und so weiter. Der Positivensprecher/in bzw die Positivensprecher/innen sind ein Organ der BAH, sie arbeiten mit der BAH, nicht gegen sie. Für die Positiven, mit der BAH. Wenn jemand nun mit der BAH nicht einverstanden ist und sich von ihr abwenden will, warum will er dann einer Veranstaltung der BAH beiwohnen?

    Ihr unterstellt der BAH, sie würde kritische Stimmen ausschalten. Das kann ich so nicht bestätigen und das habe ich so auch nicht erlebt. Aber es steht der BAH frei, Menschen von sich zu weisen, die ihr absichtlich schaden wollen und somit ihre Arbeit gefährden. Wenn die Vorwürfe gegen die BAH stimmen und Hand und Fuß haben, dann heiße ich das sicherlich nicht gut, aber dann wendet euch damit an die Polizei und hört auf mit so einer Hetze. Wollt ihr die BAH zerstören, dann neu gründen, damit, wie Phoenix aus der Asche, was neues, tolles, großartiges entsteht, mit dem alle einverstanden sind?
    Wird so nicht funktionieren. Man kann es nicht allen Recht machen und es wird immer jemanden geben, der was zu meckern hat. Tragt euer Anliegen der BAH vor, aber versteckt euch nicht im Internet.

  37. Es gibt in der Tat Menschen, die ziehen den Kindergarten einer preussischen Kaserne vor.

  38. @Claudia

    “…Ihr wollt, dass die BAH für euch da ist, sich um eure Belange kümmert, den Positiven hilft, so, wie es mal gedacht war? …” Falsch Claudia! Wir wollen, dass die BAH MIT uns da ist, nicht FÜR uns! Verstehst Du den Unterschied? Woher weißt Du, dass die Positivensprecher/innen und andere aktive Menschen ihre Mängel nicht beim Vorstand und an allen möglichen Stellen in der BAH schon seit Jahren zur Sprache gebracht hätten? Das ist nämlich geschehen. Das Bild der Nutzer/innen der BAH hätte sich in den letzten Jahren sehr gewandelt, weil es laut der BAH mehr neurologische Erkrankungen gibt und zum anderen der soziale Abstieg der Positiven etc. vorangeht. Aha! Das aktive Leute (und manche auch unter diesem Gesichtspunkt in der BAH mitgearbeitet haben), die vor Jahren beschlossene GIPA (Kurzform: Teilhabe) einfordern und sauer werden, wenn solche vollkommenen “political incorrecten” Maßnahmen von einer groß auf die Fahne geschriebenen Selbsthilfeorganisation kommt, ist verständlich. Das Problem der nun anderen Nutzer/innen sind also nicht fortschreitende Erkrankungen oder „Verarmung“, sondern: die aktiven mitdenkenden Menschen bleiben einfach weg.Und das dann auch alles ausgekotzt wird, weil sich vermeintliche Hilflosigkeit breitmacht, sollte verständlich sein. Und nun besteht das Problem, dass man sich einfach vom Namen der Selbsthilfe Organisation wegbewegt und dann wenigstens ehrlicher Weise anders nennen sollte. Denn vom eigentlichen Sinn ist die BAH weit entfernt! Ich hoffe, dass mein Beitrag Dir hilft doch mehr Verständnis aufzubauen und Dich nicht zusehr über Beiträge zu ärgern. Viel Spaß in Deinem Engagement im Café.

  39. Liebe Leute,

    Positive dürfen sich über sämtliche Regularien und Gestze hinwegsetzen? Soll ich das als Konsenz dieser Diskussion annehmen. Dann lasst uns doch die Anarchie leben – jeder wie er will und ohne jegliche Regularien oder zumindest Respekt, Achtung,Ehrlichkeit und Anstand – Mord und Totschlag – der Stärkste siegt und bleibt als Einziger? Was ist/wird mit/aus dem Rest der Menschheit? Für- und Miteinander – so habe ich es bisher in der BAH und im Café PositHiv erlebt und möchte es auch gern, trotz nicht immer gänzlich zufriedenstellenden Angeboten (wer/was ist vollkommen ausser Gott), weiter so erleben dürfen!!!
    Ich fühle mich in beiden Häusern wohl und gut aufgehoben, ja sogar geborgen und verstanden und gut vertreten. Soll das durch so eine negative ‚Presse‘ und Diskussion vernichtet werden?
    Euer seit 21 Jahren postHiver URROF

  40. @urrof

    ich vretshe dieses verbeißen wie n bullterrier in das thema räumung durch polizei nicht. darum geht es doch gar nicht. dan wertheim hat ne wallraf undercover aktion gemacht. und dafür hatte er gründe. es sind gründe iguens vis in # 42 angeführt hat. und ähnliches kann ich auch von ner ah hier vor rt sagen.

    es gibt ein recht auf widerstand. auch mit mitteln – wie undercover – die fragwürdig sind. sie sind jedoch gerechtfertigt. umso mehr weil es hier um eine aids hilfe geht und nich um irgendein n pipppi verein.

  41. die aidshilfe ist eine hexe!
    widerstand, undercover, gehts auch eine nummer kleiner? mir scheint manche haben ein problem mit aidshilfen und da ist natürlich jeder vorfall ein willkommener anlass draufzuschlagen. egal wie nichtig dieser ist. come on durchsetzung von hausverboten zur not mit der polizei ist nun wirklich pillepalle und völlig legitim.

  42. Zitat Claudia:“Ich schätze Jörg und er hat mir versucht, vieles nahe zu bringen, zu erklären. Darum habe ich ihn gebeten und ich bin ihm dankbar für Informationen und offene Worte. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich für ihn nicht in die Schlacht springen werde. Das ist nicht meine Schlacht.“
    * Tieflufthol…
    Was ist denn „Deine Schlacht“…? Hast Du das Gefühl, ihm wurde Unrecht getan, so sollte es Deine Schlacht sein.Stimmst du damit überein, dass es richtig war, ihm den Zutritt zum Haus zu verweigern und es mit den dir zur verfügung stehenden Mitteln unbedingt durchsetzen zu müssen, dann ist dies „Deine Schlacht“.
    Doch „sich positionieren können“ halte ich immer für eine gute Eigenschaft, gerade wenn man so nah an den Menschen arbeitet, wie Du es netter Weise machst.
    Zitat Claudia:“ Wenn jemand nun mit der BAH nicht einverstanden ist und sich von ihr abwenden will, warum will er dann einer Veranstaltung der BAH beiwohnen?“
    Auch ich höre mir Ansprachen von CDU/CSU Poltikern an und gehe außerdem wählen.(doch sicherlich nicht diese Partei^^)
    Sich eine Meinung bilden hat also nichts damit zu tun, dem Gesagten uneingeschränkt zuzustimmen. Doch um sich eben diese bilden zu KÖNNEN, muss ich auch die anhören, an denen ich später eventuell Kritik übe.

  43. Weiß nicht, was hier ellenlang diskutiert wird. Wenn die BAH nicht mit dem Herrn Preissendörfer diese Auseinandersetzung intern klären kann, liegt ein arges Kommunikationsproblem vor. Was ein Pseudonym in dem Fall für eine Funktion haben soll, entizeht sich der Kenntniss. Wenn die BAH der Meinung ist, dass er mit einem Pseudonym Schaden anrichten wollte, sollte sie die Schäden auch benennen können. Ansonsten wenn kein Schaden da ist, weshalb dieser „Streit“? Ja und ein Cafe, was kritiklos alles hinnimmt, ohne vielleicht mal zu intervinieren, oder zu vermitteln halte ich auch für fragwürdig. Unverständlich auch: Wenn man mit der BAH nicht einverstanden ist, schön, da wird man doch wohl einen Kuchen im Cafe essen dürfen? Vielleicht hat er ja mit dem Pseudonym nichts böses intendiert? Fraglich ist aber auch, weshalb man dennoch an einer BAH Sitzung teilnimmt, wenn man mit ihr „verstritten“ ist.

    Alles sehr albern und peinlich.

  44. Zitat right66: „Ja und ein Cafe, was kritiklos alles hinnimmt, ohne vielleicht mal zu intervinieren, oder zu vermitteln halte ich auch für fragwürdig.“

    Das musst du nicht für fragwürdig halten. Wir vom Café PositHiv sind einfach nicht in der Position, vermitteln zu können und haben auch keinen Grund, dies zu wollen. Wir sind nicht gefragt worden, ob wir mit dem Hausverbot einverstanden sind, es wurde verhängt und wir wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass Xxxxx / Xxxxx Hausverbot hat und das Café sowie alle weiteren Räumlichkeiten der BAH nicht mehr betreten darf. Und auch, wenn einige von euch uns gern als Rebvellen sehen würde, die sich dagegen auflehnen und aus der Geschichte eine riesen Sache machen, dass wir uns weigern, einen „Befehl“ zu befolgen, natürlich im Kampf für eine gute Sache!, sorry, so läuft das nicht. Wir sollen wen nicht reinlassen, dann ist das nun mal so. Es wurde uns erklärt, wir haben Fragen gestellt, nicht alle waren damit einverstanden, aber das ändert nichts daran, dass die BAH Jörg nicht mehr in ihrer Nähe haben will.

    „Unverständlich auch: Wenn man mit der BAH nicht einverstanden ist, schön, da wird man doch wohl einen Kuchen im Cafe essen dürfen?“

    Tja, das kann man sehen wie man will. Ich weiß auch nicht, warum das Hausverbot auch das Café betrifft, aber wir gehören nunmal zur BAH. Es steht ihm aber natürlich frei, sich an unserem Stand beim Motzstraßenfest/Parkfest/Folsom ein Stück Kuchen zu kaufen, wenn er denn gern eins hätte.

    „Vielleicht hat er ja mit dem Pseudonym nichts böses intendiert?“

    Ich denke, das Pseudonym ist das allergeringste Problem, das die BAH hat. Wenn du dir alles noch mal genau durchliest, wirst du das verstehen.

    „Fraglich ist aber auch, weshalb man dennoch an einer BAH Sitzung teilnimmt, wenn man mit ihr “verstritten” ist.“

    Meine Worte. Vielleicht steckt dahinter reine Provokation. Und das würde mein Bild von Jörg arg verändern. Bewusst in ein Plenum zu kommen, mit dem Wissen, dass man Hausverbot hat und sich widersetzen, wenn man gebeten wird, das Haus zu verlassen, bewusst darauf spekulieren, dass die Polizei gerufen wird, damit man abgeführt wird und eine Welle von Empörung und Gerüchten in die Welt ausbricht von Anwesenden, die nichts über die Hintergründe wissen und zurecht erschrocken und enttäuscht sind… das wäre fast schon gleichzusetzen mit krimineller Energie. Ein intelligent umgesetzter Plan, natürlich. Und wenn es so war, dann hat es ja hervorragend funktioniert, wie man hier und in den Foren lesen kann…

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  45. beim durch scrollen der beiträge, erfasst mich ein gelindes grausen!
    Claudia verteidigt die ehre der ehrenamtlichen mitarbeiter ( worum es hier aber gar nicht geht!)
    macht sich aber inhaltlich zur „blockwartsanwärterin“, die ihren freund im zweifelsfalle der „staatsgewalt ausliefert; wes brot ich fress, des lied ich sing…?
    Der betroffene Preissendörfer verlinkt nicht lesbare rechtfertigungen , die es auch nicht leichter machen, seinen vorwürfen hand und fuß zu geben ( hierbei sei die frage ebenfalls zu stellen: was soll ein anonymer betroffener ? …gerade die tätigkeit als positivensprecher verlangt öffentlichkeit und ansprechbarkeit!)!
    Und: erwachsene, betroffene positive lassen sich kollektiv vorschreiben wie sie mit unliebsamen umzugehen hat und „applaudiert“ noch mit betroffenen ( hoffentlich wenigstens dies als reaktion..) wegsehen …
    Eine schande im gedenken an alle jene, die noch mit act up sich politisch wehrten…

    Willkommen im horror vacui schwuler befindlichkeiten!
    Willkommen auch in der vernetzten welt der ehrenamtlichen; man hackt sich gefälligst nicht gegenseitig die augen aus!
    Gibt es fragen an die BAH als eingetragener verein , die dieser dringends beantworten müsste?
    Und wenn, warum sind wir betroffenen nicht in der lage diese einzufordern?!
    Wird/ werden unbequeme „kalt gestellt“ und mit einem maulkorb versehen?
    Fehlt was in der struktur, wenn schon mitarbeiter von mängel reden/schreiben… und wann gedenken wir diese zu beseitigen?
    Eine menge fragen!

    Soviel zur stilfrage:
    Ein verein auf gemeinnütziger basis, hat nicht nur die pflicht auf „formalem wege“ fragen zu beantworten, sondern die verdammte schuldigkeit, sie auszuräumen und zwar in einer demokratischen weise: einem vollplenum an dem interessierte -betroffen positive teilnehmen und eben fragen stellen!
    Transparenz !
    Es mag einem verein, seinem vorstand übelassen sein unliebsame aus ihren büros per hausverbot zu verbannen um die tägliche arbeit zu gewährleisten ( auch dies bereits ein eingeständnis von unzulänglichkeit…!) aber in einem institut wie dem „cafe positiv“, dass dem sich treffen , dem austauschen von wissen und nöten dient, ist ein hausverbot vieleicht juristisch möglich, moralisch aber ein übles vorgehen!
    Es wirft weitere fragen auf: kann in diesen räumen unter solchen vorbedingungen in zukunft ein angstfreies mitdiskutieren und einbringen noch statt finden, oder wird unter berufung aufs hausrecht hier der maulknebel angelegt!
    Müssen die betroffenen-plenas in zukunft an neutralen orten ( z.B. das schwutz !) abgehalten werden?
    Und wenn ja, für was ist das cafe dann noch nütze?
    Dann können die besucher ja auf der gegenüberliegenden strassenseite im maneo kaffee und kuchen zu sich nehmen….

    Ich möchte nicht ein ende herbeireden ,dass nicht nötig, wenn die betroffenen einen weg finden, UNS ALLE zufriedenstellend am GEMEINSAMEN projekt positiv teilnehmen zu lassen!
    Ohne hausverbotskeule wenn mal que(ergeredet wird!
    stefan scherrer

  46. @ stefan #51

    Und wenn, warum sind wir betroffenen nicht in der lage diese einzufordern?!

    denkfehler. du setzt auf beiden seiten den willen zur kommunikation miteinander voraus

    Wird/ werden unbequeme “kalt gestellt” und mit einem maulkorb versehen?

    ja – in frankfurt sagt man dazu “ babbele lasse“ reden lassen . . . wir reagieren einfach nicht.
    die crux ist das jede aids hilfe unabhängig und souverän ist. das einzigste mttel ist das man kollektiv eine aidshilfe boykottiert. das wird aber in einer stadt wie berlin nicht möglich sein. wenn man allerdings auf hilfe im alltag angewiesen ist, dann wird man möglicherweise die eine oder andere kröte schlucken. das ist eine der nebenwirkungen des sozialen abbaues den unsere politiker mit vehemenz seit jahren ohne rot zu werden vorantreiben.

    michele hat recht wenn sie solidarität einfordert. hilfe zur selbsthilfe aus der eigenen initiative heraus – neue wohnformen und und und . . . . doch dazu sind wir im bestreben unseren individualismus weil wir in ihm die glückseligkeit zu glauben finden auszuleben zu weit fortgeschritten um einen gang zurück zu schalten . . .

    der größte witz an der sache ist die das „zweifelhafte vereine“ die sich den namen aids auf die fahne geschrieben haben, von dieser situation profitieren werden . . . .

  47. !Und zu genau dieser Diktatur der Angst möchte ich Nein sagen.!

    Also Herr Preissendörfer, ich muss Ihnen wirklich sagen, ich kapiere wirklich sehr wenig, was Sie da sagen. Wenn es wirklich derartige Misstände bei der BAH gibt, schön, aber was wollen Sie dann in der BAH? Ich nehm an diese Organisation hat Ihre eigenen Gesetze, wo jeder am gleichen Strang zieht, weshalb wollen Sie sich als Märtyrer oder BAH- Organisationsheld aufspielen? Ich kapiere auch nicht ihre Vergleiche zu 1972 und was das mit der BAH heute zu tun haben soll. Sie engagieren sich in einer Organsiation aber können kaum einen Mittelweg finden, zur Darstellung und Verwirklichung Ihrer eigenen Interessen und dem bestmöglichen Umgang mit der BAH selbst, um diese Ziele zu verwirklichen. Kein Mensch interessiert sich für Analogien zu 1972, und was Sie da ach so als Analogie herausgefunden haben. Ich kapiere auch nicht was Sie genau da mit Schuld meinen?

    Meine Meinung: Wenn man sich schon in einer Organsistaion engagieren will, was ja eine gute Motivation ist, und sich mit dieser Organisation identifiziert, sonst würden Sie sich ja dort nicht einsetzen, ist es doch nicht förderlich Alleinkämpfe auszutragen.

    Ich für meinen Teil benötige keine Organsisationen, ich kann meine Belange gut selbst in die Hand nehmen. Und mich interessieren auch nicht Analogien die vor 50 Jahren stattgefunden haben und nun auf die Gegenwart transponiert werden. Und wenn so eine Organsisation deratige Alleinkämpfe nicht aushalten kann oder dulden kann, erzeugt das auch nicht gerade ein authentisches Bild, sondern zeigt, dass „Fremdkörper“ einfach ausgestossen werden, wenn keine „Wir“-Identifikation da ist.

  48. Ich kann doch hier von meinem Sofa aus unmöglich abschätzen, in wieweit Jörgs zum Teil wirr vorgetragenen Anschuldigungen gegen die BAH gerechtfertigt sind, auch dann nicht, wenn ich ähnliche Erfahrungen mit öffenlichen Einrichtungen, konkret im kulturellen Bereich, gemacht habe und Alivenkikn ebenfalls ähnliches berichtet. Es ist auch bedauerlicherweise nicht wirklich ungewöhnlich, das öffentliche Einrichtungen im laufe der Zeit zu „Selbstbedienungsläden“ in dem Sinne mutieren, dass Vorstände und Vollzeitmitarbeiter in erster Linie die Sicherung ihrer Posten und Gehälter verfolgen und der eigentliche Zweck einer Einrichtung dabei komplett unter die Räder kommt.

    Insofern kann ich nur das kommentieren was unstrittig ist, nämlich das was in der Kommentarüberschrift plakativ zusammengefasst wurde.
    Stromboli schreibt: “ … kann in diesen räumen unter solchen vorbedingungen in zukunft ein angstfreies mitdiskutieren und einbringen noch statt finden … “ womit er den Kern meiner Argumentation trifft.
    Stichwort „Safe-Space“.

    Animositäten zwischen nicht-heterosexuellen und der Polizei bestehen ja nicht deshalb, weil das in den 70ern gerade modern war, wie weiter oben geschrieben, sondern ergeben sich aus der Verfolgung einer Minderheit auf Grundlage des 175er. Es ist wichtig anzumerken, dass Verurteilungen auf Grundlage des 175er nur und ausschliesslich durch Denunziation möglich waren.
    Die berüchtigten Rosa Listen sind auch nicht Gegenstand der Geschichte sondern Kontinuität der Unterdrückung bis in unsere Zeit. Noch bis nach der Jahrtausendwende erhielten Bekannte von mir Besuch von der Polizei weil im sogenannten „Millieu“ ein sogenannter „Homosexueller“ ermordet worden war.
    „Sie sind doch auch regelmässiger Besucher von Lokal X und dem Parkplatz Y. Kennen sie den Z und wann, wo und mit wem haben sie ihn zuletzt gesehen … “
    Auch wenn Maneo aufgrund dezidiert rassistischer Praktiken flächendeckend diskreditiert ist, erfolgte die Gründung des schwulen Ueberfalltelefons doch nicht aus Jux und Tollerei, sonder weil es ebenfall bis ins aktuelle Jahrtausend leider üblich war, dass Opfer homophober Gewalt, die Anzeige erstatteten, auf Polizeiwachen erneut Opfer homophober Gewalt wurden.

    Als Ondamaris Jörgs Kommentar editierte dachte ich noch „na, das ist jetzt aber schon etwas hasenfüssig“ … bis sich die Betreiberin einer öffentlich geförderten sozialen Einrichtung dazu verstieg, selbst ihren besten Freund bei den Behörden denunzieren zu wollen und die Argumentation mittlerweile über Sekundärtugenden und ausgerechnet Anstand bei Mord und Totschlag angekommen ist.

    Es geht mir hier unter keinen Umständen darum Jörgs Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, sondern darum, das selbst wenn er, statt eines kritischen Geistes ein notorischer Querulant wäre, der Vorfall noch immer ein Skandal ist und die Auslassungen von claudia, dem in nichts nachstehend, ebenfalls.

    Meine Güte, wenn er der schwarz-grünen Künast verdienterweise mit Urin befüllte Kondome an den Kopp geschmissen hätte könnte ich das ja noch verstehen, aber doch nicht wenn da wem die Nase des Anderen nicht in den Kram passt …

  49. den von jörg im letzten kommentar formulierten kritischen aussagen zu bah und aidshilfen generell stimme ich unabhängig davon zu, dass

    – mir die aufbereitung und darstellung der jeweiligen sachfragen von ihm oft zu umfassend, kleinteilig verästelt und dadurch unübersichtlich erscheint (worunter nachvollziehbarkeit und interesse des zielpublikums leiden – mir geht das jedenfalls so…);

    – eine zusammenarbeit mit jörg schon deshalb nicht möglich ist, weil er bereits im posiplenum am 27.09.2010 öffentlich erklärt hat, dass er – selbst im falle einer wahl in das kollegium der bah-posisprecher_innen – nicht zu abgestimmter zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen team der sprecher_innen bereit sei;

    – die von ihm gewählten alleingänge zu einem einzelkämpfertum führen, dass der jeweiligen gegenseite das spalten ihrer kritiker_innen (im sinne von „teile und herrsche“) erleichtert.

    zur frage mangelnder solidarität unter positiven noch folgender hinweis:

    im kommentar nr. 8 schreibt jörg:

    {Meinen damaligen Amtskolleg_innen Stefan Reck und Melike Yildiz (derzeit Kandidatin für den Nationalen AIDS-Beirat), meinem Vorgänger Dieter Telge (derzeit Sprecher der wieder gegründeten ›Arbeitsgemeinschaft Berliner Positiver, AGB+‹) und meinem Nachfolger Andreas war – ebenso wie etwa einem Dutzend anderer Teilnehmer_innen der Plenumssitzung, in der ich gewählt wurde – bereits vor meiner Wahl bekannt, dass ich ein Pseudonym verwende. Die Gründe, die ich dafür gegeben habe, haben sie ohne Einwände mitgetragen.

    Dennoch haben sie den Vorstand und das Positivenplenum der BAH nach der Erteilung des Hausverbotes über diese Tatsache getäuscht.}

    die behauptung im letzten satz ist nicht nur unsolidarisch gegenüber denen, die solidarisch zu „daniel“ standen, sondern unwahr:
    die genannten posisprecher_innen und ihr ehrenamtliches team haben nach dem auffliegen des pseudonyms „daniel“ lediglich mitgeteilt, dass ihnen die wahre identität von „daniel“ nicht bekannt war. das entspricht – soweit ich es aus eigenen gesprächen beurteilen kann – der wahrheit.

    selbst wer – wie jörg – in der dargestellten weise andere positive wahrheitswidrig und in grob unsolidarischer weise öffentlich denunziert, hat meiner meinung nach unabhängig davon ein recht auf solidarität als positiver – weil ich das als menschliches „grundrecht“ betrachte.

    im falle des umgangs mit dem bah-hausverbot bin ich mir allerdings nicht sicher, wie solidarität praktisch zu leisten ist:
    – natürlich durch kritik und hinterfragung der pseudo-begründung;
    – durch unterstützungsangebote an jörg – die er bisher zahlreich ausgeschlagen hat?
    – ersatzweise durch protest gegen das rufen der polizei – was zwar plakativ und im sinne von jörgs absicht beim provozieren des rausschmisses sein mag, aber wenig aussicht auf erfolg bietet?
    – durch widerstand gegen die polizei, was erst recht chancenlos wäre – und nicht die kernprobleme der bah lösen kann?

    ich kann noch immer nicht erkennen, das jörg selbst – konstruktiv und solidarisch mit anderen – das hausverbot beseitigen will. im scheint es sogar gut zu passen, die bah damit bei gelegenheit öffentlich vorführen zu können. kulisse dessen mag ich nicht sein – seinen spass am skandal will ich ihm aber auch nicht nehmen.

    solidarisch wäre es vermutlich, die rücknahme des hausverbots zu erstreiten, um jörg aus dieser „abseitsfalle“ zu befreien – und richtig wäre das in jedem fall. aber es würde ihm etwas wegnehmen…

  50. Auf einen kurzen 🙂 ! Kommentar von Jörg P. zu Dieter T.s Schreiben wäre ich sehr erpicht.
    Vor allem würde mich interessieren, was Xxxxxxx zu den letzen drei Absätzen zu äußern hat.
    Ich persönlich halte ein Hausverbot unter solchen Vorraussetzungen weiterhin für überzogen, doch muss ich mich nicht mehr mit dem Thema beschäftigen, wenn Dieter Telges Aussagen/ Vermutungen zutreffen sollten; zumal ich rethorisch bei Weitem nicht so gewandt bin, wie so manch einer hier.
    Ich setze mich gerne für andere ein, doch Grundsatzdebatten fühle ich mich nicht gewachsen, schon gar, wenn man erst mit dem Zaunpfahl aufwarten muss, um einer Reaktion von der hier „angegriffenen“ Seite zu erhalten.
    Der Vorwurf des „Babbeln-lassens“, scheint mir bisher durchaus gerechtfertigt…

    – – –

    Anmerkung ondamaris:
    Am 13.04.2013 habe ich einen Namen auf Bitten der betreffenden Person anonymisiert (Xxxxx)
    UW

  51. eine editorische Anmerkung:

    an anderer Stelle wird behauptet, es handele sich beim Autor dieses Kommentars um ein Pseudonym. Dem ist nicht so.
    Der Autor dieses Kommdentars heisst mit realem Namen wie hier genannt ‚Michael‘. Der volle Name ist der Redaktion bekannt.

  52. nachdem ich nun gestern selbst – nach der ersten stunde und mit knapper mehrheit – von weiterer teilnahme am bah-posiplenum ausgeschlossen wurde (bis der juristische streit mit der bah um die nutzung von mir bisher verwalteter emailadressen geklärt sein wird), möchte ich auch hier mitteilen, dass ich denen, die mir auf dem weg hinaus solidarisch folgten (immerhin ein knappes drittel von über 30 noch anwesenden positiven) ausdrücklich dankbar bin! das war natürlich eine für mich wertvolle mentale unterstützung, wenn es auch auf die verkorksten strukturen und abläufe in der bah keinen einfluss haben dürfte …

  53. Was genau meinst du genau mit „von weiterer teilnahme am bah-posiplenum ausgeschlossen „?
    Die internen Zusammenkünfte des Plenums oder auch öffentliche Veranstaltungen?

    LG Fallada

  54. das posiplenum ist seit eh und je offen, lt. § 8 der bah-satzung:
    „Am Positivenplenum können alle positiven Menschen, die in der Berliner AIDS-Hilfe e. V. haupt- oder
    ehrenamtlich arbeiten oder ein Angebot der Berliner AIDS-Hilfe e. V. nutzen (z. B.:
    Positivengruppen) teilnehmen und abstimmen.“ – die realität spricht dem nun hohn…
    „intern“ ist das nur, wenn (sehr selten) keine gäste zugelassen werden, sonst in der regel sogar ganz
    öffentlich…

  55. Es ist ein verwegenes Demokratieverständnis, wenn Teilnehmende den Raum nach einer Abstimmungsniederlage den Raum verlassen. Schade, denn kontroverse und konstruktive Diskussionen sind Voraussetzung für einen offenen Diskurs. Alles weitere oben ist leider nichts weiter als Polemik.
    Und: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

  56. dem kommentar 62 würde ich sofort zustimmen – wenn es in der bah tatsächlich um „kontroverse und konstruktive Diskussionen“ und einen „offenen Diskurs“ ginge. die realität sieht leider anders aus:
    sach- und problemorientierte kommunikation wird seit jahren verweigert, kritik sogar grob satzungswidrig durch ausschlüsse, hausverbot und polizeieinsatz unterbunden.
    nur durch solche tricks, anhaltendes gezieltes vergraulen und mobbing sowie juristisches unterbinden offener, breiter einladungen hat der bah-vorstand meiner meinung nach am 15.8.2011 knappe mehrheiten im posiplenum erlangen können.
    wenn dann nach dem satzungswidrigen ausschluss einer zur teilnahme berechtigten person der antrag auf vertagung der sitzung von dieser meiner meinung nach herbeimanipulierten mehrheit abgelehnt wird – wer hat dann eigentlich ein „verwegenes Demokratieverständnis“?!

  57. Im Grunde müsste klar geregelt sein, in wie weit solche Verbote unter welchen Umständen erteilt werden (können). Eine klare Linie ziehen zwischen gewaltätigen Störenfrieden (z B auch durch vulgäre Zwischenrufe ect) und Menschen, die einem einfach nicht liegen, weil sie anderer Meinung sind.
    Meines Erachtens dürfte es keinen (längeren) Außschluß von Sitzungen geben es sei denn, es wurde Gewalt angewendet.
    Hier müsste die BHA einmal schriftlich festhalten, wo sie die Grenze setzen, sonst scheint mir das alles doch sehr willkürlich…

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