Berlin: langjährige Haft wegen Millionen-Betrug mit Aids-Medikamenten

Zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilte das Berliner Landgericht am 20. Mai 2011 einen Berliner Apotheker. Ihm war Millionen-Betrug mit Aids-Medikamenten vorgeworfen worden.

Am 11. November 2010 wurden insgesamt acht Haftbefehle vollstreckt, gegen einen Berliner Apotheker sowie sieben weitere Personen. Zudem wurden zehn Wohnungen in Berlin, Fulda und Kiel durchsucht.Der 66-jährige Apotheker mit Sitz am Kurfürstendamm wurde verdächtigt, zwischen 2007 und 2009 HIV-Medikamente mit gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet zu haben, diese aber nicht den Patienten ausgehändigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft warf dem 66jährigen Apotheker vor, mit dem Betrug einen Schaden von annähernd elf Millionen Euro verursacht zu haben. Bis zu 600.000 Euro monatlich seien auf diesem Weg falsch abgerechnet worden. Der Apotheker hatte ein (Teil-) Geständnis abgelegt und den Betrug eingestanden. Der Betrag sei allerdings niedriger gewesen.

Bereits zuvor waren Urteile gegen acht zum Teil HIV-positive Mit-Angeklagte ergangen: drei wurden freigesprochen, fünf erhielten als ‚Rezept-Beschaffer‘ Bewährungsstrafen zwischen 14 Monaten und zwei Jahren.

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weitere Informationen:
u.a. Tagesspiegel 20.05.2011: Apotheker muss fast sieben Jahre ins Gefängnis
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