Bareback verbieten ? (akt.)

Mit einem völlig neuen, innovativen und sehr freiheitlichen Vorschlag greifen die Schwusos Hamburg in die aktuelle Bareback-Debatte ein:

Schwusos Hamburg: Bareback verbieten
Schwusos Hamburg: Bareback verbieten

Danke an TWIMC für das Bild!

Nachtrag 07.09.2008:
hier das Motto der Schwusos komplett und in ‚voller Schönheit‘ … [© Schwusos Hamburg]

Schwusos Hamburg: Bareback verbieten!
Schwusos Hamburg: Bareback verbieten!

Zur Frage, wie dümmlich oder gefährlich dieser Vorschlag ist, verkneife ich mir jeglichen Kommentar …

61 Gedanken zu „Bareback verbieten ? (akt.)“

  1. Hab’n die ’nen Knall?

    Gibt’s da noch Hintergrundinformationen zu (ich fürchte ja fast, die Sache hat keinen sinnvollen Hintergrund)?

  2. @ TGD:
    das mit dem (Ur?) Knall müsstest du die Schwusos Hamburg fragen …
    das war auf dem Hamburger CSD zu sehen – insofern vermute ich eher keine satire …

  3. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass die alten Sprüche immer noch wahr sind:

    „Wer hat uns verraten? – Sozialdemokraten!“

  4. @ koww:
    tja … die scheinen sich auf dem gebiet „hirnrissiges“ profilierne zu wollen 😉

    @ Dennis:
    na ja, das ist auch keine alternative, aber das au weia, ja genau …

  5. @ ondamaris

    gut dann formulier ich s eben mal zeitgemäß – frei von ironie und ähnlichem

    mir deucht die spd ist zur zeit programmatisch etwas verwirrt und richtungslos . . . . . .

  6. ich wollt „führungslos“ nicht auch noch anführen . . dann hättest du mir mangelnde political correctness vorgeworfen . . . . 🙁

  7. @ Dennis:
    ach ich? vorwerfen? ;-))
    führungslos … das lösen die ja scheinbar gerade – mit nem kanzlerkaniddaten, na dann prost … aber das ist ein anderes thema …

  8. bär beck – partys verbieten! 😉

    aber auch:

    lieber stoned als stone! (egal ob -meier oder -brück)

  9. @ carsten:
    also um mal zündstoff für die aufreger zu liefern, gegen richtig konzipierte barebackparties hab ich nichts …
    und zu herrn becks parties werd ich eh nicht eingeladen … und stell mir die auch nicht so aufregend vor 😉

  10. gegen bareback parties habe ich nichts. aber bär beck -partys um in der schwuso-schreibweise zu bleiben…. führen wahrscheinlich eher zu einem gefühl der geistigen leere.

    ich fand diese schreibweise einfach innovativ.

  11. Dahinter steckt Johannes Kahrs und die Tatsache, dass bei den Schwusos HH ein (Fernseh-)Anwalt im Vorstand wirkt (der Name ist mir leider entfallen). Die können nicht anders denken. Arm, aber wahr. Man will sich distanzieren von den schwulen Schweinen, die so Sauereien ohne Kondom machen. Man selbst ist ja schwer „Familie“, also sauber. Man tut auch so als ob man die „Volksgesundheit“ im Blick hat, und ist überzeugt, dass barebackparties der Anfang (und das Ende) für alles Üble sind.
    Ich finde es viel sinnvoller Geburtstagsparties zu verbieten; dienen sie doch häufig vielmehr der volksschädlichen Völlerei und dem Drogenkonsum, zumindest hochprozentiges und Likör für die Damen. Da sollte man mal die Bätzing von der Leine lassen. Wir Steuerzahler dürfen dann wieder blechen. Sowas von verantwortungslos!
    Hamburg hat auch schon allerlei zum Thema versucht: Der Grünenmensch im Hamburger Senat wollte die Pornokinos schliessen, da sie bb-Filme zeigen und der kondomlosen Unzucht Vorschub leisten. Man hat dann aber intern entschieden, das nicht weiter zu verfolgen. Grund: Pornokinos sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in der schönen Hansestadt an der Peripherie von Berlin.

    Achja:
    Herr Kahrs freut sich sicher über Nachfragen zu dem Verbot. Auch die Umsetzungsvorschläge sind sicher von Interesse. 😉

  12. @ Alf:
    also geburtstagsparties verbieten find ich gut. können wir beerdigungen gleich mit einschließen? was ich bei beisetzungen schon an korn und eierlikör getrunken habe … kann doch nicht gesund sein …
    meinst du wir sollten herrn kahrs das vorschlagen?
    (auch von parteitagen hört man ja allerhand gesundheitsgefährdendes …)

  13. @ ondamaris

    Ich hoffe es handelte sich nicht um die gleiche Beerdigung, verehrter Herr Ondamaris! Korn und Eierlikör sind eine teuflische Mischung. Bleiben Sie stark und sagen Sie: Nein!
    Oder gehen Sie gar nicht hin wenn Sie schwach sind! Es gibt auch Gruppen, die Sie verstehen und die Ihnen mit tätiger Hilfe und religiösem Beistand zur Seite stehen.

    Man wundert sich, dass es nicht noch viel schneller bergab geht mit diesem unseren Land. Die Kassen sind leer, aber die Menschen wollen selber entscheiden zwischen Sucht und Genuss, ja, sogar zwischen Lust, Vergnügen und Verstand. Das Sexuelle ist ein großes Problem. Es kann doch auch schön sein, sich in einer treuen monogamen Beziehung mit angemessenen reproduktiven Wünschen, viel Rohkost und Betätigung an der frischen Luft zu leben. Ich habe gar nichts gegen einen Schoppen am Abend, aber der Mensch will zuviel. Und der Steuerzahler solls dann richten.

  14. @ alf:
    also ich sags ihnen, wirklich, das war gar nicht gut am nächsten morgen. korn und eierlikör – nie wieder geh ich auf beerdigungen. warum die sowas nicht gleich mit verbeiten …
    verständnis und trost hab ich ja da schon viel gefunden, danke für ihre anregung herr alf, nur die tranken ja alle das gleiche wie ich … verstanden haben wir uns da …
    der mensch will zu viel, jawoll. zu viel leben … und wer zahlt?

  15. @ ondamaris
    Wirklich lecker! Ich trinke seit zwei Stunden Eierlikör im Selbstversuch.

    Der gute Kahrs hatte auch während des CSD´s an der Route plakatieren lassen mit seinem Bild für die Hamburger SPD: „Liebt Euch – Wir kümmern uns um den Rest“.
    Was er wohl meint?

  16. Hier einige „Dööntjes“ von Kahrs homepage („Persönliches“):

    „Von weltfremden Ideologie-Diskussionen hält er nicht viel. Johannes Kahrs spricht lieber über Lösungen, sieht sich als Pragmatiker, als „sozialdemokratischen Realo“.
    Stolz ist er auf seine Sammlung von Micky-Maus-Heften: „Ich habe alle Ausgaben seit 1972, darunter sind einige Raritäten“
    Die Zutaten werden in einer Rührschüssel zusammengemischt. Danach müssen Sie diese mit dem Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten Teig durcharbeiten.“

    ECHT WAHR!

  17. @ als:
    wohl bekomm’s 🙂
    wie – und diese weltfremden mickymaushefte wollen die schwusos jetzt auch verbieten? also was soll man da noch sagen …
    kein wunder, dass die das mit dem bareback nicht verstehen …

  18. Darf ich die traute Eierlikörparty stören!? Kann mich mal jemand aufklären, wer Johannes Kars ist!?

  19. Er redet halt nicht gern und viel, einfache Weisheiten aus der Comic-Welt reichen. Dazu auch gern mal nen Apfelstrudel. Und dann auf der Hoppetosse Richtung Sonne segeln.

  20. @ alf (#24):
    na – „um den rest kümmern“ – was nach nem guten faire l’amour halt so übrig bleibt … wenn sich der seeheimer kreis darum kümmern möchte, immerhin, wär er ja mal zu was nutze …

    @ alf (#27):
    also apfelstrudel statt bareback – das wär doch mal ne echte wahl-alternative 😉 oder lieber andersrum?

  21. @ ondamaris:

    Also eine Randfigur.

    Ob TWIMC etwas gegen die weitere Verwendung des Fotos hat?

  22. @ TGD:
    na also herrn kahrs als „randfigur“ zu bezeichnen zeugt von gewissem mut 😉

    in sachen bild werde ich herrn TWIMC fragen … denke er wird sich bei dir melden

  23. SPD? Das sind doch die mit drei Worten „Das asoziale Deutschland.“ neben oder unter dem Logo, oder? Die Bauchschmerzen-Partei ist doch so was von neoliberal gewendet und abgewirtschaftet.
    Und Kahrs war doch der mit dem Telefonterror, der sich von der Rüstungsindustrie aushalten läßt: http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Johannes_Kahrs

  24. „Gegen barebacking“ ist es bereits zu spät! Risikoverhalten wird erst dann aufhören, wenn bekannt wird, welche Nebenwirkungen und gesundheitliche Einschränkungen „Langzeit-Infizierte“ wirklich haben werden…
    Barebacker erinnern mich irgendwie an Zeugen Jehovas oder an die katholische Sexualmoral…

  25. @ Thommen:
    1. kondomfreier sex ist in bestimmten konstellationen (!) eine lebbare alternative.
    2. risikoverhalten: risikofreies leben gibt es nicht, die kunst ist risikomanagement mit dem ziel individueller risikoreduzierung zu betreiben. kondomfreier sex … (siehe 1.)
    3. der vergleich mit der kath. sexualmoral ist eine unverschämtheit … und zeugt von unkenntnis

  26. @ Thommen
    Bitte genau lesen: Die Schwusos haben nix gegen bareback! Nur gegen die Parties.
    Bitte verstehen: Barebacking ist nur ein „Risiko“ wenn eine Transmission möglich ist.
    Bitte erklären: Jehovas? Sexualmoral?

  27. Na aber! Einer muss es ja tun.
    Ab wieviel Leuten beginnt die Partie eigentlich? Soziologisch gesehen.

  28. irgendwie fällt mir angesichts der ‚komplett-version‘ ja nur ein „wir kommen besser – ohne schwusos …“ 😉

    (dass denen auch so gar nichts besseres als law and order einfällt … )

  29. @ Thommen & schwusos:
    gerade ein schönes zitat gefunden, dass vielleicht in den kontext passt:

    „zusätzlich bedenklich erscheint mir die entwertung von menschen, die unsafen sex [er meint: sex ohne kondom, d.verf.] praktizieren. solche menschen als irrationale selbst- und fremdschädiger darzustellen und in täter-opfer-schemata zu pressen, wird der ebenbürtigkeit und der in aller regel auch bestehenden einverständigkeit von menschen in sexuellen situationen nicht gerecht. darüber hinaus führt es zur ausgrenzung hiv-positiver sowie zur verantwortungs- und sorglosigkeit bei vermeintlich oder tatsächlich hiv-negativen.“

    (dr.dr. stefan nagel: „kondom und prävention (bei msm)“, in: retrovirus bulletin nr. 2/2008

  30. Siehe Alfs Kommentar 18.
    Einfach nur dummes verlogenes Zeug. Aber wie wir wissen hat der liebe Gott auch bei den Homos die Weisheit nicht gleichmäßig verteilt.

  31. In Hamburg sitzt doch auch die Michael-Stich-Stiftung – oder nicht? Vielleicht verändert Hamburg ja den Hirnstoffwechsel.

    Ich will mal den Fokus etwas erweitern und die Aufmerksamkeit der geschätzten Leserschaft auf den Endbericht eines von der Bundesregierung beauftragten Forschungsprojektes zu Zwangsmassnahmen gegen Wirte schwuler Betriebe, in denen geschlechtlich verkehrt werden kann, lenken.

    Der Endbericht und der Anlagenband ist hier zu finden: http://www.hivcommunity.net/orion/downloads.php?cat=5

    Lieben Gruß

    Bernd

  32. Pingback: Die Schwusos wollen doch nur verantwortungslos drauflos ficken! « The Gay Dissenter
  33. kurz zwischen-info in sachen aidshilfe hamburg. diese bedankte sich ja bei den schwusos blumig … (siehe #39)
    hier meine anfrage per mail und die heutige antwort des geschäftsführers der aidshilfe hamburg:

    1. ondamaris an aidshilfe hamburg:
    Aids-Hilfe Hamburg, Geschäftsführung

    Sehr geehrter Herr Korell,
    mit ein wenig Erstaunen lese ich auf den Seiten der Schwusos Hamburg den „herzlichen Dank für den Einsatz der Schwusos beim CSD-Straßenfest“ kommentiert mit „ihr ward wunderbar!“ und „Vor allem aber hat uns motiviert, die Hamburger Schwusos an unserer Seite zu wissen“.
    Nun haben die Schwusos auf dem CSD die Forderung „Bareback-Partys verbieten!“ vor sich her getragen (siehe u.a. auf http://www.ondamaris.de/?p=2678). Eine Forderung, die im Kreis von Aidshilfe ja nun doch für Überraschung sorgen könnte.
    Deswegen frage ich mich – und nun Sie für die Aids-Hilfe Hamburg, begrüßt die Aids-Hilfe Hamburg diese Forderung der Schwusos, findet auch diese Forderung „wunderbar“? Und wie steht die Aids-Hilfe Hamburg zu Bareback-Partys?
    Ich freue mich über Ihre Antwort und werde ggf. darüber auf http://www.ondamaris.de berichten.
    Mit freundlichem Gruß,

    2. die heutige antwort der aidshilfe hamburg:
    danke für Ihren Hinweis! Tatsächlich haben Vertreter der Hamburger Schwusos als Losverkäufer die Benefiztombola der AIDS-Hilfe Hamburg im Rahmen des CSD-Straßenfestes unterstützt – und das schon zum wiederholten Mal. Dafür sind wir ihnen dankbar. Und dieses Dankesschreiben meines Kollegen ist auf der Homepage der Schwusos eingestellt.
    Ein Dank für diese Unterstützung bedeutet aber nicht gleichzeitig, die Forderungen der Schwusos oder das Parteiprogramm der SPD fachlich und/oder ideell zu teilen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für alle anderen Unterstützerinnen und Unterstützer und deren jeweiligen institutionellen Hintergrund.
    Mit freundlichen Grüßen
    AIDS-Hilfe Hamburg e.V.,Jörg Korell

    die antwort geht mit keine wort auf die schwuso-forderung „bareback-partys verbieten!“ und die haltung der aidshilfe hamburg dazu ein. ich habe erneut nachgehakt …

  34. @ bernd (#44)
    nun, zu der ’studie‘ fiele mir ja einiges ein.
    – zb dieser name safe environment, der ja im von dem autoren gewählten sinn zutreffend sein mag, dennoch völlig falsche assoziationen wecken dürfte …
    – oder die frage, warum denn gerade köln (mit seinem ach so tollen safen environemnt) so erstaunlich hohe hiv- und syphilis-zahlen hat
    – bei der ‚ultima ratio‘ auflagen kommtm ir ja einiges hoch … auch wenn ich um die realitäten in schwulen kneipen weiss …
    – auch der französische standard (sneg, über den ich ja hier auch bereits berichtet habe http://www.ondamaris.de/?p=441) hat mit der realität am schwulen strand (ersatzweise: park, parkplatz …) nicht viel zu tun. und nun?
    – sprache … sprache … sprache … wenn es zb heisst „se kann durch das kostenlose angebot den letzten rest von selbstverantwortung bei msm aktivieren“, kommts mir hoch …
    – oder „ohne druck bewegt sich nichts“ … aidshilfe demnächst als kondom-polizei?
    – kondomfreie pornos verboten oder nur noch mit präventionsbotschaften untertitelt / überblendet? würg … haben die nix verstanden ?
    usw usw … es gäbe vieles zu sagen über diese „studie“ … wer machts?

  35. nachtrag in sachen aidshilfe hamburg:

    auf die antwort des geschäftsführers hatte ich am 9.9. nachgefragt:
    „vielen Dank für Ihre Antwort.
    Dass Sie sich bei den Schwusos für Engagement und finanzielle
    Unterstützung bedanken erscheint verständlich.
    Allerdings haben Sie in Ihrer Antwort leider keine Antwort auf die
    konkrete Frage nach der „Bareback-Partys verbieten!“-Forderung gegeben –
    wie steht die Aids-Hilfe Hamburg zu derartigen Forderungen?
    Für eine Information zur Haltung der Aids-Hilfe Hamburg in dieser Frage
    wäre ich Ihnen sehr dankbar,
    mit freundlichem Gruß,“

    heute mittag kam die antwort des geschäftsführers:
    „ich hoffe doch sehr, dass es hierzu an der Haltung der AIDS-Hilfe Hamburg keinerlei Zweifel gibt?! Wir verfolgen hier wie in allen anderen Fragen der Prävention seit fast 25 Jahren die Maxime, das Individuum und sein Kollektiv in den Stand zu versetzen, für sich selbst und seine Gesundheit zu sorgen. Fördernd und emanzipatorisch, nicht restriktiv und bevormundend. Dies ist nicht nur unsere lokale Präventionshaltung, sondern seit Anbeginn der Aidsarbeit Grundmotiv der Arbeit der Deutschen AIDS-Hilfe und – nach anfänglichen politischen Richtungskämpfen – auch die Präventionshaltung des Bundesministeriums für Gesundheit und seiner Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
    Der Begriff „Prävention“ umfasst in unseren Interventionen immer alle Ebenen, nämlich die Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Und er hat stets gleichermaßen das individuelle Verhalten und die gesellschaftlichen Verhältnisse im Blick, in denen sich das Individuum bewegt. Ausgerichtet ist diese Gesundheitsförderungsarbeit an der Ottawa-Charta der Vereinten Nationen.
    Populistische Ideen und Parolen aus unterschiedlichsten Richtungen, die unsere Präventionsarbeit in den vergangenen 25 Jahren immer wieder umspülen und flankierten, werden nicht richtiger oder gar besser dadurch, dass sie in unregelmäßigen Abständen neu aufgekocht oder in wechselnden Besetzungen aus neuen Lagern skandiert werden. Gleiches gilt übrigens auch für menschenverachtende und fachlich falsche Anzeigen- oder Plakatkampagnen. Selbst dann, wenn sie von prominenten Stiftern und teuren Werbeagenturen initiiert werden und mit der Absolution konservativer Landesregierungen die Menschheit belästigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    AIDS-Hilfe Hamburg e.V., Jörg Korell, Geschäftsführung“

  36. @ shaveskin:
    na – willkommen und gratulation zum 50. (kommentar) 😉

    in einigen gedanken stimme ich dir zu. ausgrenzung und stigmatisierung von positiven ist ein thema, das ich mir für eines der kommenden posts vorgenommen habe – dauert nur noch ein weilchen …

    „aussatz-stempel“ ist in diesem kontext ein klasse begriff ;-)- und leider zu oft realität

    ich denke es gibt gerade in aidshilfen immer noch genügend menschen, die „echte aufklärung und sinnvolle prävention“ wollen. in unseren eigenen szenen bin ich da schon nicht immer so sicher, und wenn#s erst an die politik geht, da scheint es derzeit eher einen law-and-order-shift zu geben …

  37. na dann schreibe ich mal den 50.kommentar (!!!), obwohl ich eigentlich nur sagen wollte, warum es immer so viel action gibt, wenn es um bareback geht.
    ich würde mir mehr action und kampagnen der politik, aids-hilfen, aller queers wünschen, in denen es um die ausgrenzung hiv-positiver geht, ja selbst und ganz besonders in den eigenen reihen.
    denn ich glaube nicht, dass die meisten mit nur barebacking als scheinbares gemeinschaftsgefühl ihr leben bestreiten können.
    ich vermute, das ganze thema soll nur von etwas ablenken, nach dem motto:
    ihr habt eure pillen und bb, aus die maus, mehr ham wer nicht.
    augen zu und durch, irgendwie.
    wer will schon spassbremse oder nestbeschmutzer sein?
    es macht auch nix, dass sich viele gar nicht mehr testen lassen, weil sie wissen, was auf sie zukommt – der aussatz-stempel.
    und was hat die sexualität eines menschen eigentlich in den instanzen zu suchen?
    für mich ist das immer noch eine privatsache!
    nur echte aufklärung ist auch eine sinnvolle prävention!
    wird das aber wirklich gewollt? ich fürchte nicht.

  38. danke sehr! ;D

    aber man kann auch nicht alles auf die politik schieben, auch weil man weiss, in welchem zustand sie sich befindet.
    aber wozu haben wir denn interessenvertretungen?
    ich freue mich schon auf „Hiv im Dialog“.
    kommst Du auch?

  39. @ ondamaris:

    zu 49.: Reduziert man die Antwort auf ihren wesentlichen Inhalt, spart man Zeit beim Lesen und kann sie dennoch für ganz erfreulich halten.

    zu 48.: Die Studie ist gar keine Studie. Die Verfasser betonen ausdrücklich, dass sie noch einmal, diesmal mit viel mehr Geld des Steuerzahlers ausgestattet, durch die europäische MSM-Welt tingeln wollen, um dann eine Studie vorzulegen.

  40. @ TheGayDissenter:
    ja, stimmt – das hätte er auch in der ersten mail in 1, 2 sätzen sagen können. dennoch – im ergebnis doch gut…

    in sachen kölner ’studie‘, tja bei der aussicht war ich auch nunja überrascht. aber wir wollen ja keine neid-debatten führen 😉 das ist ja sicher alles reine feld-forschung
    dennoch fand ich die ergebnisse ja – verblüffend. vor allem wenn ich mir die kölner diagnosezahlen anschaue …

  41. @ ondamaris:

    Ich werde mir die 340 Seiten Erlebnisbericht in den nächsten Wochen zu Gemüte führen (Besprechung vorbehalten). Der Leid/tfaden ist jedenfalls erschröcklich.

  42. @ TheGayDissenter:
    leider fehlen ja die kölner erlebnisse ;-)) da wird nur trocken auf die nüchternen ‚fakten‘ des schlussberichts verweisen.

    besprechung vorbehalten … oh, das lässt ja hoffen 😉

  43. @ shaveskin 50
    Sich gegen unsinnige barebackparty-Verbote zu positionieren ist Teil des Programms einer Entstigmatisierung HIV-Positiver. Denn so lautet doch die Zuschreibung, die hinter den Verbotsfantasien steckt: Da sind „typisch“ HIV-Positive, die „typisch“ andere verantwortungslos infizieren. Solche Unterstellungen/Projektionen sind nix anderes als Stigmatisierungsexzesse! Heißt aber auch: Die Schwusos (und weiss gott viele andere) haben gar nichts gegen kondomfreie Begegnungen (und was heisst bareback sonst?), sie blamen mit diesen faschistischen Verbotswünschen HIVpositive. Oder?

Kommentare sind geschlossen.