Bugchasing: viel neo-Lärm um nichts

‚Bugchasing‘ – die erste Folge der neuen Reihe „Wild Germany“ auf ZDF neo befasste sich am 12.2.2011 mit Menschen, die behaupten sich absichtlich mit HIV infizieren zu wollen. Und fand keine.

Samstag, 12. Februar 2011,22:15. Der ZDF-Kanal ’neo‘ startet eine neue Reportage-Reihe „Wild Germany“. Thema der ersten Folge der neuen Reihe: HIV – oder genauer Menschen, die behaupten, sich absichtlich mit HIV infizieren zu wollen: „Manuel Möglich will wissen, ob dieses Phänomen wirklich existiert und was einen gesunden Mann dazu bringen kann, todkrank sein zu wollen“, hatte ZDF neo seine Sendung über ‚bugchasing‘ angekündigt.

Der journalistische Anspruch war in der Ankündigung hoch gehängt: „Manuel Möglich begegnet seinen Gegenübern auf Augenhöhe, ohne die journalistische Distanz zu verlieren“, hatte ZDF neo angekündigt. „Die Reportagen sind mehr als ein Szeneeinblick, sie sind vielmehr ehrliche Porträts von Deutschlands Städten und Dörfern. Darin werden Menschen und ihre Geschichten so gezeigt, wie sie sind.“ (Quelle)

Die 30-minütige Sendung beginnt mit einem kurzen Interview mit Dr. Uli Marcus (Robert-Koch-Institut). Er bemüht sich, potentielle Motive für ‚Bugchasing‘ zu erläutern, das Phänomen und mögliche Beweggründe verständlicher zu machen.

Dann geht es ab ‚auf die Piste‘ – in schwules Tag- und Nachtleben, auf der Suche nach dem unbekannten Bugchaser. Berichte aus der Schwulen-Szene in Berlin und in Leipzig – mit Kommentaren wie „sie spielen russisches Roulette“ und „es geht um Leben und Tod“.

Claude wird interviewt, ein HIV-positiver schwuler Mann aus Berlin, der offen und reflektiert über sein Sexleben berichtet. Anschließend kommentiert der Reporter, der eben noch so verständnisvoll war, voller Entrüstung „Claude ist aidskrank und veranstaltet trotzdem [sic!] Sexparties“.

Weiter geht es nach Leipzig. Nach Gesprächen mit zwei Leipziger Schwulen der Versuch, eine schwule Sexparty zu besuchen. Angezogen und mit Kamera wird der Zutritt verwehrt – der Reporter zieht sich aus, um doch auf die  Sexparty zu kommen, ohne Kamera. Wieder heraus, berichtet er der Kamera. Er habe sich „völlig verängstigt“ gefühlt, sei „schockiert“. Er wäre in einem „echt fiesen Keller“ gewesen, dort wären „alle völlig nackt“ und „komplett rasiert, jeder zweite mit nem Cockring“. Ein Gast habe sich „fies einen runtergeholt“ – immerhin, „ich bin nicht direkt angegrabbelt worden“.

Am nächsten Tag besucht der ‚Reporter‘ mit Wirt und Kamera den gleichen Laden tagsüber, ohne Gäste. Die Kamera zeigt einen Gyn-Stuhl, dann einen Sling – mit begleitender Grusel-Musik und einem verzweifelt dreinschauenden Reporter, der von „Geisterbahn-Feeling“ spricht. „Bezahlen um HIV-positiv zu werden“, kolportiert der ‚Bericht‘ via Interview gen Schluss noch Kneipen-Gerüchte über Freier, die Sex mit positiven Sexworkern suchen, verkauft sie unhinterfragt als bare Münze.

Und das Resümee?
„Fakt ist, Bugchaser gibt es“ wird drohend konstatiert. Sexparties werden pauschal als ‚Motor der Infektion‘ bezeichnet und ‚Realtitätsverlust‘ bei Schwulen konstatiert. Auf Basis zweier kurzer und bei weitem nicht repräsentativer kurzer Blicke in Ausschnitte vom schwulem Leben stellt der Reporter entrüstet fest: „HIV und Aids scheinen ihren Schrecken völlig verloren zu haben – Wahnsinn!“

Einen „bugchaser“ allerdings, Thema der Sendung, hat der Reporter letztlich nicht finden können. Kein Wunder, mag der halbwegs Informierte denken – schließlich sind Experten sich seit langem einig, dass es sich hier – wenn überhaupt existierend – aus epidemiologischer Sicht um ein absolutes Rand-Phänomen handelt. Was in der ‚Reportage‘ (trotz interviewtem Epidemiologen) jedoch nicht gesagt wurde. Warum nicht?

Kein ‚bugchaser‘ also. Weil der Film aber nicht ohne Pseudo-Skandal auskommen kann, wurde ein anderer Aufhänger, Aufreger gesucht. Nur wo? Zusammengefasst: der Reporter scheint, den Eindruck kann man als Zuschauer gewinnen, den dann eigentlichen Skandal darin zu sehen, dass HIV-Positive Sex haben. Und dass sie auch Sex mit ungetesteten oder HIV-negativ getesteten Sexpartnern haben.

Nur – worin soll der Skandal liegen, wenn Menschen miteinander einvernehmlich Sex haben? Der Reporter nimmt vorgreifend schon zu Beginn die Gesundheitsökonomie zu Hilfe – die monatlichen Behandlungskosten im Fall einer Infektion. Worin die Konsequenz seines Gedankengangs letztlich liegt, lässt er unausgesprochen. Der Zuschauer kann (soll?) sich seinen Teil denken: soll ‚denen‘ vielleicht doch einfach der Sex verboten werden?

Nach der Sendung standen zwei Experten der Aids-Hilfe Mainz im Chat für Fragen zur Verfügung. Welche Fragen sie wohl gestellt bekamen?

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‚Bugchasing‘ – Menschen, die sich wissentlich, absichtlich mit HIV infizieren (oder als vermeintliche ‚Pozzer‘ andere infizieren) – diese ‚urbane Nachtleben-Legende‘ wird immer wieder gerne von gewissen Medien hervorgeholt.

Mythen zu thematisieren bringt potentiell Aufreger – und Quote. Wie den zu jedem Welt-Aids-Tag fast ritualhaft wieder hervorgekramten Mythos der ’neuen Sorglosigkeit‘ (Sorglosigkeit? Fehlanzeige!)). Oder eben den Mythos von verantwortungslosen Positiven und den Mythos von verantwortungslosen Schwulen. Aber – machen diese Mythen auch seriösen Journalismus aus?

Menschen zu zeigen „so wie sie sind“ und „ohne die journalistische Distanz zu verlieren“- ist die Sendung ihrem selbst gewählten Anspruch gerecht geworden? Oder hat die ‚Reportage‘ eher ein Zerr-Bild von HIV-Positiven und allgemein von schwulen Männern gezeichnet, das mit der Realität äußerst wenig zu tun hat? Sich gar am Stricken von Virus-Mythen beteiligt?

Muss sich die Reportage zudem fragen lassen, ob sie letztlich unterschwellig homophobe Hetze gegen Schwule betreibt?

Der ‚Reporter‘ bemüht sich, auf seine Interviewpartner einzugehen – solange sie ihm gegenüber stehen. Aus dem Off kommen hinterher Kommentare wie ‚Claude ist es egal, ob andere sich infizieren‘ – obwohl Claude sich abwägend, überlegt geäußert hat. Der Reporter geht – in Unterhose, Respekt, mit Einsatz für die Recherche – auf eine Sex-Party. Und ist hinterher entrüstet über nackte Männer – was hat er erwartet, auf einer Sexparty?

Zudem, bei allem Bemühen um den Eindruck von Verständnis, der ‚Reporter‘ vermag sich seiner eigenen Meinung in der konkreten Situation oft nicht zu enthalten –  „totaler Irrsinn“ kommentiert er direkt in der Situation. Dies scheint zum Konzept der Reihe zu gehören. Und wirkt doch nur wie billige Effekthascherei, verbunden mit viel ‚erhobenem Zeigefinger‘.

Werden hier Interviewpartner um Stellungnahme gebeten aus ehrlichem Interesse, um ein Thema zu ergründen – oder werden sie vorgeführt, ‚ausgebeutet‘ als Staffage für eigene schon vorher geplante Aussagen oder Werturteile (‚exploitation‚)? Ist dies tatsächlich investigativer Journalismus? Oder nur eine weitere Form von ‚Provo-Infotainment‘? Letztlich auch auf dem Rücken von Schwulen und von HIV-Positiven?

Serophobie, unreflektierte Angst vor Positiven – dies zu schüren, der Verdacht bleibt nach dieser Sendung.

Serophobie, die zudem noch den Beigeschmack der Homophobie hat – kann (soll?) der Zuschauer doch den Eindruck gewinnen, die jährlich ca. 3.000 Neuinfektionen mit HIV in Deutschland fänden ‚freiwillig‘ statt, wissentlich und gar absichtlich. Diese verantwortungslosen Schwulen … dies suggeriert meines Erachtens der Film nur notdürftig verhüllt. Nicht nur Serophobie, dunkelste Homophobie scheint durch.

Was bleibt als Resümee der ‚Reportage‘? Kein Erkenntnisgewinn. Kein Bugchaser gefunden. Niemand, der sich absichtlich mit HIV infizieren will.

Es bleibt allerdings der Beigeschmack der Sendung – ‚vorgeführte‘ Interviewpartner, und gehäuft Homo- und Serophobie. Gut zumindest, dass diese Sendung nur in einem digitalen Spartenkanal zu sehen war …

Und ansonsten bleibt – viel neo-Lärm um nichts.

39 Gedanken zu „Bugchasing: viel neo-Lärm um nichts“

  1. Was mich rasend macht ist, dass diese Journalisten (?) mit solchen serophob und homophob zusammengeschnipselten Reportagen dem homofeindlichen Mob den Weg weisen. Und sie spielen sich dabei als Aufklärer auf. Ob es jetzt heisst: „Die Homos sind so“, oder: „Die Positiven sind so“, oder „Die Juden sind so“, es ist immer dasselbe Prinzip. Und am Ende, wenn die Schwulenclubs brennen, wenn Schwule durch die Stadt gejagt werden, dann will es wieder keiner gewesen sein. Nicht „Wildes Deutschland“, sondern „Armes Deutschland“ muss es heissen.

  2. Sehe ich ähnlich. Danke für den Post. Schlimm sind auch 1.), dass Manuel Möglich und das ZDF das möglicherweise noch nicht einmal gemerkt haben (schlechte Ausbildung, Betriebsblindheit, … wer weiß) und 2.), dass diese Produktion bestimmt mehr als 2000€ gekostet hat. 😉

  3. Das Thema ist ja an sich nicht neu. Selbst die AIDS-Hilfen haben sich vor Jahren mit dem angeblichen Phänomen beschäftigen müssen und lediglich herausgefunden, dass weniger als eine Handvoll Menschen von Millionen diese gewissen Absichten hatten. Während meines Studiums erzählte ein Professor (Fachgebiet Innene Medizin) von einigen wenigen Erfahrungen aus den 80er und frühen 90er Jahren, wo tatsächlich 2 oder 3 seiner Patienten, verzweifelt über die HIV-Diagnose ihrer Lebenspartner, ernsthaft überlegten sich absichtlich von ihrem Partner infizieren zu lassen um quasi gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Damals gab es bekanntlich noch keinerlei Therapiemöglichkeiten und die Krankheit AIDS führte nach ihrem Ausbruch unweigerlich zum Tod. Also am Ende reine Verzweiflungsgedanken und eher große menschliche Tragödien als unverantwortliche Skandale. Und heute? Schrieben einige wenige Jugendliche gezielt ältere Schwule bei Gayromeo an, die sich in ihren Profilen als HIV+ outeten. Und fragten, ob sie sich nicht anstecken dürften… Als das heraus kam versuchte man in der Präventionsarbeit das Ausmaß dieser „Verantwortungslosigkeit“ zu ergründen und heraus kam nichts anderes als der übliche Internet-Effekt: Das dramatisierte Überschätzen von vernachlässigbar wenigen Einzelfällen. Übrigens nicht ungewöhnliches. Liest man diverse Kommentare bei Youtube könnte man meinen, in Deutschland würde in den nächsten Jahren die Kaiser-Monarchie wieder eingeführt, so sehr schaffen es einige wenige, Aufsehen mit ihrer kranken Einzelmeinung zu erregen. Aber ein Skandal ist für Medien immer eine Lizenz zum Gelddrucken und es füllt dringend zu besetzende Sendeplätze… egal, ob es einen Skandal überhaupt gibt oder nicht.

    Ist es ein Skandal, dass es schwule Sexclubs gibt? Na ja, für einen Hetero, der sich quasi undercover in diese Szene hineinwagt, auf jeden Fall. Der findet das, was dort abgeht, sicherlich nicht sonderlich ästetisch. Genauso wie sich ein Schwuler über gewisse Perversionen ekelt, die er in Hetero-Pornovideotheken zu sehen bekommt. Nur das ist beim einvernehmlichen Sex in den einschlägigen Locations ja das schöne: Man MUSS ja nicht mitmachen, man MUSS ja nichtmal reingehen, man kann auch einfach mal daran vorbeigehen wenn man für sich entscheidet, dass es nicht das wahre für einen selbst ist. Sollen die Heteros doch froh sein, dass es sowas gibt, denn ansonsten müssten sie mit ihrem Nachwuchs Autobahnparkplätze und öffentliche Toiletten wieder besser meiden, denn Bedürfnisse suchen sich bekanntlich Auwege…

    Ist es ein Skandal, wenn jemand mit HIV private Sexparties veranstaltet? Wohl genauso wenig wie das Hetero-Pärchen dass regelmäßig in Swingerclubs geht. Beides entbindet allerdings nicht von der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Mit Gummis passiert bekanntlich nichts und wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt ist zumindest die Wahrscheinlichkeit einer Infektion geringer. Wer trotzdem mit dem Feuer spielt riskiert zu verbrennen. Viele wissen leider nicht, wei heiß dieses Feuer unter Umständen brennen kann… Das ist Verantwortungslosigkeit, aber ist Verantwortungslosigkeit auch ein Skandal?

    Ist es ein Skandal, wenn jemand eine Reportage macht über ein Thema und ein Phänomen, über das er nicht annähernd genug Ahnung oder Erfahrung hat, um auch distanziert und politisch- bzw. werteneutral berichten zu können? JA, das ist etwas, das sich einfach nicht gehört. Denn Propaganda hat in der Meinungsbildung nichts zu suchen, die schnelle Quote und das Konstruieren von Skandalen zwecks reißerischer Berichterstattung ist mehr als unseriös. Es ist verantwortungslos! Dass sich die Medien schon oft auf diese Weise alles andere als mit Ruhm bekleckert haben, wird allerdings (im Gegensatz zu allen anderen „Skandalen“) relativ selten gezeigt.

  4. hat es der zdf wirklich nötig,derartige stimmungsmache zu veranstalten.
    den kommentar von dirk(23:36)kann ich nur unterschreiben.
    wer schützt uns vor dertigen formaten?

  5. die sendung wie auch der moderator waren oberflächlich, unreflektiert, dümmlich, kurzum einfach nur peinlich- wie 95% der TV medialen berichterstattung zu dem Thema „alltag von schulen menschen“.

  6. und nun melde ich mich selbst persönlich zu wort ! ich hatte gestern abend sicherlich selbst was zu tun als mir eine sendung an zu schauen, in der ich dieses interview im sommer 2010 gab ! es macht wenig sinn sich um solche schwere themen zu schleichen ! ich mag nicht wenn man zahlen oder kommentare schreibt und nicht angehört wird, man wird auch wenn unbequeme ding ausgestrahlt werden isoliert ! ob das nun im realen leben ist oder in der virtuellen internet welt ! dirk, mach nicht ein thema draus das diese sendung oder das thema keines wäre! ich weiss warum ich das interview gab. das hatte einen grund ! es würde den rahmen sprengen, menschen zu erklären was in einem vorgeht wenn man hiv ist und gar im vollbild/aids hat. Damit leben muss. ständig sich erklären muss/soll. gesellschaftlich wird man meist abgelehnt. ich habe die nase so voll von dieser schleicherei und heuschelei! ich habe mir das nicht heraus gesucht! keiner will das haben. ich konnte es mir heraus suchen als es zu spät war! leben oder sterben! ich entschied mich für das leben! worte und begriffe wie bugchasing und bareback sind für die grosse heten gesellschaft neubegriffe ! aber…: mit verlaub ! es wird bei heten mehr unsafer sex betrieben als bei schwule ! warum werden frauen schwanger ? etwa weil sie auf die samenbank gehen! ich habe auch hetenfreunde und bekannte, dort bekomm ich ständig mit was ein wildes sexleben ist! da bin ich und schwule kreise ja noch oft harmlos! es ist nicht die anzahlt der sexkontakte, ob zu viele oder wenige dates? einer/eine kann die falsche sein. hiv sieht man nicht ! und schon gar nicht heute mehr mit den therapie-möglichkeiten ! auch schwule männer machen ohne gummi sex! sie müssen entscheiden und wissen was sie tun! sex hat auch oftmals etwas mit vertrauen zu tun ! wenn du fragen haben solltest! dann besuch meine webseite ! da steht etwas mehr zu allem oder rufe mich an oder schreibe mir eine email! das wäre mal ein schritt der besser ist als leere kommentare die andere nur aufheizen ! ich verurteile menschen die andere absichtlich infizieren. Dieses nennt man pozzer/bugchaser. ich verurteile aber sicherlich nicht hiv+ menschen die sex ohne kondom machen! ich mach sex ohne, besonders mit meinem mann/freund/partner. Wir wissen aber auch das wir unter der nachweissgrenze sind. es ist kaum möglich das wir jemanden infizieren können ! ich war jahre als escort in berlin auf tour ! ich habe sex verkauft, mein körper, leider damit auch meine seele! ich bekam kein jobangebot mehr. es kam auf umwege immer heraus das ich AIDSkrank war/bin ! das sperrte alle wege ein menschenwürdiges leben zu führen. einen ausweg zu finden den platz in der gesellschaft zu finden, war fast aussichtslos! doch ich kämpfte weiter, es ging um alles! auch verstanden zu werden! jetzt bin ich da wo ich bin! habe mehr als viele menschen die ich kenne. einen partner/mann, meine freunde, meine katzen, mein auto und wohnung! ich habe ein kleines fotostudio und arbeite neben meiner rente als fotograf und habe sogar ausstellungen ! ich bin niemand der anderen etwas vorwirft! jeden morgen wenn ich aufwache, nehme ich meine 3 pilchen, das sind 10 sekunden meines tagesablaufs und gehe dann in den alltag ! ich lebe wieder mein leben, als wäre niemals etwas passiert! würde ich das nicht tun, wäre ich längst verstorben! ich war optisch entstellt! hatte am ganzen körper einst kaposi sarkom/aidsflecken ! vielleicht selbst unter google nachschauen oder den film philadelphia schauen! hatte 0 helfenzellen/T4 und ne hohe virenlast! musste jahre chemo-therapien in kliniken über mich ergehen lassen! leider sterben viele nach wie vor schnell an deren auswirkungen! bisher hielt ich stand ! ich mag es nicht, wenn andere menschen schnell über das thema aids reden und schreiben und wissen zu wenig darüber! ich habe es auch satt mich zu verstecken davor! ich will nicht nur mein platz finden sondern, respekt und achtung verlange ich sogar denn ich habe das auch vor jedermann!
    meine webseite findet man hier oder gehe auf den LINK: ( http://claudekolz.yolasite.com/ )

  7. anmerkung ondamaris: ich habe die beiden kommentare von orlando und claude kolz vom beitrag „Bugchaing: pozzem im ZDF“ hierher verschoben, um die diskussion an einem ort zu bündeln

  8. Auch wenn mich der Film sehr amüsiert hat und ich einiges in diesem Artikel teile, so ist er doch mindestens so voreingenommen, missionarisch und uninformiert wie der Film selbst. Ich bewege mich sehr häufig in der (Sex)Szene und bin Barebacker. Dass es das Phänomen Pozzen gibt weiß ich. Dass es in Berlin bei Weitem nicht so klein ist, wie hier im Artikel getan wird auch. Der Autor des Artikels und der Autor des Films haben offensichtlich eines Gemeinsam: Beide kennen sich in der Bareback-Szene nicht wirklich aus. Die Gründe für Pozzen kann ich nachvollziehen, auch wenn ich selbst mich nicht bewusst und mit Leidenschaft (oder mit was auch immer) anstecken lassen würde. Das Risiko dafür ist bei mir dennoch immer gerne mit dabei und das nehme ich in Kauf für geilen Sex, den es für mich mit Gummi einfach nicht gibt. Unser Verhalten ist gesundheitsökonomisch ganz klar asozial der Gesellschaft gegenüber. Daran ändert auch Altschwulenbewegungs-Geschwafel von freiem Sex unter freien Menschen nichts. Mein bester Freund ist positiv und auch er fickt bare. Seine Partner sind immer informiert. Die, die nicht nur das Risiko auf eine Ansteckung eingehen wollen, sondern extra mit ihm Sex haben wollen, um sich endlich anzustecken, nimmt er gerne mit. Hat er als Positiver eine höhere Verantwortung vor der Geilheit anderer, eventuell schlichterer Menschen als ein Negativer? Er ist sich sicher – ja. Aber unter uns: Er scheißt darauf! Ich kann das verstehen und der Autor des Artikels ja nach seinen Ausführen oben auch. Dass sich weder ich noch meine Freunde zum Thema Pozzen oder Barebacking vor einer Kamera äußern würden, liegt ja wohl auf der Hand.

  9. @ tristan:
    meine aussage zu „verstehen“ interpretierst du nicht zutreffend.
    wenn hiv-positive auch einvernehmlichen sex haben, auch sex mit negativen, auch sex mit positiven – kann ich das verstehen, ja.
    wenn ein mensch „darauf scheisst“ (wie du schreibst) ob er einen anderen menschen schädigt (hier: potentiell bewusst, wissenlich und intentional infiziert), kann ich das nicht verstehen.

  10. Dass man Risiken abschätzen kann und auch eingeht, ist ja o. K. Ob es sich dabei um Pozzen oder Bugchasen handelt steht auf einem anderen Blatt. Merke: Wer ist der dümmste Pozzer in der Stadt? Der auf ART.

  11. @ Tristan: „Dass es das Phänomen Pozzen gibt, weiss ich“. Mein Kommentar: Dass es Elefanten im Zoo gibt, weiss ich. Ich kann‘ s aber nicht Überprüfen, weil mich Zoo’s ansonsten anöden.

  12. hi dirk,
    der typ auf ART kann gar nicht pozzen *lol*
    zu claude,
    ich habe dir auch in dein gästebuch geschrieben,,
    ich habe weniger dich persönlich angegriffen,sondern den autor des beitrags.
    dieses format ist sowas von einseitig und undifferenziert,dass man froh sein kann,dass es nicht im „grossen “ sender ausgestrahlt wird.
    dieser beitrag zeigt bdie serophobie des interviewers und homophob bis dort hinaus.
    dass heteros auch sex haben kommt gar nicht vor.
    dass positive ein kondom benutzen,ebenso wenig.
    lg orlando

  13. @ondamaris
    Wieso sollte er nicht darauf scheißen? Passiert doch alles einvernehmlich, also genau wie du schreibst: Sex eines Positiven mit einem (über den Infektionsstatus unterrichteten) Negativen, der -aus welchen Gründen auch immer- einwilligt ungeschützten Sex zu haben. Insofern weiß ich nicht wie ich dich da „nicht zutreffend“ interpretiere.

  14. In aller Kürze noch ein Hinweis: Das Interview mit U. Marcus ist auf der Homepage von ZDF neo in voller Läne eingestellt.
    Das eitle sich zur Schau stellen des Filmemachers, seine doch sehr schlecht versteckten Sehnsüchte im Kommentar vor dem darkroom hätten den Verantwortlichen zeigen können, dass hier kein seriöser Journalismus geboten wird. Schade um den verschenkten Sendeplatz.

  15. Danke für den Beitrag. Ich habe meinem Unbehagen Luft gemacht, in dem ich die Möglichkeit des Feedbacks an die Redaktion (mail@zdfneo.de) genutzt habe:

    … mein großes Unbehagen zu Ihrem Beitrag zum angeblichen Phänomen „Bugchasing“ hat mich dazu bewogen, Ihnen ein Feedback zu geben. Selten habe ich eine derart homophobe und stigmatisierende Reportage gesehen. Der Bericht arbeitet mit Stereotypen, konstruiert Zusammenhänge, die nicht bestehen und baut ausschließlich auf Effekthascherei. Was für einen Zweck soll eine solche Reportage erfüllen, ausser Ressentiments gegen Schwule und HIV-Postive zu schüren? Aus meiner Sicht sollte (guter) Journalismus versuchen, realistische und repräsentative Bilder von schwulen Lebenswelten abzubilden und nicht Stereotypen und populäre Unwahrheiten zu verstärken. Dasselbe gilt natürlich für das Thema HIV. Die meisten Menschen – wie offenbar auch der zuständige Journalist – haben wenig Ahnung von aktuellen Entwicklungen zum Thema HIV und Aids. Warum wird dann ein Beitrag zu einem Phänomen gebracht, das aus empirischer Sicht nicht belegbar ist anstatt einen wissenschaftlichen fundierten Einblick in das Thema HIV/Aids zu geben? Ich hätte mir vom ZDF einen reflektierteren Umgang mit sensiblen Themen gewünscht….

  16. Es ist ein Skandal, dass derart schwulenfeindliche Machwerke, die wesentlich zur Zunahme homophober Einstellungen gerade unter jungen Menschen beitragen, mit unser aller Gebührengelder finanziert wird.

    Gleichzeitig liegt der Anteil schwul-lesbischer Protagonisten und Themen im Hauptabendprogramm von ARD und ZDF (20 bis 22 Uhr) bei gerundet 0%, während sogar die fünf großen US-Fernsehsender inzwischen auf durchschnittlich rund 5% kommen.

    Langsam aber sicher sollte die schwule Community in Deutschland nach neuen Wegen suchen, die weiterhin völlig unangemessene und zu einem großen Teil verunglimpfende sowie stigmatisierende Darstellung von Schwulen in den Massenmedien endlich zu thematisieren und aktiv zu bekämpfen.

    Kein Wunder, dass „schwul“ und „Schwuchtel“ inzwischen schon bei Frühpubertierenden die häufigsten Schimpfwörter sind, wenn sie von morgens bis abend nur mit heterosexistischem Müll einschließlich solchen geistigen Brandstiftertums wie des hier diskutierten vollgeschüttet werden.

  17. der typ auf ART kann gar nicht pozzen

    wir wissen nicht, ob die ART erfolgreich ist, wie wissen auch nicht ob es sonstige STIs gibt.
    natürlich kann da ein typ auf art pozzen.

  18. Ich hab nur kurz bei ZDF-neo reingezappt und mir den Rest erspart. Erinnern möchte ich an die Reportage von Report Mainz vom 28.11.2005, in der es im gleichen Stil um barebacking und pozzen ging, also der ganze Eintopf wurde zum ersten Mal (?) schon damals gekocht.

    Dankenswerterweise hat das Safer-Sex-Team Oldenburg die O-Töne (Manuskript) der Report-Sendung von 2005 auf seiner webseite gepostet: http://sstos.de/archeinz.php?artik=19

    Fazit: die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind vor überschießender boulevardesker Sensationsgeilheit nicht gefeit. So ein Eintopf kommt immer wieder wie die AIDS-Dissidenten. Nicht schön, aber Realität. Seriös ist anders.

  19. Man darf gespannt sein. Meine sachlichen comments im ZDF Chat wurden systematisch mit dem Hinweis auf den „moderierten Chat“ zensiert, bzw. nicht übernommen.

  20. ich fand das ganze im wesentlichen homophob. hiv war nur der aufhänger. und das wäre eigentlich was für den fernsehrat.

  21. Hab´ mir jetzt die 4 zusammengeschnipselten Filmchen mit dem Interview mit Uli Marcus angeguckt. Nicht hilfreich. Honoriger Versuch von U. M. vielleicht; meine Erfahrung ist, dass selbst Studis auf Public health Hochschulen Probleme haben das zu verstehen. Wie soll das ein Reporter verstehen, der nicht medizinisch o.ä. vorgebildet ist? Ich würde immer noch gern wissen, ob der Experte U.M. die Randständigkeit des Phänomens erwähnt hat, und ob das vom ZDF „unterschlagen“ wurde. Fest steht: bug chasing und/oder pozzen als programmatisches Verhalten gibt eskaum, vielleicht nur als Fantasie, die Reportage hat aber einen Zusammenhang behauptet zwischen bugchasing/pozzen und den gesamten jährlichen Neuinfektionen und der Anzahl der Positiven an sich. Warum? Ist das noch freie Meinungsäußerung oder Volksverhetzung zu ungunsten von Schwulen und HIVpositiven Menschen.

  22. Es ist in jedem Fall eine unerträgliche diffamierende und verunglimpfende Rede, die mit demokratischer Meinungsäußerung nichts mehr zu tun hat.

    Da sich Deutschland aber den Luxus erlaubt, über keinerlei Gesetze gegen Hassrede zu verfügen und der Volksverhetzungsparagraph sich bei Schwulen und Lesben immer und immer wieder als völlig unwirksam erwiesen hat (Schwarz-Gelb will übrigens gerade mit aller Macht dafür sorgen, dass bei der Reform des Paragraphen das Merkmal „sexuelle Identität“ weiterhin NICHT explizit erwähnt wird, ebenso wie sie eine von der Opposition befürwortete Ergänzung des Artikels 3 GG bekanntermaßen blockieren),

    können wir uns auf dieser Schiene keine Hoffnungen machen. Es wäre schon mal nicht schlecht, wenn wir in Deutschland wenigstens eine Organisation hätten wie diese hier: http://www.glaad.com

    Ganz nebenbei erwähnt setze ich in Sachen Ächtung verunglimpfender, beleidigender und diffamierender Rede, wie sie ja auch unter dem Deckmantel der „Religionsfreiheit“ fast täglich Gewalt und Diskriminierung gegen Homosexuelle befördert, inzwischen nur noch auf den Europäischen Gerichtshof. Das wird aber noch ein jahrelanger Kampf werden, der sehr klug und strategisch geführt werden muss. Bisher sehe ich leider niemanden, der das ernsthaft in Angriff nennt, obwohl auf Basis der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien hier sicherlich einiges herauszuholen wäre (und mit Blick auf die verheerenden Folgen der ganz alltäglichen Hassrede gerade für junge Homosexuelle auch dringend herausgeholt werden muss).

  23. ich habe mir die sendung gerade in der mediathek angesehen. das ist wirklich das schlampigste, vorurteilsfördernde und verantwortungsloseste, was ich seit langem zum thema hiv gesehen habe.

    über weite passagen wird überhaupt nicht mehr klar unterschieden, ob jetzt eigentlich gerade von safer sex oder unsafem sex die rede ist, ob es gerade wirklich um „gezielte ansteckungsversuche“, unkenntnis oder einfach sorglosigkeit geht. man kann also über hiv reden, ohne die entscheidenden aspekte klar zu benennen, sich aber gleichzeitig über diese schreckliche sorglosigkeit bei anderen beklagen. verantwortungslosigkeit im namen der empörung – sowas ist mir echt am liebsten.

    aber wieso auch über solche feinheiten sprechen? für das unbedarfte hascherl vor der kamera scheint ja der skandal an sich schon darin zu bestehen, dass hiv-positive überhaupt noch sex haben wollen (als wäre es nicht schon erschreckend genug, dass überhaupt männer miteinander ficken). zu einer „reportage“ gehört m.e. schon mehr als nur aus seinem eigenen emotionen („ich kann mir nicht vorstellen, dass hier jemand nach safer sex fragt“) behauptungen abzuleiten.

    diese sendung richtet mit sicherheit mehr schaden an als die handvoll leute, die sich vielleicht wirklich absichtlich infizieren.

  24. „…Gut zumindest, dass diese Sendung nur in einem digitalen Spartenkanal zu sehen war …“
    Hallo.
    Soweit ich weiss, soll NEO der digitale Spartensender des ZDF für Jugendliche sein. Zumindest zielt das Programm auf diese Zuschauergruppe ab!
    Umso schlimmer finde ich, was ich über diese Art der Reportage bisher hier gelesen habe. Da die öffentlich-rechtlichen Sender nicht in der Lage sind, mir als Ü16er Bürger, die Doku auch vor 22 Uhr zugänglich zu machen (wozu zahle ich eigentlich GEMA-Gebühren???), kann ich die Sendung erst heute abend online sehen 🙁

  25. ich habe auch an zdf neo geschrieben,
    als antwort kam bisher,dass die mail an die verantwortl. redaktion weitergeleitet wird.

  26. jeden tag verlieren in afrika kinder ihre eltern
    dort kann sich niemand diese medikamente leisten
    es bedeutet qualvolles sterben
    wie respektlos ist das eigentlich diesen menschen gegenübern?

  27. vielen Dank für diese Sendung , also ich hab mich in einem Bereich wiedergefunden doch leider ist es nicht möglich mit jemanden darüber zu sprechen

  28. Ich möchte mich den Worten von Bernd Aretz anschließen. Im Grunde würde ich der Egozentrik des Reporters weiter keine Beachtung schenken wollen, wenn nicht die Tragweite der vorliegenden Reportage so desaströs wäre. Das Homophobie und Serophobie derart herausgespielt werden, ist verwerflich genug! Willkommen im 21. Jahrhundert und in der Anwendung unseres Antidiskriminierungsgesetzes! Was mich persönlich aber (fast) noch mehr aufregt, ist der gekünstelte Aufschrei des Reporters, als der Preis für die Medikamente der Dreierkombination genannt wurde. So, wie diese Situation dargestellt wurde, kam nach meinem Gefühl ganz klar heraus, HIV-Positive sind zu teuer für unsere Gesellschaft, sollten sich unterstehen überhaupt Sex zu haben, geschweige denn ein „ausschweifendes Sexleben“ auf Parties etc. Hier fühle ich mich als HIV-positiver Mensch (Teil unserer Gesellschaft) an den Pranger gestellt und damit alles Gedankengut einer Prof. Rita Süßmuth mit Füßen getreten. Ist es ein Wunder, dass Positive Angst haben sich zu outen, wenn so eine Stimmung verbreitet wird? Ist es ein Wunder, dass so wenige, selbst hier in diesem Forum, ihre Identität preis geben? Ich war immer der Meinung, wenn wir (Positive) wollen, dass sich in der Gesellschaft etwas ändert, dann müssen wir uns zeigen und erklären. Langsam frage ich mich aber, ob es diese Gesellschaft überhaupt wert ist, sich ihrer anzunehmen und etwas bewegen zu wollen. Für mich bleibt an dieser Stelle nur die Hoffnung auf Solidarität zunächst unter uns, um daraus Kraft zu entwickeln, auch mit solchen „Blödbommeln“, wie unserem o.g. Reporter fertig zu werden.
    Auf die Reportage heruntergebrochen, würde ich sagen: erst denken (fragen, recherchieren, verifizieren etc.) und dann machen! Informationsfelder gäbe es reichlich mehr, als hier genutzt wurden. Was hier abgeliefert wurde, ist einfach eine unqualifizierte Arbeit.

  29. hi ondamaris, wollte nur bescheid geben, dass ich von der zdf-neo-redaktion bisher keine antwort auf meine mail vom 13.02. erhalten habe. LG

  30. Weiss jemand, wie das Lied am Ende der Dokumentation heisst? Suche es schon seit Jahren.. Hoffe mir kann jemand helfen..

  31. @“Keks“:

    Welche „Dokumentation“ meinst du?

    Soweit ich es verstanden habe, waren sich die Kommtierenden hier nahezu geschlossen einig, dass es sich bei dem oben diskutierten Machwerk gerade NICHT um eine „Dokumentation“, sondern um eine Diffamierung und Verunglimpfung von Schwulen und männlicher Homosexualität der übelsten Sorte handelt.

    Ansonsten kann es nicht schaden, bei solchen Fragen den betreffenden Link zu nennen, oder erwartest du, dass andere den jetzt selbst wieder raussuchen?

  32. Hallo

    Ich bin selber in der Zielgruppe der Sendung.
    Und was hier so steht ist echt krass!
    Die Reportage ist super und hiermit noch mal ein riesen Lob für Manuel Möglich!
    Nehmt das ganze lieber ernst! Oder schreibt weiter darüber wie empört ihr seid, und spielt das ganze weiter runter. Und ja es geht um HIV die Kommentare spiegeln doch genau wieder das es eben doch Menschen gibt die HIV doch nicht so erst nehmen.
    Ich bin nicht Schwul und habe auch nichts gegen Schwule und Lesben im gegenteil, jedem seins aber das geht mal echt nicht.

    Lg. D.

  33. @RWD: Ich bin nicht Jüdisch und habe auch nichts gegen Juden im gegenteil, jedem seins aber…

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