Marburg-Virus

Bei einer Frau in den Niederlanden wurde Anfang Juli das Marburg-Virus festgestellt. Die Frau, die seit 5. Juli im niederländischen Leiden im Krankenhaus liegt, befindet sich derzeit in kritischem Zustand.

Die Diagnose Marburg-Virus wurde vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg bestätigt. Das Marburg-Virus ist hoch-pathogen, eine Infektion verläuft in 1/4 der Fälle tödlich. Die Frau hatte sich zuvor in Uganda aufgehalten. Ihre Kontaktpersonen werden nun ‚klinisch überwacht‘.

Infektionen mit dem Marburg-Virus sind in Europa selten. Der Erreger wird durch Schmieren-Infektion und Körperflüssigkeiten sowie Kontaktinfektion übertragen. Bei Personen, die eine Infektion überleben, kann das Virus in einzelnen Körper-Kompartimenten (Sperma) noch monatelang in pathogener Form nachgewiesen werden.

Das Marburg-Virus trägt seinen Namen nach dem Ort des ersten (öffentlich beschriebenen) Auftretens. 1967 erkrankten zwei Laborangestellte der Behringwerke in Marburg an hohem Fieber, hatten Blutungen an inneren Organen. Später starben in Marburg mehrere Personen; über die Stadt wurde der Ausnahmezustand verhängt. Ein Forscher des Instituts für Virologie Marburg publizierte als erster über das Virus und gab ihm den Namen.

In etwas reisserischer Form hat das Marburg-Virus auch Film-Karriere gemacht – in Wolfgang Petersens Film „Outbreak“ (1995).

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