UNITAID schafft Patentpool für Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten

Der Verwaltungsrat von UNITAID hat am 14.12.2009 gestern grünes Licht für die Schaffung eines Patentpools für HIV/Aids-Medikamente gegeben. „Das ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in ärmeren Ländern“, sagt Oliver Moldenhauer, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. „Wir sehen darin auch einen Erfolg unserer E-Mail-Kampagne für den Patentpool.“ In einer von Ärzte ohne Grenzen initiierten Kampagne haben mehr als 28.000 Menschen rund 300.000 E-Mails an Pharmafirmen geschickt und sie aufgefordert, ihre Patente auf HIV/Aids-Medikamente in den Patentpool zu geben.

(Presseerklärung Ärzte ohne Grenzen)

weitere Informationen:
UNITAID: UNITAID approves patent pool
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5 Gedanken zu „UNITAID schafft Patentpool für Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten“

  1. Ein wesentlicher Treiber war wohl, dass die Pharmakonzerne selbst ein Interesse daran hatten, um so zu neuen Kombipräparaten zu kommen.

  2. eine bemerkenswerte Entwicklung.

    @ Clamix: diesen Gedankengang versteh ich nicht, erklär bitte noch mal für dummis

  3. @ Clamix: du meinst wohl diese passage in der Veröffentlichung:

    „UNITAID has identified 19 products from nine companies for potential inclusion into the pool. The pool will facilitate the development of fixed-dose combinations (FDCs). For some years now clinical evidence has revealed that these combinations are the best way for patients to access safe, effective treatment. Until now, patents have created barriers to developing FDCs combining newer and more effective drugs from different companies. Today, with the first concrete step in the realisation of the Patent Pool, the door is open for new FDCs to enter the market.“

    Dass Pharmafirmen nicht selbstlos agieren, ist klar.

    Dann wäre das Ergebnis als eine win-win-Situation zu verstehen?

  4. @Termabox:
    Ja, genau. Ohne zusätzliche Gewinnaussichten hätten die Firmen wohl nicht diesen Prozess derartig aktiv mit vorangetrieben. Das muss aber ja auch nicht grundsätzlich etwas Schlechtes sein. Kommerziell attraktive Programme haben natürlich auch eine größere Wahrscheinlichkeit, tatsächlich gelebt zu werden, und nicht im Verlauf der Zeit mangels Motivation zu versanden…

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