Kondome verkaufen verboten

„Kondome dürfen wir nicht verkaufen, weil das Haus der katholischen Kirche gehört.“

Das gibt’s im Deutschland des Jahres 2008 nicht mehr?

Doch – in Fulda.
Per ‚Sittenklausel‘ Mietvertrag ist dem Mieter untersagt, Artikel zu verkaufen, die dem Ansehen der Kirche schaden könnten, wie die netzzeitung schreibt.
Das kleine Städtchen, schon früher bekannt geworden durch seinen fundamentalistischen Erzbischof Dyba und 1991 eine nette ACT UP – Aktion gegen dessen Aids-Politik, befindet sich teilweise scheinbar immer noch im tiefsten Mittelalter.

Die betroffene Drogerie-Kette (ihrerseits nicht gerade bekannt für menschenfreundliche Arbeitsbedingungen) enthält sich kleinlaut einer Stellungnahme, wie der HR berichtet.

Der Bistumssprecher „weiß nicht, was daran kurios sein soll“ – und macht seinem Namen (der Gute heißt Herr Ohnesorge) für Menschen, die sich schützen wollen (z.B. vor sexuell übertragbaren Infektionen) keine Ehre …

[via MithrasX]

7 Gedanken zu „Kondome verkaufen verboten“

  1. Vielelicht sollte man vor dem Haus (sofern der Gehweg davor der Stadt gehört) einen „Kondomständer“ plazieren, um die verbotenen Waren anzupreisen…

  2. @ Kalle:
    klasse idee 🙂
    ich bin mir nur nicht sicher, ob die stadtverwaltung fulda dermaßen subversiv ist …

  3. Ja wieder die katholische Kirche..aber sie wird ja nicht getadelt die kann alles machen und wenns dam um stellung zu beziehen geht grenzt man sich ab!
    die katholische kirche predigt ja auch in afrika das man keine kondome gebrauchen soll, dafür ist die hiv rate da am höchsten und von ausserhalb afrikas dürfen dann die kosten die entstehen durch dieses verbot bezahlt werden…

    urbi et orbi oder dummheit für afrika!!
    schöne ostern!

  4. @ Honigbaerli:
    na … getadelt wird die kath. kirche ja schon … allein, es fruchtet nichts … wie man wieder um die debatten um kondome, einen kirchenmann und seine gedanken und afrika sehen kann …
    wenn ideologie (und sei es kirchliche dogmatik) wichtiger wird als menschenleben …

  5. Pingback: Das Diktat der Kirche « The Gay Dissenter
  6. Aber ist gut dass wir blogger ja auch was bewegen können und klar und grossflächig informieren!!

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