Was kostet Gesundheit?

Was kostet Gesundheit? Wofür werden all die Milliarden verwendet? Und wer zahlt was? Eine neue Publikation informiert im Detail.

Gesundheit ist ein hohes Gut – und ein teures. 245 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland für Gesundheitsleistungen von Prävention bis Pflege, von Arzt bis Krankenhaus ausgegeben. Aber wieviel wofür? Und wer finanziert was?

„Wie viel wird in Deutschland für Gesundheit ausgegeben? Wer trägt die Ausgaben? Für welche Leistungen wird wie viel gezahlt? Von welchen Einrichtungen werden die Leistungen erbracht? Wie viel wenden die privaten Haushalte für die Gesundheit auf?“ (RKI-PM)

Das am 2. Juni 2009 neu erschienene Heft 45 der Gesundheits-Berichterstattung des Bundes widmet sich ausgiebig dem Thema „Ausgaben und Finanzierung des Gesundheitswesens

„Nach einem Einführungskapitel zu Rahmenbedingungen, zum Beispiel zu den Gesundheits- und Strukturreformen der vergangenen Jahre, folgen Abschnitte zu Gesundheitsausgaben (aufgeschlüsselt nach Ausgabenträgern, Leistungsarten und Einrichtungen), zu Finanzierungsströmen, zu Beitragsentwicklungen und zur Beteiligung der privaten Haushalte.“

Robert-Koch-Institut (Hrsg.):
Ausgaben und Finanzierung des Gesundheitswesens
Heft 45 der Reihe Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE)
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12 Gedanken zu „Was kostet Gesundheit?“

  1. Äh . . . Einspruch. In Deutschland wird Geld für kranke Menschen ausgegeben damit sie wieder Gesund werden. Die Ausgaben die man also für „Krankheiten“ aufwendet , dafür das man einer Krankheit Herr wird bzw den Menschen wieder zur Genesung zu verhelfen, die sind in der Tat äußerst fragwürdig.

    Gesundheitskosten – Kosten, Aufwendungen um die Gesundheit aufrecht zu erhalten in z.b Prävention und Vorsorge zu investieren um Krankheiten vorzubeugen, diese Posten – Kosten wurde über die Jahre nach und nach aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen. Insofern empfinde ich es geradzu als grotesk wenn sich eine Ministerin “ Gesundheitsministerin“ nennt, eine Reform die Gelder dafür aufwendet um Kosten die mit Krankheiten verbunden sind zu minimieren “ Gesundheitsreform“ nennt.

    Folgerichtig müßte die Frage also lauten „Was kosten uns Krankheiten“. Das die Gesundheit ein hohes Gut ist steht außer Frage. Genauso steht es für mich außer Frage das man jährlich 245 Milliarden für Krankheiten und deren Verwaltung aufwendet – ausgibt . . . . .

    Alles andere zu behaupten ist eine Verdrehung der Tatsachen . . . 😉

  2. @ alivenkickin:
    nun – so sehr ich deine gedanken nachvollziehen kann, was die bzga und die dah im aids-bereich machen, ist z.t. auch primärprävention – und damit direkte an gesundheit orientiert, nicht krankheit
    und „alivenkickin – krankheitsminister“ – möcht’ste so heissen? 😉

  3. Na, das habe ich mir doch gleich einmal bestellt. Danke für den Hinweis!

  4. @ulli

    was die dah und auch die bzga betrifft – da geb ich dir recht . . . und das war s dann auch . . . .

    ansonsten . . . kassandra is das höchste der gefühle wozu ich bereit wär . . . . 😉

  5. wenn du unter gesundheit – gesund sein verstehst das ein gleichgewicht zwischen körper – geist und seele herrscht . . . . .ja. wobei dies eine illusion ist da alle materie – und der körper ist ja materie – zeitlich betrachtet dem verfall und dem verschleiß unterliegt und somit das eine oder anderen wehwechen mit sich bringt, von wenigen ausnahmen abgesehen.

  6. Kurzdefinition von Gesundheit:
    Nach der Weltgesundheitsdefinition (WHO) 1946:
    „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“

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    Salutogenese

    Das Konzept der Salutogenese (salus = Unversehrtheit; genese = Entstehung) geht auf Aron Antonovsky zurück. Er fragt nicht nach den Ursachen von Erkrankungen (Warum werden Menschen krank?), sondern nach den Gründen, warum Menschen gesund bleiben oder es wieder werden. Damit löst er sich vom klassischen medizinischen Verständnis, dass pathogenetisch geprägt ist und nach der Entstehung und den Bedingungen von Krankheit fragt.
    Antonovsky geht in seinen Betrachtungen davon aus, dass Gesundheit „kein normaler, passiver Gleichgewichtszustand“ (Homöostase) ist, sondern ein „labiles, aktives und sich dynamisch regulierendes Geschehen“ (Heterostase). Gesundheit und Krankheit sind damit Teil eines kontinuierlichen Prozesses, an dessen Endpolen völlige Gesundheit bzw. Krankheit angesiedelt sind. Der Mensch bewegt sich auf diesem Kontinuum, erreicht aber nie einen der Extrempole, ist also nie nur krank oder nur gesund.

    Das klassische Bild, das Antonovsky für diese Dynamik benutzt, ist der Mensch, der sich in einem Fluss bewegt. Er muss dabei Stromschnellen, Wasserfälle und Untiefen überwinden, kommt gelegentlich auch in ruhigere Zonen und überlebt die Gefahrenzonen letztlich nur, wenn ihm ausreichend persönliche (Widerstands-) Ressourcen und Schutzfaktoren zur Verfügung stehen und eine entsprechende Grundeinstellung (Überlebenswillen) vorhanden ist.

    Summasumarum: mir ist Gesundheitspolitik/GesundheitsministerIn etc um einiges näher…auch wenn die Umsetzung und das Verständnis der Begriffe noch weit weg sind von dem was ich mir wünsche.

  7. @michele

    reden wir aneinander vorbei der müssen wir uns erst gegenseitig erklären damir wir verstehen worüber wir reden . . .?

    Das Konzept der Salutogenese sowie die definition der WHO vo 1946 entspricht dem “ das gesundheit – gesund sein dann gegeben ist wenn harmonie zwischen körper – geist und seele herrscht. da der mensch ein soziales wesen ist ergibt es sich von selbst das er in beziehung zu seinen mitmenschen und sich somit in der interaktion mit seinen mitmenschen steht. antonovsky hingegen scheint sich der vergnglichkeit des körpers nicht gewahr zu sein. natürlich gibt es einen inneren kern – kannst es auch das göttliche in dem menschen nennen das unversehrt und immer heil bleibt. diesen inneren kern zu entdecken – zu aktivieren ist die eine sache. und dennoch schließt es nicht eine auseinandersetzung mit der gewahrwerdung aus das die seele und der geist in einem körper – dem seine eigene dynamik der vergänglichkeit innewohnt – ja nicht aus. das unvergänglich ewig zeitlose seele – spirit oder wie immer du es nennen willst mit der banalen tatsache das der körper seiner eigenen dynamik der vergänglchkeit unterworfen ist in einklang zu bringen . . .ja das ist die kunst oder die weisheit die man sich erarbeiten muß.

    das dies geprägt von bewegung und aktiv sein etc ist, begleitet von der erkennnis das der mensch sich nicht nur in einem fluß bewegt sondern auch tei des flusses sebst ist . . . . das liegt auf der hand.

    ham die ollen schinesen schon erkannt da war herr antonovsky noch teil der ewigen suppe oder des ewigen fluß . . . 😉

    so und nu back to earth . . . 🙂

  8. ich wollte eigentlich mich nur insofern dem begriffspaar gesundheit/krankheit annähren, dass für mich nicht die abwesenhet von krankheit =gesundheit gilt. aber ich müsste bestimmt noch weiter ausholen, als nur ein wenig über salutogenese in ihren begrifflichen ursprüngen (und nicht welche blüten in ihrer umsetzung) zu posten. da hast du recht.
    das andere ist dann bald schon off-topic:
    ich bin agnostikerin, ich weiss nicht ob es ewiges gibt.

  9. . . .das gute am agnostitzismus ist ja das man es ja nicht weiß – glaubt wie es viele religionen ja vertreten – es offenassen. insofern grüße ich dich von agnostiker zu agnostikerin . . . 🙂

  10. alivenkickn: ich glaube nicht. sondern ich weiss nicht.
    kann ich einen augenroll-smiley beantragen, ulli?

  11. michele . .mir deucht du brauchst dringend etwas ruhe . . . .gemeinhin auch urlaub genannt. 🙂

    GENAU das sagte ich

    das gute am agnostitzismus ist ja das man nicht weiß

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